North Ferriby: Bronzezeitliche Boote und Wege am Humber
Unterkünfte in North Ferriby
In North Ferriby wurden bronzezeitliche Boote entdeckt; denkmalgeschützte Bauwerke und Wege an der Humber-Mündung gehören ebenfalls zum Ortsbild. Wenn Sie einen Hotelaufenthalt planen, können Sie den Ort nach zwei unterschiedlichen Interessen einordnen: historische Spuren und Zeit am Ufer. So lässt sich entscheiden, ob die Ortsgeschichte oder eine der Routen am Wasser stärker in Ihre Reiseplanung einfließt.
Ferriby Boats und Ortsgeschichte
Die Ferriby Boats sind bronzezeitliche Boote in Plankenbauweise, die in North Ferriby entdeckt wurden. Sie gelten als Europas älteste Wasserfahrzeuge. Die Entdeckung erfolgte in drei Schritten: Das erste Boot wurde 1937 entdeckt, das zweite 1940 und ein drittes 1963. Bauweise, Epoche und die zeitlich getrennten Entdeckungen machen Ferriby zu einem konkreten Thema der regionalen Archäologie.
All Saints in North Ferriby zeigt einen anderen Teil der Ortsgeschichte. Das heutige Kirchengebäude wurde von John Loughborough Pearson, R.A., entworfen und nach dreijähriger Bauzeit 1848 fertiggestellt. Es ist als Bauwerk der Kategorie Grade II eingestuft. Zu den architektonischen Merkmalen gehören der dreigeschossige Westturm und sein Broach-Spitzhelm. Datierung, Architekt und Turmform geben der Kirche ein eigenes Profil innerhalb der örtlichen Baugeschichte.
Auch das North Ferriby War Memorial verbindet Bauform und Gedenken. Das Denkmal aus dem Ersten Weltkrieg stammt von 1920; spätere Ergänzungen beziehen den Zweiten Weltkrieg ein. Es erinnert an 24 örtliche Soldaten, die im Ersten Weltkrieg starben, sowie an zwölf Gefallene des Zweiten Weltkriegs. Als Grade-II-Denkmal besteht es aus einem Portlandsteinkreuz, in das ein umgekehrtes Schwert als Relief eingearbeitet ist. Die Zahlen zeigen den Umfang des örtlichen Gedenkens, während das Relief ein konkretes Gestaltungsmerkmal des Denkmals ist.
Für weitere Zeitabschnitte stehen Ferriby House und Ferriby Priory. Ferriby House ist ein Haus aus der Zeit um 1760 bis 1770 und als Grade II* eingestuft. Ferriby Priory wurde um 1150 als Priorat des Ordens vom Heiligen Grab gegründet. Damit reicht der zeitliche Bogen dieses lokalen Geschichtsbilds vom mittelalterlichen Priorat über Ferriby House bis zum Kirchenbau von 1848.
Spaziergänge an der Humber-Mündung
Bei den Humber Foreshore Walks können Sie zwischen zwei unterschiedlichen Streckenformen wählen: einem ½ Meile langen Rundweg und einer 2½ Meilen langen einfachen Strecke zur Humber Bridge. Beide beginnen am Parkplatz Riverside Walkway in North Ferriby. Die längere Distanz ist als einfache Strecke angegeben; beziehen Sie das bei Ihrer Planung ein. Riverside Walkway ist eine öffentliche Freizeitanlage, die auch Besucher nutzen können. Die Spaziergänge bieten weite Ausblicke auf die Humber-Mündung sowie Möglichkeiten, vorbeifahrende Boote und Wildtiere zu beobachten.
Eine Uferroute in Richtung North Ferriby bietet Möglichkeiten, Watvögel wie Austernfischer und Brachvögel zu beobachten. Für Brachvögel wird dabei ausdrücklich der Winter genannt. So lässt sich bei der Naturbeobachtung ein konkreter saisonaler Unterschied berücksichtigen, während die Aussicht auf die Mündung und die vorbeifahrenden Boote weitere Aspekte der Humberwege ausmachen.
Routen und Anreise
Die Route von Barton-upon-Humber nach North Ferriby verläuft zu 76 Prozent autofrei und kann am Bahnhof North Ferriby begonnen werden. Das ist eine weitere Option für die Reiseplanung, neben den Rund- und Streckenwegen an der Humber-Mündung. Mit dem Auto erreichen Sie North Ferriby über die A63 sowohl aus westlicher als auch aus östlicher Richtung; aus Norden ist die Anfahrt über Swanland möglich. Die Zufahrt ist von der Verkehrslage abhängig.
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