Brigham: Kirchenkunst und Ortsgeschichte
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Kirchenkunst und Ortsgeschichte bilden in Brigham einen klaren Schwerpunkt. Die Church of St Bridget ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk der Kategorie Grade I und ein Wahrzeichen des Derwent Valley. Ihre Architektur, die Steinfragmente und die historischen Glocken eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes.
Church of St Bridget: Architektur, Steine und Glocken
Die bemalten Putz- und Holzdecken von Schiff, Chor und Lady Chapel, dem Südseitenschiff, entstanden im Zuge der Restaurierungsarbeiten von 1864 bis 1876 unter William Butterfield. 2013 wurden die Decken von Schiff und Lady Chapel in ihren ursprünglichen und bemerkenswerten Zustand zurückversetzt. So lassen sich an der Kirche sowohl eine prägende Restaurierungsphase des 19. Jahrhunderts als auch eine spätere Arbeit an den Decken nachvollziehen.
Auf dem Kirchhof südlich der Kirche steht eine Sonnenuhr aus dem Jahr 1684. Für Gottesdienste ist St Bridget’s Church am ersten und dritten Sonntag des Monats geöffnet; laufende Renovierungsarbeiten schränken die Öffnung ein. Wenn Sie einen Gottesdienstbesuch planen, prüfen Sie vorab die aktuellen Hinweise der Kirche.
In der Kirche befinden sich angelsächsische und anglo-skandinavische Steine sowie Fragmente von Kreuzen. Zu den bemerkenswerten Motiven gehört ein Kreuzkopf mit freien Armen und einer menschlichen Darstellung, wie sie an kaum einem anderen Kreuz zu sehen ist. Der zweiteilige Kreuzsockel trägt auf seiner Oberseite und an den Seiten markante Tierdarstellungen. Diese Details machen die Steinsammlung zu einem eigenen Thema neben der späteren Kirchenarchitektur.
Der alte Turm enthält drei Glocken. Die mittlere besteht aus Messing, stammt aus dem Mittelalter und soll etwa aus dem Jahr 1320 stammen. Churchcare der Church of England stuft sie als Glocke von historischer Bedeutung ein. Material, ungefähre Datierung und Einstufung geben ihr ein eigenes Profil innerhalb der Ortsgeschichte.
Gedenkort und weitere historische Bezüge
Das Brigham War Memorial steht auf dem Kirchhof nahe dem Eingang zur Kirche und ist als Grade-II-Bauwerk eingestuft. Es erinnert an 22 einheimische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, und an 16 Männer, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Die beiden Zahlen und Kriege gehören zum konkreten Gedenkbezug des Denkmals.
Brigham Hall ergänzt dieses Bild als Grade-II-Bauernhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Auch die Geschichte Fletcher Christians lässt sich anhand zweier verschiedener Ortsbezüge einordnen: Moorland Close ist als sein Geburtsort ausgewiesen; getauft wurde Christian am 25. September 1764 in Brigham. Die Taufe in Brigham und die ausgewiesene Geburtsstätte sind dabei unterschiedliche Angaben.
Ein weiterer zeitlich klarer Bezug ist die Cockermouth-&-Workington-Eisenbahn. Sie war von 1847 bis 1966 in Betrieb und hatte einen Bahnhof in Brigham. Damit umfasst die Ortsgeschichte neben Bauwerken und Gedenkorten auch einen konkreten Abschnitt der Eisenbahngeschichte.
An der High Ellerbeck Bridge befindet sich ein aufgegebener und überwucherter Viehpferch aus dem frühen 19. Jahrhundert. Er gilt als selten erhaltenes Beispiel in dieser Gegend. Sein heutiger Zustand gehört zur Einordnung dieses Bauwerks ebenso wie seine Entstehungszeit.
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