Uhorské: Wälder, Stausee und Geschichte
Unterkünfte in Uhorské
Uhorské liegt im südlichen Teil des Slowakischen Erzgebirges, im Tal des Uhorštiansky-Bachs. In der Nähe befindet sich der Abschnitt Stolické vrchy desselben Gebirges. Wälder, Stausee und historische Bau- und Handwerksspuren prägen unterschiedliche Seiten der Gemeinde. Für die Reiseplanung bieten sie klare Anknüpfungspunkte: Landschaft und Tierwelt stehen neben der Geschichte von Mühle, Kirche, Herrenhaus und Holzhandwerk.
Waldlandschaft und Tierwelt
Im östlichen und nördlichen Teil des Gebiets überwiegen Eichenwälder. Das weitläufige Waldgebiet bietet essbare Pilze sowie Waldfrüchte, darunter Brombeeren und Hagebutten. Seit etwa 1960 brüten Weißstörche in Uhorské; jedes Jahr ziehen sie dort erfolgreich zwei bis drei Jungvögel auf. Schwarzstörche brüten in Ceriny und Farkaška.
Der Stausee Uhorské
Der Stausee Uhorské umfasst 3,17 Hektar. Er wurde 1960–1961 errichtet und 1982–1983 erweitert; in diesen Etappen entwickelte sich schrittweise auch ein Erholungs- und touristisch-rekreatives Zentrum. Der Slowakische Anglerverband bewirtschaftet den See als Karpfenzucht- beziehungsweise Zuchtteich. Eingesetzt werden Karpfen, Zander und Hechte.
Bei einem Besuch zählt neben der Gesamtfläche auch die Zugänglichkeit der Ufer: Ein Drittel ist unzugänglich und zum Fischfang ungeeignet. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, welche Uferabschnitte zugänglich sind; die Zugangsbeschränkungen können sich ändern.
Kirche, Herrenhaus und Mühle
Die Kirche steht auf einer Anhöhe im zentralen Teil der Gemeinde, nahe dem Friedhof. Sie ist eine klassizistische Kirche mit barocken Elementen und wurde 1803–1808 anstelle einer älteren Holzkirche aus dem Jahr 1610 errichtet. Die beiden Bauphasen geben der Ortsgeschichte einen langen zeitlichen Bogen: Auf den Holzbau des frühen 17. Jahrhunderts folgte der Kirchenbau des frühen 19. Jahrhunderts.
Das ehemalige Herrenhaus in Uhorské entstand 1810–1812 als geräumige Gutsherrenunterkunft des letzten feudalen Grundherrn Farkaš-Szentiványi. Nach 1848 übernahm die Gemeinde das Gebäude. Es wurde mehrfach rekonstruiert, im Inneren umgebaut und an neue Bedürfnisse angepasst. Die Baugeschichte umfasst damit sowohl seine ursprüngliche Funktion als auch spätere Veränderungen.
Oberhalb des Dorfes liegt die aufgegebene Uhorštiansky-Mühle. Der ursprüngliche Wasserzulauf zu einem großen Mühlrad geht auf 1570 zurück; das Rad trieb die Räder der gesamten Mühle an. Diese Mühlentechnik gehört zu einer deutlich früheren Zeitschicht als der Stausee des 20. Jahrhunderts.
Holzhandwerk und musikalische Tradition
Im Jahr 1770 gehörten in Uhorské Fässer, Tröge sowie verschiedene hölzerne Teile für Wagen und Pflüge zur Holzverarbeitung. Auch in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg waren das Wagnerhandwerk und die Herstellung gedrechselter Holzgegenstände verbreitet. Die Ortsgeschichte umfasst damit sowohl ein breites Spektrum an Gebrauchsgegenständen als auch spezialisierte Arbeiten am Wagen und an gedrechseltem Holz. Zur musikalischen Tradition in Uhorské wurde außerdem die Zimbal-Musik, die dort beliebt war.
Anreise und regionale Einordnung
Busverbindungen erschließen Uhorské; die erste Bushaltestelle wurde 1948 eingerichtet. Für Ihre konkrete Fahrt prüfen Sie vor der Abreise den aktuellen Fahrplan. Von Uhorské aus besteht außerdem eine mögliche Verbindung zum Erholungsgebiet Kokava nad Rimavicou.
Weitere Reiseziele entdecken: Veľká Ves, Cinobaňa, Ozdín, Kokava Nad Rimavicou, Hradište, Poltár, Utekáč, Hrnčiarska Ves.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Poltár.