Okres Revúca: Natur, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Okres Revúca
Der Okres Revúca lässt sich über sehr unterschiedliche Themen kennenlernen: von Höhlen und Kalksteinfelsen über Wander- und Radwege bis zu romanischer Kunst und regionalen Spezialitäten. Wer ein Hotel für den Aufenthalt sucht, kann zuerst überlegen, ob Naturerlebnisse, historische Orte oder Kultur den eigenen Reiseplan prägen sollen.
Höhlen, Schluchten und besondere Landschaften
Die Bobačka-Höhle ist das umfangreichste Höhlensystem des Nationalparks. Sie umfasst mehr als fünf Kilometer unterirdische Räume mit reicher Sinterausstattung. Einen ganz anderen Landschaftseindruck bietet das öffentlich zugängliche Hrdzavá-Tal: Dort finden sich Wasserfälle oder Kaskaden, und die von steilen Kalksteinfelsen gesäumte Schlucht ist nahezu 600 Meter tief.
Bei Studňa hält die Schachthöhle Ľadová jama dank ihrer klimatischen Bedingungen selbst im Sommer Eis am Grund. Über dem Eingang befindet sich eine Aussichtsplattform. Das Naturschutzgebiet Cigánka verbindet die mit der Burg verbundene historische Stätte mit Lebensräumen seltener Pflanzen und Tiere. So stehen unterirdische Natur, Felslandschaft und geschützter Lebensraum als unterschiedliche Aspekte der Region im Mittelpunkt.
Wanderwege, Radstrecken und Tierbeobachtung
Auf der Muránska planina gibt es Möglichkeiten zum Wandern und Skitourengehen. Das ganzjährig zugängliche Netz von Wanderwegen ist insgesamt mehr als 310 Kilometer lang. Daneben sind dort mehr als 150 Kilometer Radwege ausgewiesen. Wer sich für eine Erkundung zu Pferd interessiert: Die Huculská magistrála wurde für Besucher geschaffen, die die umliegende Landschaft vom Rücken eines Huzulenpferdes aus erleben möchten. Sie führt durch die Berge und Täler des Slowakischen Erzgebirges und der Muránska planina.
Ein genaueres Profil bietet der Lehrpfad Náučný chodník Muránsky hrad: Er ist 6,5 Kilometer lang, mittelschwer, dauert etwa zwei Stunden und 30 Minuten und weist 530 Höhenmeter auf. Diese Angaben helfen, Länge, Anspruch, ungefähre Zeit und Höhenunterschied bei der Tagesplanung auseinanderzuhalten. An der Lehrstätte Studňa gelten andere Zugangsbedingungen: Sie ist ausschließlich für Fußgänger zugänglich; bei günstigen Schneeverhältnissen im Winter auch für Langläufer. Ein Radweg führt nicht dorthin.
Am Sysľovisko Biele vody bei Muráň können Besucher von Frühjahr bis Herbst eine Zieselkolonie aus nächster Nähe beobachten. Erdhörnchen lassen sich dort auch mit der Hand füttern. Das Beobachtungsfenster von Frühjahr bis Herbst unterscheidet sich damit vom ganzjährig zugänglichen Wanderwegenetz der Muránska planina.
Eine weitere vier Kilometer lange Option ist die ökologische Lehrroute Gemerská zelená cesta. Sie verläuft über Dämme und technische Bauwerke der unvollendeten Gemerer Eisenbahn zwischen dem Platz von Revúca und dem ehemaligen Kurgebiet. Die Route ist für Fußgänger, Radfahrer, Familien mit Kindern und Nordic-Walking-Gehende geeignet. Im Vergleich zum Lehrpfad Muránsky hrad sind hier nicht Höhenmeter und Gehzeit, sondern die Verbindung zur Geschichte der Eisenbahn und die ausdrücklich genannten Nutzergruppen die hilfreichen Orientierungspunkte.
Burgruine, Rotunde und Museen
Die erste schriftliche Erwähnung der Burg Muránsky hrad stammt aus dem Jahr 1271; sie bezeichnet die Burg als „castum Mwran“. Ihre Ruinen stehen auf dem Felsen Cigánka innerhalb des gleichnamigen nationalen Naturschutzgebiets. Die historische Stätte und die Lebensräume des Schutzgebiets ergänzen sich dort als unterschiedliche Seiten desselben Ortes.
In Šivetice steht die Rotunde der heiligen Margareta von Antiochia. Mit einem Innendurchmesser von elf Metern ist sie die größte romanische Rotunde ihrer Art in der Slowakei und in Mitteleuropa. Ihre spätromanischen Fresken zeigen das Leben und Martyrium der heiligen Margareta und gelten als älteste hagiografische Geschichte in der slowakischen bildenden Kunst. Auch die Kirche von Rákoš bewahrt ein markantes Wandgemälde: Die Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit wurde 1993 entdeckt und zeigt Gott als sitzende Gestalt mit drei Gesichtern und vier Augen.
In Revúca befindet sich das Museum des Ersten Slowakischen Gymnasiums in einem Gebäude eines nationalen Kulturdenkmals. Das Gebäude diente dem Slowakischen Evangelischen Gymnasium von 1862 bis 1874. Das Stadtmuseum von Jelšava vermittelt die Geschichte der Stadt sowie Wissenswertes über Bergbau, Glockengießerei und Gubárstvo. Die Bergbauausstellung in Rákošská Baňa ist nach vorheriger Vereinbarung zugänglich. Wer kulturelle Sehenswürdigkeiten über einzelne Gebäude hinaus einordnen möchte, findet mit der Gotická cesta eine thematisch-kulturelle touristische Route: Sie gilt als erste ihrer Art in der Slowakei und bildet zusammen mit einem Abschnitt im Spiš einen 276 Kilometer langen Rundkurs.
Regionale Spezialitäten
Auch die Muránske buchty gehören zur lokalen Geschichte. Sie werden in Muráň seit den 1970er-Jahren gebacken und nach einer Unterbrechung wieder hergestellt. Im Januar 2018 wurde für sie eine Schutzmarke eingetragen. Damit bietet sich neben Landschaft und Baugeschichte ein eigener kulinarischer Bezugspunkt für die Reiseplanung.
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