Kissamos entdecken: Archäologie und Maris-Quelle
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Kissamos lässt sich durch unterschiedliche Facetten kennenlernen: die römisch geprägte Stadtgeschichte, einen ruhigen Ort im Zentrum und traditionelle Architektur. Das Archäologische Museum spannt einen historischen Bogen von der Vorgeschichte bis zur Spätantike, mit besonderem Schwerpunkt auf der römischen Stadt Kissamos. Maris-Quelle und Herrenhaus von Maris setzen andere Akzente im Stadtbild. So können Sie die Themen danach ordnen, ob Sie sich eher für archäologische Funde, einen Platz am Wasser oder Baugeschichte interessieren.
Archäologisches Museum und römisches Kissamos
Das Archäologische Museum ist in einem venezianisch-türkischen Denkmal untergebracht. Seit 2006 befindet es sich im früheren Regierungshaus am Tzanakakis-Platz innerhalb der Burg von Kastelli. Das Gebäude ist ein markanter Bau aus venezianischer Zeit in der Altstadt von Kissamos. Seine Einbindung in die Burganlage hängt mit einer späteren Veränderung zusammen: Türkische Besatzer erweiterten die Burgmauern, sodass das Government House in die Anlage einbezogen wurde. An diesem Ort treffen damit verschiedene historische Schichten aufeinander: die venezianische Bauzeit, die spätere Erweiterung der Mauern und die Museumsnutzung seit 2006.
Die Ausstellung behandelt die Geschichte der weiteren Region von der Vorgeschichte bis zur Spätantike; im Mittelpunkt steht jedoch die römische Stadt Kissamos. Saal 4, der größte Saal des Museums, ist den städtischen Villen des griechisch-römischen Kissamos gewidmet. Zu den dort gezeigten Objekten zählen zahlreiche Mosaikböden, Skulpturen, Tischträger und eine Sonnenuhr. Hinzu kommt ein Beispiel für opus sectile: Bei dieser Technik wird farbiger Marmor zu einem Mosaikboden verlegt. Der Saal setzt damit einen engeren thematischen Schwerpunkt als die regionale Gesamtausstellung. Wenn Sie sich besonders für die römische Stadt und ihre Villen interessieren, macht dieser Unterschied den Fokus der einzelnen Ausstellungsteile deutlich.
Auch zwei Details im Gebäude ergänzen das Bild seiner Geschichte. Am Eingang informiert eine digitale Präsentation über das Erdbeben von 365 v. Chr., das Westkreta verwüstete. In der Nähe der Treppe oder des Aufzugs zum ersten Stock ist ein erhaltener Teil eines ausgegrabenen römischen Bades zu sehen. Das Museumsgebäude wurde während der venezianischen Besatzungszeit über dem Bad errichtet. Die Präsentation richtet den Blick auf ein Ereignis der Regionalgeschichte, der Badrest auf einen baulichen Zusammenhang mit der römischen Vergangenheit.
Maris-Quelle und Herrenhaus von Maris
Die Maris-Quelle liegt im Zentrum von Kissamos, neben der Altstadt und der traditionellen Skalidi-Straße. Besucher können dort sitzen und die Ruhe sowie das Plätschern des Wassers genießen. Wann die Quelle erbaut wurde, ist unbekannt; ihr wird ein ununterbrochener Fluss seit Hunderten von Jahren zugeschrieben. An diesem Ort stehen so die ruhige Aufenthaltsmöglichkeit und das Wasser im Vordergrund, nicht eine genau datierte Baugeschichte.
Östlich der Maris-Quelle liegt in der Stadt das Herrenhaus von Maris. Es ist ein zweistöckiges Gebäude traditioneller Architektur von Kissamos. Damit ergänzt es den zentralen Ort am Wasser um eine architektonische Facette der Stadt. Während sich die Beschreibung der Quelle auf das Sitzen, die Ruhe und das Plätschern konzentriert, steht beim Herrenhaus die traditionelle Bauform im Vordergrund.
Planen Sie einen Besuch im Archäologischen Museum, prüfen Sie zuvor die aktuellen Öffnungszeiten.
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