Piercebridge: Römische Brücken und Festung
Unterkünfte in Piercebridge
Piercebridge bietet eine Reise durch mehrere Bauphasen: Römische Brücken- und Festungsgeschichte trifft auf eine Straßenbrücke aus dem frühen 16. Jahrhundert, eine Kirche des 19. Jahrhunderts und einen kurzen Rundweg. Für Reisende mit Interesse an historischen Orten ist vor allem die Unterscheidung der römischen Brückenreste von der späteren Straßenbrücke hilfreich. Auch Festung und zivile Siedlung gehören als unterschiedliche Teile zur römischen Geschichte des Ortes.
Römische Brücke und spätere Straßenbrücke
Die Piercebridge Roman Bridge führte Dere Street, die römische Straße, die York über den River Tees mit Corbridge nahe Hadrian’s Wall verband. Ihre erhaltenen Reste liegen trocken am Südufer des River Tees, denn seit dem Bau der Brücke hat sich der Fluss nach Norden verlagert. Im römischen Britannien sind nur wenige römische Brücken in irgendeiner Form erhalten geblieben; die Überreste haben deshalb hohe Bedeutung. Piercebridge gilt außerdem als bedeutender Ort für die Erforschung römischer Brücken und Bautechniken.
Von den römischen Resten zu unterscheiden ist die Piercebridge Bridge. Sie ist eine Straßenbrücke aus dem frühen 16. Jahrhundert über den River Tees; 1781 wurde sie auf der flussabwärts gelegenen Seite verbreitert. So lassen sich die römische Verbindung auf Dere Street und die spätere Straßenbrücke als Bauwerke verschiedener Epochen auseinanderhalten.
Festung und zivile Siedlung
Um 260 n. Chr. wurde in Piercebridge eine große Festung zur Unterbringung von Hilfstruppen der Kavallerie errichtet. Sie blieb bis zum Ende der römischen Epoche besetzt. Zu den sichtbaren Überresten gehören die nordöstliche Ecke der Festung, ihre Latrine und einige Gebäude der zivilen Siedlung außerhalb des Osttors.
Die räumliche Zuordnung macht zwei Bestandteile des römischen Ortes unterscheidbar: Ecke und Latrine gehören zur Festung, die genannten Siedlungsgebäude lagen außerhalb ihres Osttors. Damit erschöpft sich die Geschichte des Ortes nicht im militärischen Bauwerk; die Überreste umfassen auch Teile der zivilen Siedlung.
Weitere historische Bauwerke
Die Church of St Mary in Piercebridge wurde 1873 von Cory and Ferguson im Early English style errichtet. Sie ist ein denkmalgeschütztes Gebäude der Einstufung Grade II.
Eine weitere historische Bauschicht zeigen die Ruinen einer mittelalterlichen Kapelle im rückwärtigen Garten des Bath House, Tees View. Sie wurden teilweise auf den Fundamenten eines römischen Badehauses errichtet. Dieser Bauzusammenhang verbindet römische und mittelalterliche Spuren, ohne die beiden Epochen gleichzusetzen.
Der Piercebridge Circular
Der Piercebridge Circular ist ein kurzer, 1 km langer Rundweg, der die römische Geschichte dieses wichtigen Übergangspunkts erkundet. Er beginnt am Überlaufparkplatz des George Hotel und führt über die Straßenbrücke. Die Wegbeschreibung umfasst außerdem einen Zauntritt, eine grüne Gasse und einen Abschnitt am Flussufer, der zu den Überresten der römischen Brücke führt.
Wenn Sie die Brücken- und Festungsgeschichte zu Fuß aufgreifen möchten, verbindet der Rundweg sein römisches Thema mit konkreten Wegmerkmalen. Die Angabe von 1 km gibt den Umfang der kurzen Runde an; die genannten Abschnitte beschreiben, wie sie verläuft, ohne die historische Straßenbrücke mit den römischen Überresten zu verwechseln.
Orientierung im Ort
Für Essen gibt es derzeit zwei Pubs in Piercebridge: Foxhole und George Hotel, beide bieten Essen an. Nördlich der A67 gibt es außerdem einen Bio-Hofladen mit Café und ein Gartencenter. So stehen neben den historischen Themen auch einige praktische Anlaufpunkte für die Reiseplanung zur Verfügung.
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