Cupello – Landschaft, Kulturerbe und saisonale Feste
Unterkünfte in Cupello
Cupello liegt zwischen den Tälern der Flüsse Sinello und Trigno. Vom Zentrum bietet sich ein Blick über den weitläufigen Golf von Abruzzen und Molise auf die Tremiti-Inseln, das Vorgebirge der Majella und den Gargano. Das Gebiet ist sanft hügelig und überwiegend mit Ackerflächen und Olivenhainen bewirtschaftet. Der Blick aus dem Zentrum und das landwirtschaftlich geprägte Hügelland geben zwei unterschiedliche Perspektiven auf Cupello: eine weite geografische Aussicht und eine von der Nutzung des Landes geprägte Umgebung.
Ortsgeschichte und Bauwerke
Die heutige Siedlung von Cupello ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und trug früher den Namen Villa degli Schiavoni. Archäologische Funde und die Überreste einer römischen Villa belegen menschliche Siedlungen bereits in vorrömischer Zeit, die mit der Transhumanz verbunden waren. Transhumanz bezeichnet saisonale Wanderweidewirtschaft, also den Wechsel zwischen Weidegebieten im Jahresverlauf. Für die Einordnung des Ortes lohnt es sich, diese älteren Siedlungsspuren von der Geschichte der heutigen Siedlung zu unterscheiden: Die eine reicht in die vorrömische Zeit zurück, die andere ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Die Kirche Madonna del Ponte, auch „Chiesa vecchia“ genannt, wurde durch die Bombardierungen von 1943 beschädigt, anschließend abgerissen und 1956 wiederaufgebaut. In einer Marmornische der Kirche befindet sich eine Holzstatue der Madonna aus dem 15. Jahrhundert. In Cupello wird am Jahrestag der Bombardierung jedes Jahr an die Kriegserfahrung des Ortes erinnert. So stehen die Baugeschichte der Kirche, die ältere Statue und das jährliche Gedenken für unterschiedliche Aspekte des kulturellen Erbes.
Die Kirche der Geburt der heiligsten Maria hat ein Bronzeportal. Im historischen Zentrum gehört der Palazzo Erminio Boschetti („don Ciccio“) zu den befestigten Gebäuden und hat ein Türmchen. Seine erste Bauphase geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Diese Bauwerke bieten verschiedene architektonische Details: ein Bronzeportal, ein Türmchen und die lange Entwicklung eines Kirchengebäudes.
Artischocke, Pasta und saisonale Anlässe
Die Mazzaferrata-Artischocke ist eine autochthone Sorte aus Cupello. Sie stammt von Campagnano ab, einer spät reifenden Varietät der Römischen Artischocke. Ein Fest ist der Mazzaferrata-Artischocke gewidmet und findet zwischen Ende April und Anfang Mai statt. Damit verbindet sich ein lokales Erzeugnis mit einem saisonalen Anlass, der in die Planung einer Reisezeit einbezogen werden kann.
Ein weiterer kulinarischer Termin ist die Sagra delle 'Ndrocchie im August. Bei diesem Fest wird frische Pasta serviert, die von Hand mit einem Ferretto hergestellt wird. Die beiden Festzeiten unterscheiden sich deutlich: Das Artischockenfest fällt auf den Übergang von April zu Mai, die Pasta-Sagra auf den August. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an einem Fest ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Veranstaltungstage.
Route und Fortbewegungsarten
Die Route 682 „Tra fiori di pesco e cuori di carciofo nella Valle del Trigno“ kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd zurückgelegt werden. Ihr Titel lässt sich als „Zwischen Pfirsichblüten und Artischockenherzen im Trigno-Tal“ verstehen. Die Route benennt damit drei verschiedene Fortbewegungsarten und greift im Titel Motive aus der Landschaft und der lokalen Landwirtschaft auf.
Weitere Reiseziele entdecken: Palombaro, Roccascalegna, Filetto, Colledimezzo, Pennapiedimonte, San Martino Sulla Marrucina, Rosello, Casalbordino.
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