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Chattenden: Depotgeschichte und SSSI

Unterkünfte in Chattenden

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Chattenden lässt sich über zwei unterschiedliche Themen einordnen: das Gebiet Chattenden Woods and Lodge Hill und die Entwicklung des Orts als Großlagerdepot zur Versorgung von Upnor per Bahn. Das eine Thema führt zum Naturbezug, das andere zur militärisch-industriellen Geschichte. Wenn Sie ein Hotel in Chattenden suchen, können diese Schwerpunkte Ihre Wahl des Reiseziels prägen: Sie geben Ihnen zwei konkrete Anknüpfungspunkte für die Frage, was Sie an einem Ort besonders interessiert.

SSSI und Naturbezug

Für das Gebiet Chattenden Woods and Lodge Hill erfolgte die SSSI-Ausweisung am 13. März 2013. Diese Ausweisung bildet einen eigenständigen Naturbezug neben der Geschichte des Großdepots. Die beiden Themen stehen für verschiedene Arten, Chattenden einzuordnen: Das SSSI kennzeichnet den Naturbezug; Bahn, Magazine und Gebäude erzählen von der früheren Versorgungsfunktion.

Depot, Bahn und Versorgung

Chattenden wurde als Großlagerdepot zur Versorgung von Upnor per Bahn entwickelt. Die Bahn war damit Teil der Versorgungsfunktion. Der Magazin-Komplex war über die Chattenden and Upnor Railway mit Chattenden Barracks und Upnor verbunden. Diese Verbindung eröffnet einen anderen Blick als die Gebäudedetails: Sie ordnet die Magazine in den Versorgungszusammenhang mit Upnor und den Barracks ein. Für die Einordnung bedeutet das: Chattendens Geschichte umfasst sowohl einzelne Bauwerke als auch eine frühere Versorgungsverbindung.

Die Magazine: Bauzeit und Kapazität

Die fünf Magazine in Chattenden wurden zwischen 1875 und 1878 unter Einsatz von Sträflingsarbeit errichtet. Jedes einzelne konnte 4.000 Fässer Schießpulver aufnehmen. Die Zeitspanne beschreibt die Bauphase der Gruppe, die Kapazitätsangabe dagegen jedes einzelne Magazin. Auch die Sträflingsarbeit gehört zur Einordnung der Errichtung: Sie ergänzt die Frage, wann die Magazine entstanden, um den Hinweis auf die beim Bau eingesetzte Arbeitskraft. Bauzeit, Arbeitskraft und Kapazität geben so drei verschiedene Maßstäbe für denselben Teil der Ortsgeschichte.

Zwei Gebäude, unterschiedliche Aufgaben

Building 127 ist ein Wachposten aus Stahlbeton und als Grade-II-Gebäude gelistet. Zugleich ist er auf nationaler Ebene ein selten erhaltenes Beispiel aus dem Ersten Weltkrieg. So treten bei einem Bauwerk drei verschiedene Merkmale zusammen: seine Funktion als Wachposten, die Bauweise aus Stahlbeton und seine historische Seltenheit. Das macht Building 127 zu einem konkreten Ankerpunkt, wenn Sie Chattendens militärisch-industrielle Seite einordnen möchten.

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Building 106 wurde zum Schutz des Westeingangs der Chattenden Magazine und des Lutnor Rail Junction errichtet. Damit lässt sich seine Aufgabe klar von Building 127 unterscheiden: Building 127 war ein Wachposten, bei Building 106 stehen zwei geschützte Bezugspunkte im Vordergrund. Die Gegenüberstellung macht die Schutzfunktion sichtbar und setzt sie in einen anderen Zusammenhang als den Wachposten von Building 127.

Für Ihre Wahl des Reiseziels können Sie eine klare Frage stellen: Interessiert Sie vor allem der Naturbezug des SSSI-Gebiets oder die Geschichte des Depots mit Bahn, Magazinen und Bauwerken?

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Medway.

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