Udovice: Dorfgeschichte und Weinbau
Unterkünfte in Udovice
Udovice spricht Reisende an, die sich für Dorfgeschichte, Weinbau und die Landschaft am Udovice-Bach interessieren. Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Udovice suchen, können diese Schwerpunkte bei der Wahl des Reiseziels helfen. Die Themen reichen von archäologischen Funden und Baugeschichte bis zu örtlichen Bräuchen.
Landschaft und Anreise
Udovice liegt an den Ufern des Udovice-Bachs und überwiegend am Oberlauf des Bachs auf dem sogenannten Donau-Riegel in 191 Metern Höhe. In Udovice befindet sich außerdem eine Quelle namens Zmajevac. Bach, Oberlauf, Höhenangabe und Quelle beschreiben unterschiedliche Aspekte der örtlichen Landschaft: Gewässer, Relief und eine benannte Naturstelle. Der bewohnte Ortsteil Jugovo von Udovice ist auch unter dem Namen Golden Hill (Mons aureus) bekannt.
Die asphaltierte Straße nach Belgrad ist die Zufahrt nach Udovice; nach etwa vier Kilometern zweigt über die Siedlung Jablan eine weitere asphaltierte Straße zum Dorf ab.
Kirche und historische Spuren
Die Dorfkirche wurde 1939–1940 erbaut. Ihre Schutzpatronin ist die große Märtyrerin Marina; ihr Fest wird jedes Jahr am 30. Juli gefeiert. Baujahr und Festtag geben zwei verschiedene Zeitbezüge: Zum einen markieren sie die Entstehungszeit des Kirchengebäudes, zum anderen einen jährlich wiederkehrenden Termin im religiösen Kalender des Dorfes.
In Udovice wurden Zufallsfunde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit registriert. Ein im heutigen Dorf gefundenes bronzenes Applike aus dem 1. oder 2. Jahrhundert zeigt eine Mänade mit einem Kranz aus Blumen und Blättern auf dem Kopf. Damit stehen zwei frühe Fundperioden neben einem zeitlich eingeordneten antiken Bildmotiv.
Am mit dem ehemaligen Kloster Kokora verbundenen Ort sind Fundamentspuren sichtbar. Neben dem ehemaligen Kloster sind auch Spuren eines Friedhofs sichtbar. Der örtlichen Überlieferung zufolge lag früher im Gebiet von Udovice ein Dorf namens Podgorica.
Weinbau und örtliche Bräuche
Obst- und Weinbau haben in Udovice eine lange und reiche Tradition. Eine ältere Reisebeschreibung beziffert den Anteil von Obstgärten und Weinbergen an der 1.119 Hektar großen Fläche Udovices auf 88 Prozent. Ein Bericht vom 14. Februar 2006 nennt für Beli breg und das gegenüberliegende Zlatno brdo die Rebsorten „hamburg“ und „muskant italija“.
Ein ethnografischer Zeitungsbericht vom 14. Februar 2006 beschreibt als örtlichen Brauch, einen Zweig vom ertragreichsten Rebstock abzuschneiden und damit die Heiligenikonen im Haus zu schmücken. Zum Trifuntag schildert der Bericht ein Ritual: Vor Sonnenaufgang betritt man die Weinberge und begießt die angeschnittenen Rebstöcke sowie den gefrorenen Boden mit Wein, damit das Jahr ertragreich wird. Die Bräuche verbinden den Weinstock mit unterschiedlichen Lebensbereichen: dem Schmuck der Hausikonen und einem Ritual in den Weinbergen.
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