Smolinské – Kirchen, Kapellen und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Smolinské
Smolinské vereint mehrere Zeitschichten der Ortsgeschichte: Religiöse Bauwerke und Denkmäler reichen vom späten 17. bis ins 20. Jahrhundert; außerdem erinnern eine Mariensäule, eine Kalvarienberg-Anlage und eine Gedenktafel an religiöse und literarische Geschichte. Die leicht hügelige Landschaft und ein geschütztes Vogelschutzgebiet ergänzen den kulturhistorischen Schwerpunkt um Natur- und Landschaftsthemen.
Landschaft und weitere örtliche Anlagen
Smolinské liegt in der Chvojnická pahorkatina, am Übergang der Záhorská nížina zur Myjavská pahorkatina sowie im Tal eines Nebenflusses der Myjava. Im Katastergebiet ist das Relief leicht hügelig. Der flache Teil besteht aus Flugsanden, während die Hügellandschaft von lössbedeckten neogenen Ablagerungen geprägt ist. Das geschützte Vogelschutzgebiet Záhorské Pomoravie umfasst auch das Katastergebiet von Smolinské. Es wurde zum Schutz der Lebensräume von Vogelarten von europäischer Bedeutung sowie von Zugvögeln eingerichtet.
Eine weitere örtliche Anlage ist der Poľovnícky, športový a spoločenský areál PZ Smolinské. Er liegt in einem Waldstück am nordwestlichen Rand des Dorfes, im Katastergebiet von Smolinské. Auf dem Areal des Vereins Poľovnícke združenie Smolinské befindet sich eine anerkannte Schießanlage für die Disziplin „PARCOUR“.
Kirche und Baugeschichte
Die Kirche Kostol Svätého Jakuba wurde 1720 an der Stelle einer älteren gotischen Kirche errichtet. 1924 wurde sie erweitert und erhielt dabei ihre heutige Gestalt. Der Turm blieb bei diesem Umbau weitgehend unverändert. So lassen sich an einem Bauwerk die ältere gotische Vorgeschichte, der Kirchenbau des 18. Jahrhunderts und die Erweiterung des 20. Jahrhunderts unterscheiden. Die Kirche Kostol Svätého Jakuba ist restauriert. Am 14. November 2004 wurden die Kirche und ihr neuer Altar konsekriert.
Kapellen und Erinnerungsorte
Zwei Kapellen stehen für unterschiedliche Bauzeiten und Stile: Die Kaplnka Najsvätejšej Trojice wurde 1820 im gotischen Stil errichtet; die Kaplnka Panny Márie Lurdskej entstand 1891 im neugotischen Stil. Der Glockenturm im Zentrum von Smolinské stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Die Mariensäule wurde 1678 neben dem Glockenturm errichtet. Nachdem sie bei einem Autounfall 1979 beschädigt worden war, wurde sie 1988 vor dem Pfarrgebäude wieder aufgestellt.
Die steinerne Kalvarienberg-Anlage steht neben der Dorfkirche. In ihrer Mitte befindet sich ein Kreuz mit Christus; die Statuen der Jungfrau Maria und des heiligen Johannes des Evangelisten sind separat aufgestellt. Die Anordnung verbindet ein zentrales Kreuz mit zwei eigenständig platzierten Figuren.
Literatur, Höfe und religiöse Tradition
Eine Gedenktafel erinnert an den Dichter und Literaturkritiker Tichomír Milkin, dessen bürgerlicher Name Ján Donoval war. Er war von 1902 bis 1920 in Smolinské tätig. Etwa 15 habanische Höfe sind bis heute im Ort erhalten. Im 18. Jahrhundert war Weinbau eine Tätigkeit der Bevölkerung. Während die Höfe bis heute erhalten sind, gehört der Weinbau zur Geschichte des 18. Jahrhunderts.
Derzeit findet einmal jährlich zu Fronleichnam eine Prozession durch das ganze Dorf statt. Sie verläuft von der Kirche Kostol Svätého Jakuba zur Kapelle Kaplnka Panny Márie Lurdskej. Wenn der Termin für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie ihn vorab. Drei Kilometer nördlich von Smolinské liegt Šaštín-Stráže, ein etablierter Wallfahrtsort. Dort versammeln sich jedes Jahr Tausende Gläubige aus der Slowakei und Mähren.
Weitere Reiseziele entdecken: Osuské, Podbranc, Lakšárska Nová Ves, Šaštín-Stráže, Kúty, Sobotište, Hradište Pod Vrátnom, Moravský Svätý Ján.
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