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Der Zweite Turm, auch Castello della Cesta genannt, steht 755 Meter über dem Meeresspiegel auf dem höchsten Gipfel des Monte Titano. Er bildet den mittleren Abschnitt eines Panoramawegs, der die drei historischen Türme von San Marino verbindet. Im Turm befindet sich außerdem das Museum für antike Waffen. Rund 700 Exponate unterschiedlicher Typen und Epochen geben der Sammlung ihren eigenen Schwerpunkt.
Die Türme und das Welterbe
Die drei Türme lassen sich an ihren unterschiedlichen überlieferten und baulichen Rollen unterscheiden. Die Guaita, der Erste Turm, ist der älteste; um das Jahr 1000 soll sie den ersten Bewohnern als Zufluchtsort gedient haben. Ein Besuch umfasst die Gefängnisse und den Mastio, der über eine Treppe erreichbar ist. Der Dritte Turm, Montale, ist durch eine lange Mauer mit den beiden anderen verbunden und hatte im Mittelalter eine strategische Verteidigungsfunktion. Die Cesta wiederum vereint ihren Platz im Panoramaweg mit dem Waffenmuseum. So treten Zufluchtsort, Verteidigung und Sammlung als verschiedene Aspekte des Turmensembles hervor.
Das Welterbe San Marino Historic Centre and Mount Titano umfasst 55 Hektar. Dazu zählen der Monte Titano und die historische Altstadt von San Marino. Zum Welterbe gehören auch Befestigungstürme, Mauern, Tore und Bastionen. Wer sich für Geschichte und Bauwerke interessiert, findet hier verschiedene Teile eines befestigten Ortsbildes zusammengefasst: einzelne Türme, verbindende Mauern und weitere Elemente der Befestigungsanlagen.
Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Das Museo di Stato bewahrt rund 5.000 kunsthistorisch, archäologisch und numismatisch bedeutende Objekte auf. Viele stammen aus der Republik San Marino und dokumentieren ihre Geschichte. Die Bandbreite der Sammlungsgebiete unterscheidet das Museum von der auf antike Waffen konzentrierten Ausstellung in der Cesta. Die San Marino National Gallery befindet sich in den Logge dei Volontari in der Altstadt.
Das Saint Francis Museum nutzt die historischen Räume des gleichnamigen Klosters neben der 1361 errichteten Kirche. In den Loggien des historischen Klosterhofs zeigt es Gemälde von Guercino, Gerolamo Marchesi da Cotignola und Nicolò Liberatore. Damit verbindet sich der Ort des Museums mit einem benannten Kreis von Künstlern, während die Sammlungen des Museo di Stato unterschiedliche kunsthistorische und wissenschaftliche Gebiete abdecken. Das Briefmarken- und Münzmuseum zeigt historische Materialien, die das Postamt von San Marino ab 1877 verwendete.
Kirchen, Wege und regionale Küche
Auch die Kirchen bieten konkrete architektonische Details: Die Basilica del Santo hat drei Schiffe und sechs mit Gemälden geschmückte Altäre. In der Chiesetta di San Pietro befinden sich zwei vollständig in den Fels gehauene steinerne Lagerstätten. Sie werden traditionell den Heiligen Marino und Leone zugeschrieben. Hier stehen somit die sichtbare Gestaltung einer Basilika und eine überlieferte Zuschreibung in einer kleinen Felskirche nebeneinander.
Der Cammino del Santo Marino führt nach dem Überschreiten der Grenze zwischen Italien und San Marino zur Taufquelle im Castello di Acquaviva und zum Sacello del Santo an der Felswand der Baldasserona. Von dort setzt sich der Weg in Richtung Altstadt fort. Die genannten Stationen geben dem Weg eine eigene Abfolge, getrennt von der Verbindung der drei Türme durch den Panoramaweg.
Zur Gastronomie San Marinos gehören typische Aufschnittwaren aus der Region, gegrilltes Fleisch, hausgemachtes Brot und Piada beziehungsweise Piadina. Auch Gerichte mit Milch und Käse werden genannt. Für Ihre Reiseplanung eröffnet das neben Türmen, Sammlungen und sakraler Architektur einen kulinarischen Blick auf die Region.
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