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Nawahradak: Burg, Museen und Geschichte

Unterkünfte in Nawahradak

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Nawahradak verbindet Stadtgeschichte, Museen und markierte Radrouten. Der historische Schwerpunkt reicht von der Burg und mehreren Kirchen bis zu Ausstellungen über die Stadt und die Region. Dazu kommen Erinnerungsorte rund um Adam Mickiewicz und den jüdischen Widerstand. Für Ihre Reiseplanung bieten sich damit unterschiedliche Zugänge: Sie können sich auf historische Bauwerke konzentrieren, Museumsthemen vertiefen oder die markierten Radrouten in den Blick nehmen.

Museen zwischen Stadtgeschichte und Erinnerung

Das Historische und Heimatkundliche Museum von Novogrudok stellt in neun Ausstellungssälen die Geschichte und Kultur der Stadt und der Region dar. Der zeitliche Rahmen reicht vom 10. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Seine Sammlung umfasst etwa 22.000 museale Objekte in 14 Sammlungen. Neben den Ausstellungen bietet das Museum Museumsveranstaltungen, thematische Führungen und Vorträge an.

Ein weiterer Museumsort ist das Adam-Mickiewicz-Hausmuseum, das in die Liste des historischen und kulturellen Erbes der Republik Belarus aufgenommen wurde. Es ist zugleich ein Freilichtmuseum in einem restaurierten Adelsgut aus dem frühen 19. Jahrhundert. Zum Ensemble gehören das Wohnhaus, ein Nebengebäude, eine Scheune, ein Brunnen und ein Pavillon. So stehen hier nicht nur die Person Adam Mickiewiczs, sondern auch die einzelnen Gebäude des Guts im Mittelpunkt.

Das Museum des jüdischen Widerstands in Novogrudok wurde 2007 am Ort eines ehemaligen Ghettos eingerichtet. Es widmet sich der Flucht von Häftlingen durch einen von ihnen gebauten Tunnel und der Geschichte der jüdischen Partisaneneinheit der Bielski. Damit ergänzt es die allgemeine Stadt- und Regionalgeschichte um konkrete Themen des Widerstands während des Holocausts.

Burg und Kirchen aus unterschiedlichen Jahrhunderten

Die Burg von Novogrudok entstand in drei Bauphasen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. Zu ihrer Anlage gehörten sieben Türme, ein Palast und eine Burgkirche. Ihre Ruinen gelten als ältestes Zentrum der Stadt und als ehemalige Residenz russischer Fürsten sowie der Fürsten des Großfürstentums Litauen. Die Bauphasen und die überlieferten Bestandteile geben der Burg eine andere historische Perspektive als die späteren Kirchen der Stadt.

Zu den aktiven Kirchen zählt die Boris-und-Gleb-Kirche. Sie wurde 1519 an der Stelle einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert erbaut und weist gotische sowie Renaissance-Elemente auf. Die ebenfalls aktive St.-Nikolaus-Kirche entstand 1780 als Kirche des Franziskanerordens und wurde 1846 in eine orthodoxe Kirche umgewandelt. Die aktive Pfarrkirche wurde zwischen 1712 und 1723 erbaut. Mit ihr verbindet sich außerdem die Hochzeit des polnischen Königs Jagiello und Sophia von Halshany im Jahr 1422; Adam Mickiewicz wurde dort getauft.

Die St.-Michael-Erzengel-Kirche wurde 1624 als Dominikanerkirche gegründet und erhielt ihre heutige Gestalt zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Ein weiterer Bezug zu Mickiewicz ist der zwischen 1924 und 1931 auf Initiative des Mickiewicz-Komitees aufgeschüttete Hügel. In ihm befindet sich Erde aus den Ländern, in denen der Dichter lebte. Die Kunstgalerie im Zentrum von Nawahradak wurde 2012 erbaut und verfügt über zwei große Ausstellungssäle sowie eine Künstlerwerkstatt.

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Höhenlage und Routen als Reiseoptionen

Nawahradak und der größte Teil des gleichnamigen Bezirks liegen auf der Novogrudoker glazialen Randmoränenhöhe, dem höchsten Teil der Region Grodno. Nawahradak gilt als die höchstgelegene Stadt von Belarus. Der Höhenunterschied zwischen dem höchsten Punkt des Burgbergs und dem Niveau des Neman beträgt 250 Meter auf einer Strecke von 22 Kilometern. Diese räumlichen Angaben beschreiben die Landschaft rund um die Stadt, ohne eine bestimmte Wanderroute vorzugeben.

Für Radfahrende gibt es zwei markierte Radrouten mit deutlich unterschiedlicher Länge. Die Rundroute „König Mindaug“ ist zwei Kilometer lang: Sie führt vom Touristeninformationszentrum über den Stadtpark und die Pfarrkirche zurück zum Lenin-Platz. Die markierte Route „Herz der Grazhina“ ist 15 Kilometer lang und beginnt ebenfalls am Touristeninformationszentrum. Prüfen Sie vor einer Fahrt den Zustand der markierten Routen vor Ort.

Eine geführte Erlebnisexkursion „Auf den Spuren Adam Mickiewiczs“ beginnt in Nawahradak und umfasst eine 120 Kilometer lange Route. Zu den genannten Stationen zählen Nawahradak, der Switjas-See, Schtschorsy, Ljubtscha und der Litowka-See. Zum Programm gehören das Adam-Mickiewicz-Hausmuseum, Gedichte und Musik aus Mickiewiczs Epoche sowie ein Picknick am Switjas-See; ein Workshop zur Herstellung eines traditionellen Souvenirs ist optional.

Entfernungen für die Reiseplanung

Nawahradak liegt 22 Kilometer vom Bahnhof Nowojelnja entfernt. Die Entfernungen nach Minsk und Grodno betragen 150 beziehungsweise 162 Kilometer. Diese Angaben helfen dabei, Nawahradak im Verhältnis zu den beiden Städten und zum genannten Bahnhof einzuordnen, ohne eine Fahrzeit oder eine bestimmte Verbindung vorwegzunehmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Waukawysk, Smarhoń, Astravets, Svislač, Kareličy, Slonim, Žaludok, Iŭje

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Woblast Grodno.

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