Fordyce: Mittelalterlicher Straßenplan und Kulturerbe
Unterkünfte in Fordyce
Wenn Sie ein Hotel in Fordyce suchen, gibt die Ortsgeschichte einen konkreten Maßstab für die Wahl des Reiseziels. Fordyce verbindet einen mittelalterlichen Straßenplan mit einer alten Kirche und ihrem Friedhof, Fordyce Castle, historischen Grabmälern und dem Schreinerhandwerk. Die Themen reichen von der mittelalterlichen Ortsstruktur bis zu Bauwerken des 16. und 17. Jahrhunderts; viele Werkzeuge und Maschinen waren noch bis in die 1970er-Jahre in Gebrauch. So lassen sich Baugeschichte, kirchliche Denkmäler und Handwerk als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Ortsbild und mittelalterlicher Grundriss
Fordyce hat mittelalterliche Ursprünge, und einige seiner Straßen folgen einem mittelalterlichen Grundriss. Verwinkelte Straßen und Grünflächen lassen sich zu Fuß erkunden. Auch die erhaltene Bausubstanz gehört zum historischen Ortsbild: Die Mehrheit der Häuser und öffentlichen Gebäude, die auf frühen Ordnance-Survey-Karten von Fordyce verzeichnet sind, ist erhalten und als Gebäude der Kategorien B oder C gelistet. Der Kartenbezug ordnet diese Bausubstanz zeitlich ein; der mittelalterliche Grundriss beschreibt dagegen den Verlauf einiger Straßen. Zusammen zeigen sie zwei unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte: erhaltene Gebäude und die Anordnung der Straßen.
Kirche, Aisles und Grabmäler
Die alte Kirche und der Friedhof von Fordyce bilden das ausgewiesene Scheduled Monument SM352. An der Old Fordyce Church befindet sich die Abercromby and Glassaugh Aisle, eine hohe, freistehende Begräbniskapelle aus dem späten 17. Jahrhundert. St Mary's Aisle liegt nahe dem Turm der Old Fordyce Church und ist dachlos. Zwei benannte Grabmäler ergänzen diese Baugeschichte: Das Birkenbog Tomb in der Old Fordyce Church stammt aus dem Jahr 1505, das Findlater and Boyne Tomb dort aus dem Jahr 1510. Die Grabmäler gehören damit zeitlich ins frühe 16. Jahrhundert und lassen sich von der späteren Begräbniskapelle unterscheiden.
Fordyce Castle und seine Bauphasen
Fordyce Castle wurde 1592 von Thomas Menzies, Laird of Durn und einstigem Provost von Aberdeen, erbaut. Sein Kern besteht aus einem typischen dreigeschossigen L-förmigen Turmhaus des 16. Jahrhunderts. Die L-Form beschreibt den Grundriss, die drei Geschosse die Höhe des Kernbaus. Der Westflügel kam etwa um 1700 hinzu. Damit stehen beim Castle ein Kern aus dem 16. Jahrhundert und eine ungefähr datierte spätere Erweiterung gegenüber – ein klarer Anhaltspunkt, um die unterschiedlichen Bauphasen einzuordnen.
Schreinerhandwerk im Joiners Workshop
Das Fordyce Joiners' Workshop Museum umfasst drei Bereiche: ein Museum mit einer Werkzeugsammlung, einen Garten und eine Werkstatt. Im Fordyce Joiners Workshop werden Schreinerwerkzeuge und Werkstattmaschinen gezeigt, die für handwerkliche Arbeiten verwendet wurden; viele davon waren noch bis in die 1970er-Jahre in Gebrauch. So steht neben der Sammlung auch die Werkstatt als eigener Bestandteil der Einrichtung. Die dargestellten Werkzeuge und Maschinen geben einen konkreten Einblick in die handwerkliche Arbeit, während Garten, Museum und Werkstatt die drei verschiedenen Bereiche bilden. Die fertiggestellte Gemeinschafts- und Besuchereinrichtung wurde im Frühjahr 1993 für die Öffentlichkeit geöffnet.
Ein überlieferter Hogmanay-Brauch
Eine weitere historische Facette ist ein örtlicher Brauch zu Hogmanay. Der Mortar Stane wurde mit musikalischer Begleitung zum Haus eines ausgewählten Mädchens gebracht. Man glaubte, dass der Brauch ihr zu einer Heirat verhelfen würde. Diese Überlieferung ergänzt die Bau- und Handwerksgeschichte um eine lokale Vorstellung von Brauch und Ehe.
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