Taman zwischen Kosakenkultur und Archäologie
Unterkünfte in Taman
In Taman stehen Kosakenkultur, Archäologie und Literaturgeschichte nebeneinander. Die Kosakenhöfe von «Ataman» vermitteln Alltag und Bräuche der Schwarzmeer-Kosaken; das Siedlungsareal «Germonassa-Tmutarakan» bewahrt materielle Spuren verschiedener Bevölkerungsgruppen. Eine Ausstellung zu Lermontows Reisen, eine Kirche aus dem Jahr 1793 und eine lebendige Quelle ergänzen das Bild. So können Sie bei der Reiseplanung entscheiden, ob Sie den Schwerpunkt eher auf Handwerk, historische Zeitspuren oder regionale Weinkultur legen möchten.
«Ataman»: Kosakenalltag und Handwerk
Der Ausstellungskomplex «Ataman» ist eine Freilicht-Kosakenstaniza. Er liegt auf dem archäologischen Gelände der Nekropole der Siedlung «Germonassa-Tmutarakan». Die Kosakenhöfe vermitteln Alltag, Kultur und Bräuche der Schwarzmeer-Kosaken. Für Gäste gibt es auch Möglichkeiten zum Mitmachen: Sie können sich im Töpfern, Schmieden, Sattlerhandwerk und Weben versuchen. Dazu kommen das Herstellen einer schützenden Kräuterpuppe und einer Kerze aus echtem Bienenwachs sowie das Einlegen von Gemüse nach Kubaner Rezepten. Handwerkliche Tätigkeiten und die Zubereitung von Lebensmitteln stehen damit als unterschiedliche Zugänge zum Thema nebeneinander.
Archäologische Zeitschichten
Das Siedlungsareal «Germonassa-Tmutarakan» bewahrt Kulturschichten mit materiellen Überresten verschiedener Bevölkerungsgruppen, die dort vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis zum 18. Jahrhundert lebten. Die Schichten reichen bis zu 12 Meter tief, stellenweise bis zu 14 Meter. Zusammen mit der Lage von «Ataman» auf dem archäologischen Gelände der Nekropole ergibt sich ein klarer Bezug zwischen dem Ausstellungskomplex und dem benannten Siedlungsareal. Die Zeitspanne der Funde umfasst dabei viele Jahrhunderte, nicht nur eine einzelne historische Episode.
Literatur, Kirche und Quelle im Zentrum
Die literarische Ausstellung «Dve poezdki Lermontova na Kuban» beleuchtet historische Einzelheiten von Lermontows Reisen in den Kaukasus und seinen Aufenthalten in Taman in den Jahren 1837 und 1840. Damit richtet sie den Blick auf zwei konkrete Jahre in seiner Verbindung zur Region. Ein weiterer datierter Bezugspunkt ist die Kirche der Fürbitte der Allerheiligsten Gottesgebärerin: Sie wurde 1793 erbaut und geweiht. Der Türkische Brunnen ist eine lebendige Quelle im Zentrum von Taman. Seine Geschichte ist mit einer alten Legende verbunden; so stehen an diesem Ort die Beschreibung einer Quelle und eine überlieferte Erzählung zusammen.
Weinangebote in Taman und der Region
Das Enologiezentrum Chateau Tamagne bietet verschiedene Führungsprogramme an. In seiner Gastrobar werden önogastronomische Kombinationen angeboten. Die Führungen und das Angebot der Gastrobar sind zwei getrennte Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung mit dem Thema Wein. Prüfen Sie vor der Planung das aktuelle Führungsprogramm sowie Termine und Preise.
Im übergeordneten Reiseziel Region Krasnodar führt die Route «Vinnye dorogi Krasnodarskogo kraya» über Anapa, Taman, Golubitskaya, Sennoy, Moldavanskoye, Novorossiysk, Abrau-Dyurso, Fedotovka und Gelendzhik. Taman ist damit einer der auf der Route aufgeführten Orte. Die Route vermittelt die mehr als 2.500-jährige Geschichte des Weinbaus und der Weinherstellung in der Region Krasnodar, von der Antike bis in die Gegenwart, und nutzt dafür interaktive Ausstellungen und Installationen. Zu den beschriebenen Möglichkeiten zählt der Besuch von 20 Weingütern; diese Zahl kann sich ändern. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Routenverlauf und die Besuchsmöglichkeiten.
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