Včelince an der Slaná: Archäologie und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Včelince
Včelince liegt am linken Ufer des Flusses Slaná. Das Gebiet war in der Vorgeschichte und in der frühen historischen Zeit kontinuierlich besiedelt. Die Ortsgeschichte verbindet prähistorische Bestattungen, Bronzezeitfunde, einen Kirchenbau aus dem 18. Jahrhundert und einen archäologischen Lehrpfad.
Archäologische Funde und Grabhügel
Am Fundplatz Feketesár befinden sich Bestattungen der Bodrogkeresztúr-Kultur aus der Zeit von 3300 bis 2800 v. Chr. In Grab 1 wurden fünf anthropomorphe Urnen mit der Asche Verstorbener gefunden. Damit stehen sowohl die zeitliche Einordnung der Bestattungen als auch ein konkreter Grabfund im Mittelpunkt.
Anders gelagert ist der Fund von Lászlófala: Dort wurde 1907 ein bronzezeitlicher Depotfund mit 117 Schmuckstücken und Waffen entdeckt. Ein bronzener Anhänger aus dem Depotfund von Včelínce wurde zum Emblem des Weltkongresses für Archäologie von 1991. Die Fundplätze zeigen unterschiedliche Seiten der regionalen Archäologie: Bestattungen in Feketesár und ein umfangreicher Depotfund in Lászlófala.
Auch die Grabhügel gehören zu den markanten archäologischen Zeugnissen. Die Grabhügel von Včelince zählen zu den ältesten Grabhügeln Mitteleuropas. Ein Grabhügel misst 70 Meter im Durchmesser und ist 7 Meter hoch. In einem Teil der Gemeinde ist noch der Aufschüttungsrest eines der größten Grabhügel der Slowakei erkennbar.
Lehrpfad und Ortsgeschichte
Das archäologische Denkmal ist als Lehrpfad mit fünf Stationen gestaltet. Eine Beschreibung aus dem Jahr 2023 berichtet von Tafeln an den Fundstätten, die Funde aus der späten Steinzeit und der Bronzezeit erläuterten. Die Beschreibung nennt außerdem räumliche Modelle von Gegenständen aus dem Leben damaliger Bewohner und getreue Repliken vorgeschichtlicher Artefakte als Bestandteile der Darstellung. Wenn Sie den Lehrpfad einplanen, prüfen Sie vorab seinen aktuellen Zustand.
Kirche und weitere Anknüpfungspunkte
Die römisch-katholische Kirche des heiligen Stephanus des Königs wurde 1773 erbaut; ihr Turm stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das barocke Kircheninterieur wurde 2002 vollständig restauriert. Als Pfarrkirche trägt sie den slowakischen Namen „Kostol sv. Štefana Uhorského“. Die unterschiedlichen Daten beziehen sich auf Bauzeit, Turm und Restaurierung des Innenraums und lassen sich so als getrennte Etappen der Baugeschichte einordnen.
Im Gemerské múzeum in Rimavská Sobota werden Funde aus der archäologischen Forschung in Včelince, darunter der „Božský trias“, ausgestellt. Prüfen Sie vor einem Museumsbesuch, ob die betreffenden Stücke weiterhin zu sehen sind.
Beim Malý Včelinský jarmok präsentieren Verkäufer jedes Jahr ihre handwerklichen Arbeiten. Eine Gemeindeankündigung aus dem Jahr 2024 beschreibt die jährliche Wiederkehr des Festes. Wenn Sie den Markt zum Anlass Ihrer Reise machen möchten, prüfen Sie die Termine für das jeweilige Jahr.
Lage, Anreise und Natur
Ein ornithologischer Hinweis aus dem Jahr 2020 hält fest, dass Fachleute an der Talsperre Včelince ein Schwanenpaar beringten. Für die Anreise nennt eine Beschreibung aus dem Jahr 2023 die Lage nahe der Schnellstraße R2 und die Ausfahrt bei Tornaľa. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Route.
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