Ostrov entdecken: Geschichte und Kultur
Unterkünfte in Ostrov
Ostrov bietet für einen Aufenthalt einen ungewöhnlich langen historischen Blick: Archäologische Funde reichen von der Vorgeschichte bis ins Mittelalter, während die Kirche des heiligen Imrich und die Kapelle auf dem Friedhof weitere Aspekte des Ortsbildes zeigen. Ostrov ist erstmals 1113 in der Zoborer Urkunde unter dem Namen „Stro“ schriftlich belegt.
Landschaft und frühe Spuren
Das Katastergebiet von Ostrov umfasst 802 Hektar und liegt im nördlichen Teil der Trnavaer Lösshügellandschaft. Die Oberfläche besteht aus Braunerden über tertiären Ablagerungen, Flusskiesaufschüttungen und Löss. Diese Angaben geben den landschaftlichen Rahmen für die Geschichte des Gemeindegebiets, dessen Fundstellen verschiedene Zeitabschnitte umfassen.
Bei Stráne–Zábranie wurden Keramikscherben sowie polierte und geschlagene Steinindustrie gefunden. Die Funde gehören zum Neolithikum und Äneolithikum und werden ungefähr auf die Zeit von 5000 bis 2000 v. Chr. datiert. Die beiden Bezeichnungen stehen für unterschiedliche Abschnitte der Vorgeschichte; die breite Datierung umfasst mehrere Jahrtausende.
Auch Pažitie trägt zu diesem Bild bei: Dort kamen Scherben der Lengyel-Kultur aus etwa 3500 v. Chr. und eine Radiolaritklinge ans Licht. In Sedlište sind Spuren prähistorischer und mittelalterlicher Siedlungen aus mehreren Zeitabschnitten belegt. Zu den ältesten Funden dort zählen Scherben der jüngeren Linearbandkeramik aus etwa 5000 v. Chr.
Römische Funde und das historische Ortsbild
Die Fundgeschichte setzt sich in der römischen Kaiserzeit fort. Nordöstlich des Friedhofs von Ostrov wurden Überreste einer Hütte aus dem 3. bis 4. Jahrhundert n. Chr. festgestellt. Im Katastergebiet fand man außerdem an mehreren Stellen rot glänzende römische Keramik, die sogenannte Terra Sigillata. Die mittelalterlichen Funde und die spätere Bezeichnung der Fundstelle Sedlište deuten auf eine untergegangene Siedlung im Außenbereich von Ostrov hin.
Eine Katasterkarte von 1898 zeigt eine seltene Rundlingsform. Die Häuser waren um einen Platz angeordnet, und es gab nur eine Zufahrtsstraße. Später wurde diese Siedlungsform durch eine straßenbegleitende Reihensiedlung ersetzt. So lässt sich die kartierte frühere Anordnung klar von der späteren Entwicklung unterscheiden.
Kirche und Kapelle
Die Kirche des heiligen Imrich war ursprünglich barock und wurde 1804 im klassizistischen Stil umgebaut. Der einschiffige Bau hat einen vorgebauten Turm, eine flache Decke und ein oval abgeschlossenes Presbyterium. Am Ort der heutigen Kirche könnten außerdem Spuren eines älteren Kirchenbaus und eines angrenzenden Friedhofs erhalten sein. Diese Deutung bleibt möglich, nicht sicher.
Auf dem Friedhof steht die Kapelle der Sieben Schmerzen Mariens. Die kleine gemauerte Kapelle hat einen rechteckigen Grundriss, einen geraden Abschluss, ein Stahlbetondach und ein verziertes Kreuz. Zur Kapelle gelangen Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder mit dem Bus; kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es in der Umgebung. Prüfen Sie die Anreisehinweise vor Ihrem Besuch. Das Immaculata-Denkmal, „Pomník Panny Márie Immaculaty“, ist als nationales Kulturdenkmal im ÚZPF eingetragen.
Weinberge in historischen Aufzeichnungen
Historische Aufzeichnungen nennen für 1715 insgesamt 51 Kopáčov Weinberge, umgerechnet 1 ha 28 a 52 m². Für 1720 sind 35 kv beziehungsweise 88 a 2 m² verzeichnet, für 1753 53 kv beziehungsweise 1 ha 49 a 94 m². Im Jahr 1769 wurden 64,125 Jutár Weinberge und 47 Jutár brachliegende Weinberge festgehalten.
Zusammen ergeben die Funde, die schriftliche Ersterwähnung, die Siedlungsformen und die Baugeschichte mehrere eigenständige Zugänge zu Ostrov. Die archäologischen Zeitstellungen reichen weit zurück; Kirche, Kapelle und die Aufzeichnungen zu Weinbergen ergänzen dieses Bild um spätere Abschnitte der Ortsgeschichte.
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