Kvašov – Geschichte und Natur in den Weißen Karpaten
Unterkünfte in Kvašov
Kvašov liegt im nördlichen Teil der Weißen Karpaten. Zu den prägenden Namen des Ortes gehören die Ostrá Hora und der Bach Kvašov, der auch Suchlica heißt. Die Ortsgeschichte reicht von Fundstellen der Jungsteinzeit bis zu einer slawischen Siedlung; Rad- und Wanderrouten ergänzen die Themen für einen Aufenthalt.
Frühe Siedlungen und archäologische Funde
Auf dem Gebiet von Kvašov lebten bereits in der Jungsteinzeit, also vor 3.000 bis 4.000 Jahren v. Chr., Menschen an den Fundstellen Starice und Hôrka. Auf der Ostrá Hora war das Hradisko in der späten Bronzezeit und der älteren Eisenzeit besiedelt. Zu den dort gefundenen Gegenständen gehören steinerne und bronzene Objekte, ein Knochenpfriem und eine kleine Tonfigur. Unterhalb der Ostrá Hora bei Majer bestand im 8. und 9. Jahrhundert eine slawische Siedlung.
Ostrá Hora, Bach und Pflanzenwelt
In einem tiefer gelegenen Teil von Kvašov erhebt sich die Ostrá Hora auf 492 m ü. NN. Der Bach Kvašov fließt durch den Ort und ist auch unter dem Namen Suchlica bekannt. Beide Bezeichnungen meinen dasselbe Gewässer: Es ist 8,4 km lang, ein rechtsseitiger Nebenfluss der Lednica und ein Gewässer IV. Ordnung. Seine Quelle liegt in den Weißen Karpaten, im Teilgebiet Vršatecké bradlá.
Auch die Pflanzenwelt ist durch konkrete örtliche Angaben beschrieben. Der kommunale Entwicklungsplan für 2015–2025 hält für Kvašov insgesamt 189 Arten höherer Pflanzen fest. Vier davon werden als selten oder gefährdet eingestuft: Convallaria majalis, Melittis melissophyllum, Ranunculus auricomus agg. und Scrophularia umbrosa. Für die Umgebung beschreibt derselbe Plan blütenreiche Wiesen mit einer Mischung aus Wiesen-, Saum- und Waldpflanzen sowie Arten, die trockene, warme oder feuchte Bedingungen bevorzugen. Außerdem hebt er die große Vielfalt an Wirbellosen hervor.
Radfahren und Wandern
Der kommunale Entwicklungsplan für 2015–2025 führt eine empfohlene und genutzte Radroute durch Kvašov auf. Über sie besteht Anschluss an die markierte Váh-Radmagistrale 002, die durch Horovce führt. Außerdem nennt der Plan den von Radfahrern genutzten Rundkurs Horovce–Kvašov–Lednica–Dolná Breznica–Lednické Rovne. Für Wanderer beschreibt er einen grün markierten Weg von Lednické Rovne über die Höhen rund um die Ostrá Hora bis nach Lednica. Die Radangaben umfassen damit sowohl eine Verbindung durch Kvašov als auch einen Rundkurs; beim Wanderweg ist der Verlauf über die Höhen um die Ostrá Hora der markante Bezug. Da die Routenangaben den Zeitraum 2015–2025 betreffen, prüfen Sie vor Ihrer Tour die aktuelle Beschilderung und Wegführung.
Kapelle und Einkehr
Im Zentrum steht die 1973 errichtete Kapelle der Sieben Schmerzen Mariens; vor ihr befindet sich ein Kreuz mit Jesus Christus. Auf dem Gipfel der Ostrá Hora steht eine Schutzhütte mit Feuerstelle und Sitzbänken. Prüfen Sie vor einem Besuch den Zustand der Hütte.
Der Entwicklungsplan für 2015–2025 beschreibt in Kvašov ein Gasthaus in einer ehemaligen Schule aus der Zeit der Ersten Republik. Das Gebäude wurde vollständig aus Lehmziegeln errichtet; seine Mauern sind bis zu einem Meter dick. Wenn Sie dort einkehren möchten, prüfen Sie vorab, ob das Gasthaus aktuell geöffnet ist.
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