Mynydd Bodafon entdecken
Unterkünfte in Mynydd Bodafon
Mynydd Bodafon verbindet eine markante Höhenlandschaft mit Wanderwegen und einer vielschichtigen Geschichte. Yr Arwydd, auch Mynydd Bodafon oder Bodafon Mountain genannt, ist ein zerklüfteter Felsausläufer. Mit 178 Metern ist er der zweithöchste Punkt der Insel Anglesey. Vom Gipfel reicht der 360-Grad-Blick über Anglesey bis zu den Bergen von Snowdonia jenseits der Menai Strait.
Landschaft, Heide und Geologie
Mynydd Bodafon ist Teil der Isle of Anglesey National Landscape und liegt in einer geschützten Binnenlandschaft, die eine wichtige Kulisse für die Küste von Anglesey bildet. Dünne Böden stehen hier mit Heide- und Moorvegetation in Verbindung. Die Landschaft lässt sich deshalb nicht nur über ihre Höhe, sondern auch über ihre Böden und die daraus hervorgegangene Vegetation einordnen.
Auch das Gestein prägt das Bild: Der Geotrail beginnt am Gipfel des Mynydd Bodafon, einer isolierten Masse aus präkambrischem Quarzit. Zum Verlauf gehört eine Quarzit-Schutthalde, die durch Frostsprengung während der letzten Eiszeit entstand. Damit treffen am Berg sichtbare Felsformen und weit zurückreichende geologische Prozesse aufeinander. Wer sich für Geologie interessiert, findet in der Landschaft konkrete Anknüpfungspunkte, ohne die Naturgeschichte von den Wanderwegen trennen zu müssen.
Wanderungen planen
Für den Geotrail von Bodafon nach Moelfre sind acht Meilen und eine ungefähre Gehzeit von vier Stunden angegeben; der Weg ist als mittelschwer eingestuft. Die tatsächliche Dauer hängt auch vom Wetter und Ihrem Wandertempo ab. Ein weiterer Rundwanderweg bei Brynrefail ist etwa 8,3 Meilen lang und als anspruchsvoll eingestuft. Länge und Schwierigkeitsangabe sollten Sie vor der Wanderung prüfen. Die beiden Angaben bieten eine konkrete Orientierung, wenn Sie eine längere Tour und deren Anspruch mit Ihrer verfügbaren Zeit abgleichen möchten.
Der Rundweg bei Brynrefail verbindet landwirtschaftlich genutzte Flächen, niedrige Küstenklippen, Moorland und den Berg Bodafon. Auf dem Abschnitt von Brynrefail nach Bodafon führen Fußwege durch Ginster, über eine Fußbrücke und durch sumpfiges Heidegelände. Die Beschaffenheit dieses Geländes kann sich saisonal verändern. Fußwege führen auch zum Gipfel von Bodafon; prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wege- und Zugangsbedingungen. Für den Rundweg bei Brynrefail stehen GPX- und KML-Kartendateien zum Download bereit. Digitale Routendaten können aktualisiert werden.
Brynrefail liegt an der Buslinie 62 zwischen Bangor und Amlwch. Wenn Sie diese Verbindung für Ihre Anreise einplanen, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan. So lässt sich die Businformation in Ihre Planung einbeziehen, ohne sie mit einer Aussage über Gehzeiten oder einen bestimmten Tourenverlauf gleichzusetzen.
Spuren der Geschichte in der Umgebung
In der näheren Umgebung vermittelt Din Lligwy einen Eindruck von einer romano-britischen Siedlung: Innerhalb einer Einfriedung stehen gut erhaltene steinerne Hütten. Zu den Funden dort zählen römische Münzen aus dem 3. und 4. Jahrhundert, Keramik, Glas und ein kleiner Silberbarren. Schmelzöfen und Eisenschlacke deuten außerdem darauf hin, dass der Ort zur Metallverarbeitung genutzt wurde. Die baulichen Reste und die Funde eröffnen damit unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Platzes.
Ebenfalls in der näheren Umgebung liegt Capel Llugwy, eine verfallene Kapelle aus dem 12. Jahrhundert mit Blick auf die Lligwy Bay. Wahrscheinlich ist sie das einzige verbliebene Zeugnis einer größeren Gemeinschaft, die schließlich von ihren Bewohnern aufgegeben wurde. Die wahrscheinliche Deutung dieser Geschichte gehört ebenso zum Bild wie die erhaltene Kapelle selbst.
Weitere historische Bauwerke zeigen unterschiedliche Epochen und Formen. Capel Bethesda auf Mynydd Bodafon ist eine kleine Kapelle mit einem in einer Reihe angeordneten Wohnhaus aus dem Jahr 1897. Sie gilt als bedeutendes Zeugnis der kleinen, informellen ländlichen Siedlung, die sich auf dem Berg entwickelte. In der näheren Umgebung ist Plas Bodafon ein bedeutendes spätmittelalterliches Herrenhaus mit bemerkenswerten frühen Bauelementen. Im Erdgeschoss des ältesten Gebäudeteils trägt ein Türsturz die Initialen und das Datum „IW 1584 IR“.
Auch die Church of St Michael verbindet unterschiedliche Zeitspuren: Chorraum und Ostfenster gehören zu den frühesten datierbaren Bauteilen und stammen ungefähr aus dem Jahr 1400; in der Südwand des Chorraums befindet sich ein beschrifteter Stein aus der Zeit um 550. In der Nähe erinnert das Morris Brothers Memorial, ein hohes keltisches Gedenkkreuz, an vier Brüder, die im frühen 18. Jahrhundert als angesehene Gelehrte, Historiker und Landvermesser bekannt waren. Das Denkmal wurde im September 1910 errichtet.
Mit Bodafon Isaf kommt ein Bauernhaus aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert hinzu. Kennzeichnend für seine ausgewiesene Bedeutung sind der georgianische Charakter des Hauses und ein gut erhaltener, angeschlossener Wirtschaftsflügel mit volkstümlichem Charakter. Der Plas-Bodafon-Menhir wiederum steht in einem Wald an den unteren, nach Osten gerichteten Hängen des Mynydd Bodafon. Er stammt wahrscheinlich aus der Bronzezeit, etwa aus der Zeit von 2300 bis 800 v. Chr., und ist ein bedeutendes Zeugnis einer prähistorischen Bestattungs- und Rituallandschaft.
Auf dem Berg liegt außerdem das Bodafon Mountain Early Medieval Homestead. Zu der Anlage gehören rechteckige Hütten und Einfriedungen mit Terrassen und Begrenzungsmauern. Sie bildete wahrscheinlich eine frühmittelalterliche Residenz und ist wegen ihres Potenzials, das Wissen über frühmittelalterliche Siedlungen zu erweitern, von nationaler Bedeutung.
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