Šimonovce: Dorfanger, Toleranzkirche und historische Häuser
Unterkünfte in Šimonovce
Šimonovce verbindet die Lage in der Aue der Rimava mit einer ausgeprägten historischen Ortsstruktur. Für Reisende, die einen Aufenthalt planen, sind die Landschaft des Gemeindegebiets, der Dorfanger und die unterschiedlichen Bauformen prägende Themen. Sie reichen von der reformierten Toleranzkirche bis zu Wohnhäusern und einer klassizistischen Kurie.
Lage und Landschaft
Šimonovce liegt im südlichen Teil des Beckens Rimavská kotlina, in der Aue der Rimava. Das Gemeindegebiet ist unbewaldet und umfasst sowohl ebenes als auch hügeliges Gelände. Ausgeprägte Terrassen gehören ebenfalls zu seiner Geländeform. Tertiäre Mergel, Tonsteine und Sandsteine sind von Flussablagerungen und Lösslehmen bedeckt. So treffen in der Beschreibung des Ortes die Lage im Becken und an der Rimava auf unterschiedliche Geländeformen. Das Gemeindegebiet lässt sich deshalb nicht allein als eben charakterisieren: Auch Hügel und Terrassen gehören zu seinem Landschaftsbild.
Kirche und Denkmalzone
Die reformierte Toleranzkirche wurde 1790 auf älteren Fundamenten errichtet und ist das älteste Denkmal von Šimonovce. Beide Angaben bezeichnen unterschiedliche Zeitebenen: 1790 ist das Jahr der Errichtung, während die Fundamente älter sind. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann an diesem Beispiel Baujahr und ältere Grundlage auseinanderhalten.
Unabhängig davon wurde die Denkmalzone von Šimonovce 1996 ausgewiesen. Ihre nahezu intakt erhaltene lineare Bebauung gruppiert sich um einen breiten, länglich-rechteckigen Dorfanger, durch den eine Straße führt. Kirche und Denkmalzone stehen damit für zwei verschiedene Maßstäbe der Ortsgeschichte: die Geschichte eines einzelnen Sakralbaus und die räumliche Ordnung des Dorfes.
Wohnhäuser und weitere Bauformen
Die an der Straße gereihte Bebauung der Denkmalzone stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. Die Häuser haben drei oder mehr Räume, sind aus Lehmwellersteinen und Ziegeln gemauert sowie verputzt und gekalkt. Sie gruppieren sich um die verbreiterte Straße. So prägen sowohl die einzelnen Häuser als auch ihre Reihung und die verwendeten Materialien die Wohnarchitektur des Ortes.
Das Volkswohnhaus in Šimonovce 109 ist ein Backsteinhaus aus dem Jahr 1863. Das Volkswohnhaus mit Areal wurde 1963 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Die Jahreszahlen bezeichnen verschiedene Vorgänge: 1863 das Baujahr des Hauses, 1963 seine Erklärung zum nationalen Kulturdenkmal.
Eine andere Bauform zeigt die klassizistische Kurie. Sie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut und ist ein eingeschossiger Baukörper mit rechteckigem Grundriss. Auf der Hofseite befindet sich eine ursprüngliche Säulenloggia. Bei der Kurie richtet sich der Blick damit auf den Baukörper und seine Hofseite, während die Wohnhäuser vor allem durch ihre Reihung an der Straße charakterisiert sind. Der Erhaltungszustand der Kurie gilt als schlecht; eine ihrer Fassaden wurde modernisiert und stark verändert. Da sich ein Gebäudezustand ändern kann, empfiehlt es sich, vor einem geplanten Besuch aktuelle Informationen einzuholen.
Šimonovce mit dem Fahrrad einordnen
Die Fahrradroute von Rimavská Sobota über Jesenské und Šimonovce zum Stausee Hostice verläuft auf asphaltierten Straßen und ist für verschiedene Fahrradtypen geeignet. Der benannte Verlauf und der Straßenbelag geben Radreisenden konkrete Anhaltspunkte für ihre Planung. Wenn Sie die Route nutzen möchten, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Routenstand.
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