Malá Čausa entdecken
Unterkünfte in Malá Čausa
Malá Čausa verbindet eine Lage am Südhang des Žiar-Gebirges mit Dorfgeschichte, traditionellem Handwerk und Radbezügen. Der Ort liegt im Tal des kleinen Bachs Čausanka, der auch Čermel heißt; die Siedlung zieht sich in Nord-Süd-Richtung entlang des Gewässers. Für Reisende entsteht so ein Ortsrahmen, in dem sich Baugeschichte, sakrale Architektur und Ostereierkunst neben Landschaft und Radfahren betrachten lassen.
Ortsgeschichte und Bauformen
Malá Čausa gilt als altslawische Siedlung aus dem 12. Jahrhundert. Die zeitliche Einordnung ins 12. Jahrhundert und der überlieferte Urkundenname aus dem Jahr 1430 stehen für zwei verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte.
Die ältesten Häuser wurden aus ungebrannten Ziegeln errichtet. Erst im letzten Jahrzehnt vor 1900 begann man, nach dem Vorbild der deutschen Häuser in Handlová, mit dem Bau aus Stein. Auch heute gibt es in Malá Čausa traditionelle Häuser mit Lehmböden. So stehen frühe Ziegelbauten und der später beginnende Steinbau neben einem Merkmal traditioneller Häuser, das bis heute vorhanden ist.
Ostereierkunst und Handwerk
In Malá Čausa wirkt Margita Šimková, Meisterin des ÚĽUV für die Herstellung von Ostereiern. Sie fertigt batikierte Eier, verziert sie reliefartig mit Wachs und beklebt sie mit Stroh. Nach 2000 nahm sie zusätzlich die Perforationstechnik in ihr Sortiment auf. Mária Kršková verziert Ostereier mit Reliefwachstechnik und beherrscht auch die Madeiro-Technik. Die beiden Handwerkerinnen stehen für unterschiedliche Verfahren innerhalb der Ostereierkunst: Bei Šimková kam die Perforation nach 2000 hinzu, während Kršková neben Reliefwachs auch Madeiro beherrscht.
Kapelle, Denkmal und Natur
Die Kapelle Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz ist ein einschiffiger neoklassizistischer Bau aus dem Jahr 1902. Sie wurde 2002 renoviert, befindet sich in gutem Zustand und dient weiterhin ihrem religiösen Zweck. Baujahr und Renovierung markieren zwei Etappen ihrer Geschichte. Wenn Sie die Kapelle besuchen möchten, klären Sie den Zugang bitte vorab.
Das SNP-Denkmal in Malá Čausa wurde am 27. August 1972 zum 28. Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstands enthüllt. Zwei geschützte Linden auf einem Friedhof ergänzen die Kultur- und Geschichtsthemen um einen konkreten Naturbezug im Ort.
Radfahren und Sport
Der Bojnický-Radfahrkreis umfasst einen 20 km langen Abschnitt auf dem Gebiet der Mikroregion, der über Handlová, Ráztočno, Jalovec, Chrenovec, Malá Čausa und Brezany führt. Eine Radroute führt von Malá Čausa weitere 3 km nach Jalovec, dann etwa 2 km in Richtung Ráztočno und endet nach den letzten ungefähr 2,5 km beim Steinbruch in Remata. Die ungefähren Distanzen und genannten Zielorte geben dabei konkrete Anhaltspunkte für die Einordnung dieser Radbezüge.
Auch örtliche Sportstätten gehören zum Bild der Gemeinde. Auf dem Fußballplatz befindet sich eine rekonstruierte Tribüne. Der Freizeitaktivitätskomplex mit Multifunktionssportplatz gilt als sportlich-kulturelles Zentrum für Einwohner und Besucher und ergänzt die Themen Handwerk, Baugeschichte und Landschaft um einen sportlichen Bezug.
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