Ringwould: Kirchen, Grabmale und historische Häuser
Unterkünfte in Ringwould
Ringwould verbindet in seiner Baugeschichte mehrere deutlich unterscheidbare Zeitschichten. An der Church of St Nicholas treffen mittelalterliche Kirchenarchitektur, ein später errichteter Turm und fein datierbare Details aufeinander. Grabmale und historische Häuser erweitern den Blick um Familienerinnerungen, Inschriften und unterschiedliche Baumaterialien. Wenn Sie Ringwould als Reiseziel erwägen, können diese Themen Ihren persönlichen Besuchsschwerpunkt bestimmen.
Church of St Nicholas: Bauphasen und Details
Die Church of St Nicholas ist eine Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert; die heutige Kirche soll ungefähr um 1130 entstanden sein. Der Westturm wurde 1628 errichtet. An der Nordarkade liegen vier Joche aus dem 14. Jahrhundert auf groben achteckigen Pfeilern. Ein Joch ist ein Abschnitt der Arkade; vier Joche gliedern sie in nachvollziehbare Abschnitte. Die Angaben um 1130 und 1628 betreffen unterschiedliche Bauphasen und sollten daher nicht als ein einziges Datum gelesen werden.
Zwei ursprüngliche normannische Fenster geben weitere Hinweise auf die Gestaltung: Eines zeigt den heiligen Nikolaus in der Westwand des Turms, das andere liegt in der Südwand nahe der Vorhalle. Im Chor befinden sich außerdem zwei dreipassige Fenster. Der Dreipass bezeichnet ihre dreiteilige Kontur und bietet einen anderen Fensterumriss als die normannischen Öffnungen. Zu den Details am Turm zählt auch eine Messinggedenktafel für John Upton, der 1530 starb; sie ist auf einer hölzernen Wandtafel angebracht.
Kirchhof: Eiben und Grabmale
Auf dem Kirchhof stehen zwei alte Eiben, deren Alter auf etwa 1.300 beziehungsweise 1.000 Jahre geschätzt wird. Auch die Lage der Grabmale ist genau gefasst: Südlich der Church of St Nicholas befinden sich zwei denkmalgeschützte Grabsteine; einer erinnert an Richard Blake, der 1723 starb. Etwa fünf Meter östlich der Kirche steht eine denkmalgeschützte Gruppe aus sieben Grabsteinen der Familie Taylor. Die Eiben und die Grabmale setzen damit unterschiedliche Akzente zwischen Landschaft und persönlichem Gedenken.
Historische Häuser und ihre Merkmale
Das Old Bakehouse trägt eine Datierungsplakette mit der Inschrift „T E D 1737“. Bei Laundry Cottage lässt sich die Materialkombination besonders genau beschreiben: Das Haus ist in Fachwerk ausgeführt, außen verputzt und an der rechten Seitenfassade mit Ziegeln verkleidet. Die Plakette und die Fassadenmerkmale geben jeweils eine andere Art von Baudetail wieder – einmal eine Inschrift, einmal Konstruktion und Oberflächen.
Zu Home Farmhouse and Wall gehört eine etwa 20 Meter lange Feuersteinmauer aus dem 17. Jahrhundert. Der Innenraum soll größtenteils ebenfalls aus diesem Jahrhundert stammen. Ringwould House wurde 1813 von Sir John Soane für Reverend John Monins erbaut. Das Gebäude besteht aus gelbem Ziegelmauerwerk, hat ein Schieferdach und einen großen zentralen Schornstein. Im Inneren sollen sich Täfelungen und Bibliothekseinbauten befinden. Hier lassen sich ein präzises Baujahr und konkrete Material- und Innenraumdetails nebeneinander betrachten.
Zu Fuß in Richtung Ringwould
ER306 ist eine öffentliche Wegverbindung, die Wandernde durch Kingsdown Wood in Richtung Ringwould nutzen. Prüfen Sie vor einer Tour die Wegebedingungen, denn sie können sich ändern. So bleibt die Wegbeschreibung von den historischen Details des Orts getrennt und dient als eigenständiger Anhaltspunkt für die Planung zu Fuß.
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