Kizlyarskiy Rayon: Natur und Geschichte
Unterkünfte in Kizlyarskiy Rayon
Der Kizlyarskiy Rayon lässt sich über konkrete Kontraste erschließen: Ein Naturreservat, Seen und Strände am Kaspischen Meer stehen neben archäologischen Denkmalen aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Landschaftsthemen reichen vom Vogelhabitat am Agrakhan-Golf bis zur Zone der Arakum-Seen; die historischen Zeugnisse reichen von der Antike bis ins 16. Jahrhundert. Wenn Sie unterschiedliche Reiseinteressen abwägen, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte statt eines einzigen Reisemotivs.
Agrakhan-Golf und Naturreservat
Das Naturreservat „Agrakhansky“ liegt teilweise im Kizlyarskiy Rayon; weitere Teile liegen im Babayurtovskiy Rayon und im Kirovskiy Rayon der Stadt Machatschkala. Der Agrakhan-Golf im Rayon ist Teil des Staatlichen Naturreservats von föderaler Bedeutung „Agrakhansky“. Ein Erlass vom 8. April 1983 richtete das Reservat ohne zeitliche Begrenzung ein.
Zum Schutzgebiet gehören die Naturlandschaft des Agrakhan-Golfs und des angrenzenden Kaspischen Küstengebiets sowie Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Wasser- und andere wassergebundene Vögel. Der Golf ist ein Laichgebiet für Störe und zugleich ein Vogelnistgebiet. Im Winter gibt es am Golf und in den angrenzenden Gebieten viele Zugvögel. Zu den im Reservat geschützten Tieren zählen kaukasische Hirsche, Wildschweine, kaukasische Otter, Fasane, Schwäne, Gänse, Pelikane und Störe.
Seen, Winter und Kaspische Küste
Im Süden des Kizlyarskiy Rayon liegt die Zone der Arakum-Seen. Sie umfasst eine Gruppe von Seen und Stauseen, die als natürliche Gewässer durch Überschwemmungen des Flusses Terek entstanden sind.
Im Winter friert der Uferbereich der Arakum-Seen zu; dadurch entstehen Bedingungen für das Eisangeln. Die jahreszeitliche Veränderung bringt damit eine andere Facette der Seenlandschaft ins Spiel als die offene Wasserfläche. An der Kaspischen Küste bei Krainovka sind die sandigen Strände flach. In einer Entfernung von 150 bis 200 Metern vom Ufer beträgt die durchschnittliche Wassertiefe höchstens 1,5 Meter.
Archäologische Zeugnisse und Siedlungsgeschichte
Das archäologische Denkmal „Nekrasovskoye Gorodishche“ wird auf das 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. datiert. Es liegt fünf Kilometer südöstlich des Dorfes Nekrasovka. Ein weiteres historisches Zeugnis befindet sich zwischen den Dörfern Alexandria und Krainovka: Dort liegen die Überreste eines dreimaurigen Städtchens aus dem 16. Jahrhundert, einer der ersten Festungen des Russischen Staates im Nordkaukasus.
Die beiden Orte stehen für unterschiedliche historische Zeiträume: Das Nekrasovskoye Gorodishche wird der Antike zugeordnet, während die Überreste zwischen Alexandria und Krainovka aus dem 16. Jahrhundert stammen. Neben diesen konkreten archäologischen Zeugnissen ist der Kizlyarskiy Rayon ein Gebiet mit kompakter Besiedlung durch Terek-Kosaken. So ergänzen ein langfristiger kultureller und siedlungsgeschichtlicher Zusammenhang die einzelnen historischen Orte.
Schwerpunkte für Ihre Reiseplanung
Für Ihre Planung können Sie zunächst überlegen, welches Thema Sie besonders interessiert: das Schutzgebiet und seine Vogelwelt, die Seen und ihre winterliche Veränderung, die Küstenlandschaft bei Krainovka oder die archäologischen Zeugnisse. Diese Schwerpunkte stehen für unterschiedliche Seiten des Kizlyarskiy Rayon und helfen dabei, die eigenen Interessen für die Reise zu ordnen.
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