Tzermiado entdecken
Unterkünfte in Tzermiado
Wer ein Hotel in Tzermiado sucht, kann die Verbindung von archäologischer Geschichte und Landschaft als Maßstab für die Wahl des Reiseziels heranziehen. Im Dorf liegt die Trapeza-Höhle, auch Kronio genannt, die als bedeutendes archäologisches und kulturelles Denkmal Kretas gilt. Vom Eingang aus reicht der Blick über die Lasithi-Hochebene. Kulturgeschichte und Aussicht bieten damit zwei unterschiedliche Anhaltspunkte, wenn Sie einen Aufenthalt in Tzermiado planen.
Trapeza-Höhle: Räume, Formen und Zugang
Der schmale Eingang führt in eine kleine Halle mit Stalaktiten und Stalagmiten. Die Höhle hat außerdem zwei Haupthallen mit Nischen; kleinere Nischen enthalten säulchenartige Formen. So treffen im Inneren unterschiedliche Raumgrößen aufeinander: der enge Zugang, die kleine Halle und die beiden Haupthallen. Die Tropfsteinformen und die säulchenartigen Details setzen weitere, unterschiedliche Akzente. Der Blick vom Eingang auf die Lasithi-Hochebene eröffnet eine andere Perspektive als die Höhlenräume selbst. Der Zugang führt über einen ansteigenden, gepflasterten Weg mit Stufen, der von Kermeseichen gesäumt ist. Der Aufstieg zum Eingang dauert etwa fünf Minuten. Planen Sie diese Zeit ein und prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen.
Archäologische Geschichte und Überlieferung
1935 wurde die Trapeza-Höhle vom britischen Archäologen John Pendlebury systematisch ausgegraben. Die Funde reichen von der Jungsteinzeit bis zur byzantinischen Zeit. Für die Zeit der Besiedlung von Kastelos wird angenommen, dass die Höhle als Begräbnisstätte und Heiligtum genutzt wurde; zu den Weihegaben zählen vorpalastzeitliche Elfenbeinfiguren. Die örtliche Überlieferung verbindet die Höhle außerdem mit der Verehrung des mythischen Gottes Kronos. Funde, die angenommene Nutzung und die lokale Überlieferung stehen dabei für unterschiedliche Aspekte der Geschichte des Ortes.
Auch die Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Aspekte: Die Funde in der Höhle reichen von der Jungsteinzeit bis zur byzantinischen Zeit. Die angenommene Nutzung als Begräbnisstätte und Heiligtum wird mit der Zeit der Besiedlung von Kastelos verbunden; die Elfenbeinfiguren sind vorpalastzeitlich. Diese Unterscheidung hilft, die archäologischen Funde und die historische Deutung auseinanderzuhalten.
Weitere archäologische Fundorte
Kastelos liegt östlich von Tzermiado. Dort wurden Bestattungen und Wohnstätten aus der Zeit von der Jungsteinzeit bis zur mittelminoischen Epoche gefunden. Gegenüber der Trapeza-Höhle unterscheidet sich damit auch der angegebene Zeitrahmen: Die Kastelos-Funde reichen bis zur mittelminoischen Epoche, während die Höhlenfunde bis in die byzantinische Zeit reichen. Die beiden Orte lassen sich so anhand ihrer Fundgeschichte und der genannten Zeiträume voneinander unterscheiden.
In den Dorfbezirken Argoulia und Skafidia liegen weitere Höhlenfundorte. In einer Höhle im Gebiet Argoulia wurden Muscheln aus der Jungsteinzeit bis zur spätminoischen Zeit gefunden; bei Skafidia stammen Höhlenbestattungen aus der Jungsteinzeit. Die Fundorte unterscheiden sich sowohl durch die Fundart als auch durch den Zeitraum: Argoulia ist mit Muschelfunden aus mehreren Epochen verbunden, Skafidia mit Bestattungen aus der Jungsteinzeit. Zusammen zeigen die genannten Orte, dass sich Tzermiados archäologische Geschichte über verschiedene Fundarten und Zeitstellungen erschließen lässt.
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