Chieti entdecken: Antike, Museen und Altstadt
Unterkünfte in Chieti
Chieti verbindet römische Zeugnisse mit Museen, die unterschiedliche Epochen und Sammlungsbereiche in den Blick nehmen. Auch die Altstadt lässt sich gut in die Reiseplanung einbeziehen: Sie ist klein und bequem zu Fuß zu erkunden. Ihre alten Straßen führen an Denkmälern, herrschaftlichen Gebäuden, Kirchen, Plätzen und historischen Geschäften vorbei. Für Ihren Aufenthalt können Sie zunächst entscheiden, ob Sie sich vor allem für die antike Geschichte, Kunst oder sakrales Erbe interessieren.
Antike Spuren und Chietis Geschichte
Das Teatro Marrucino wurde von 1813 bis Dezember 1817 nach einem Entwurf des aus Teramo stammenden Eugenio Michitelli errichtet. Das Anfiteatro romano della Civitella stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und war für Gladiatorenkämpfe bestimmt. Zusammen geben die beiden Bauwerke Einblick in unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte: Das Theater ist ein Bau des frühen 19. Jahrhunderts, das Amphitheater verweist auf die römische Antike.
Bei der Entdeckung am Amphitheater wurden architektonische Terrakotten, Fragmente von Statuen und bronzenem Schmuck sowie Mosaike gefunden. Diese Stücke gehörten zu Tempeln aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Damit reichen die tempelbezogenen Funde zeitlich weiter zurück als das Amphitheater. Die Gegenüberstellung der Datierungen hilft, die Zeugnisse nicht als ein einziges gleichzeitiges Ensemble zu lesen.
Archäologie vom Paläolithikum bis zum Frühmittelalter
Die Sammlungen des Museo archeologico “La Civitella” umfassen Funde vom Paläolithikum bis zum Frühmittelalter. Sie veranschaulichen die Entstehung und Entwicklung des antiken Teate und seines Territoriums. Der lange zeitliche Bogen unterscheidet sich vom konkreten Schwerpunkt des römischen Amphitheaters: Hier geht es um die Entwicklung über viele Epochen, nicht nur um ein einzelnes Bauwerk oder dessen Funktion.
Eine im Februar 2024 aktualisierte kommunale Beschreibung zählt zum Komplex Gärten, Fußgängerbereiche, ein Auditorium, ein archäologisches Labor, Räume für spielerische und didaktische Aktivitäten sowie einen Bereich für Wechselausstellungen. Das Museo Universitario di Chieti ergänzt die Museumslandschaft mit einem wissenschaftlichen Schwerpunkt. Seine Sammlungen umfassen naturkundliche, paläontologische und anthropologische Bereiche sowie wissenschaftliche Instrumente.
Kunst, sakrales Erbe und Sammlungen
Im Museo archeologico nazionale d’Abruzzo – Villa Frigerj ist der Guerriero di Capestrano in einem eigenen Saal zu sehen. Die Figur ist ein Meisterwerk aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Wer ein einzelnes Objekt als Schwerpunkt setzen möchte, findet hier einen klar umrissenen kunsthistorischen Bezugspunkt. Das Museo D’Arte Costantino Barbella bietet dagegen eine Gliederung in fünf Bereiche: Gemälde aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, Skulpturen von Barbella, Zeichnungen auf Papier, Gemälde des Premio Michetti und Majoliken aus Castelli. Die Sammlungsbereiche führen damit verschiedene Medien und Zeitbezüge zusammen.
Das Museo Diocesano Teatino bewahrt historisch-künstlerisches Erbe aus dem Palazzo Comunale, der Cattedrale di San Giustino und weiteren Kirchen des Diözesangebiets. Sein musealer Rundgang präsentiert Kunstwerke und liturgische Ausstattungsgegenstände aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. Davon unterscheidet sich der ortsgebundene Einblick in der Krypta der Cattedrale di San Giustino: Dort werden die Reliquien des Heiligen bewahrt; Fresken und Gemälde aus dem 14. und 15. Jahrhundert prägen die Ausstattung.
Altstadt und Anreise nach Chieti
Für die Anfahrt mit dem Auto führt der Weg von der A14 Bologna–Bari über die Ausfahrt Pescara Ovest–Chieti. Anschließend geht es über die SS5 Tiburtina Valeria oder die Schnellstraße nach Chieti Centro. In der Stadt können Sie die Altstadt zu Fuß erkunden und dabei Denkmäler, Kirchen, Plätze und historische Geschäfte in den alten Straßen wahrnehmen. Die Museums- und Geschichtsthemen bieten zugleich verschiedene Ansatzpunkte für die Planung Ihres Aufenthalts.
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