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Fallo: Historisches Borgo, Kirchenkunst und Sangro-Tal

Unterkünfte in Fallo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Fallo zwischen Borgo und Sangro-Tal

Fallo liegt als historische Siedlung auf einem Felssporn über dem Sangro-Tal; Eichenwälder umgeben den Ort. Das Zusammenspiel von hoch gelegenem Siedlungsplatz, Tal und Wald gibt einem Aufenthalt mehrere unterschiedliche Bezugspunkte. Im kleinen Borgo können Besucher entlang alter Steinwege spazieren. So lässt sich das Ortsbild selbst in den Mittelpunkt stellen. Für die Suche nach einem Hotel in Fallo hilft diese Unterscheidung dabei, vorab zu überlegen, ob Sie vor allem das historische Ortsgefüge, Kunstwerke oder die Landschaft zum Schwerpunkt Ihrer Reise machen möchten.

Ein weiterer Landschaftsbezug liegt am Sangro selbst: Dort befinden sich die Ruinen des Mulino della Selva. Fallos Siedlung liegt oberhalb des Tals, die Mühlenruinen am Fluss. Diese Gegenüberstellung macht zwei unterschiedliche Ortsmotive greifbar. Auch die Eichenwälder gehören zum beschriebenen Umfeld Fallos.

Historische Zeitspuren

Fallo hat mittelalterliche Ursprünge, die durch erste schriftliche Dokumente aus dem 12. Jahrhundert belegt sind; damals war der Ort als Faldum bekannt. Ein zeitlich späterer Baubezug ist Borgo Valle vecchia: Der Gebäudekomplex stammt aus dem 19. Jahrhundert und besteht aus bearbeitetem Stein und Kieseln. Die Angaben beschreiben unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte – die schriftlich belegten mittelalterlichen Ursprünge einerseits und einen Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert andererseits.

Außerhalb des historischen Zentrums, auf einem Hügel, liegen in Fallo Vecchio Ruinen eines archäologischen Areals. Dieser Bezugspunkt ist vom Gebäudekomplex Borgo Valle vecchia zu unterscheiden: Die ähnlich klingenden Namen stehen für unterschiedliche Orte und historische Zusammenhänge. Damit lassen sich der mittelalterlich dokumentierte Ort, der Baukomplex aus dem 19. Jahrhundert und das archäologische Areal auseinanderhalten.

Kirchen und Kunst

In der Chiesa di Maria Santissima del Soccorso ist der unregelmäßige achteckige Grundriss ein markantes architektonisches Detail. „Achteckig“ beschreibt die Grundform mit acht Seiten; der Zusatz „unregelmäßig“ gehört ebenfalls zu dieser Beschreibung. Ein Altarbild in derselben Kirche zeigt die Krönung der Madonna mit San Giovanni Battista und San Nicola di Bari. Bauform und Bildmotiv geben so zwei unterschiedliche Anhaltspunkte für die Betrachtung der Kirche.

Die Chiesa di San Giovanni Battista bietet einen weiteren kunsthistorischen Schwerpunkt. Ihr Altarbild misst 180 × 262 cm und zeigt die von Engeln gekrönte Jungfrau Maria neben San Nicola di Bari und San Giovanni Battista. In derselben Kirche bewahrt eine polychrome Holzskulptur Madonna mit Kind aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Gemälde und Skulptur unterscheiden sich in Material und Darstellung: Das Altarbild zeigt die Jungfrau und die beiden Heiligen in einer Krönungsdarstellung, die Skulptur Madonna mit Kind. Format, Material und Motiv bieten konkrete Anhaltspunkte für einen Vergleich der Kunstwerke.

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Beide Altarbilder verbinden die Madonna mit San Giovanni Battista und San Nicola di Bari. Beim Altarbild der Chiesa di San Giovanni Battista werden zusätzlich die Engel genannt, die die Jungfrau krönen. Diese gemeinsame Figurenkonstellation lässt sich mit den jeweiligen Darstellungen und den unterschiedlichen Bauformen der beiden Kirchen verbinden.

Wandbild und regionale Küche

Das Wandbild „Il filo della memoria“ ergänzt die sakralen Werke um ein eigenes Projekt. Es wurde als NAREVE-Projekt gemeinsam mit der Associazione di Promozione Sociale WOO und dem südafrikanischen Kompetenzzentrum Artist Proof Studio durchgeführt. Das Wandbild ist ohne architektonische Zugangshindernisse zugänglich.

Auch die regionale Küche bietet einen konkreten Bezug für die Reiseplanung. Zu den in Fallo empfohlenen Speisen gehört „fojie e patane“, zubereitet mit Kartoffeln aus dem Medio Sangro. Das Gericht ergänzt die Themen Ortsgeschichte, Landschaft und Kunst um einen kulinarischen Anknüpfungspunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: San Giovanni Teatino, Miglianico, Torricella Peligna, Torino Di Sangro, Gessopalena, Dogliola, Bomba, Scerni

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Chieti.

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