Kaljasin: Klostergeschichte, Museen und Wolgablick
Unterkünfte in Kaljasin
Kaljasin verbindet eine lange Klostergeschichte mit Museen und historischen Bauwerken. Für die Reiseplanung lohnt es sich, die unterschiedlichen Themen des Ortes in den Blick zu nehmen: Die Klosterinsel und die Kirchen stehen für ältere Abschnitte der Stadtgeschichte, während die Museen vielfältige Sammlungen und Ausstellungsschwerpunkte bieten. Ein Spaziergang an der Wolga eröffnet eine weitere Perspektive auf Kaljasin.
Klosterinsel und Stadtgeschichte
Nach der Anlage des Uglich-Stausees wurde die Klosterinsel vom Festland getrennt. Makariy Kaljazinski gründete dort im 15. Jahrhundert das Dreifaltigkeitskloster; später entstand die Stadt Kaljasin um das Kloster. Die Makaryevskaya-Kapelle steht auf dem Fundament des Dreifaltigkeitsklosters. Diese Orte geben der Geschichte Kaljasins einen klaren zeitlichen Zusammenhang: Die Klostergründung ging der späteren Entwicklung der Stadt voraus.
Eine weitere historische Station ist die Christi-Himmelfahrtskirche. Sie wurde 1787 neben dem städtischen Friedhof erbaut, überstand die Überflutung bei der Anlage des Uglich-Stausees und wurde später wiederhergestellt. In ihrer Architektur vereinen sich klassizistische, eklektische und barocke Elemente.
Das Heimatmuseum und seine Sammlungen
Das Heimatmuseum Kaljasin ist in der 1781 erbauten Epiphanias-Kirche untergebracht und befindet sich weiterhin dort. Zu seinen Sammlungen gehören kirchliche Gegenstände, Gemälde, Grafik, Numismatik und Möbel sowie ethnografische und archäologische Sammlungen. Aus der Sammlung des Dreifaltigkeitsklosters von Kalyazin-Makariy bewahrt das Museum Fresken, Ikonen, seltene Bücher, monumentale Malerei, Gravuren, Lithografien und Fotomaterial.
Bei einer Führung durch die Hauptausstellung erfahren Besucher die Geschichte des Kalyaziner Dreifaltigkeits-Männerklosters vom 15. bis zum 20. Jahrhundert und etwas über das Leben des heiligen Makariy Kaljazinski. Zu den Inhalten der Führung zählen auch Dokumente aus dem 17. Jahrhundert und Reliquien aus Zarenhäusern.
Bauwerke und Stadtbild
An der Moskovskaya-Straße stehen zwei- und dreigeschossige steinerne Kaufmannshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Sie werden den Familien Ryzhkov, Korovkin, Semyonov und Lyakhov zugeordnet. An der Karl-Marx-Straße steht ein Denkmal für Macarius von Kalyazin.
Die 1935 erbaute Gorbaty-Brücke führt sowohl eine Straßen- als auch eine Eisenbahnstrecke. Zusammen mit den Kirchen und Kaufmannshäusern zeigt sie, wie unterschiedliche Bauaufgaben und Epochen im Stadtbild vertreten sind, ohne dass dafür ein einzelner Baustil den Ort allein prägt.
Museen und Märchenthemen
Das Retro Garage Museum zeigt Oldtimer und historische Gegenstände wie Film- und Kinokameras, Wählscheibentelefone, Radioempfänger und Schreibmaschinen. Das Museum „Volgari“ behandelt die Geschichte der Stadt, die nach der Anlage des Stausees überflutet wurde. Das Museum „Svetopis“ widmet sich der Geschichte der Fotografie und Kinematografie. Eine Ausstellung im Kalyaziner Museum für mobile Geräte behandelt die Geschichte des Mobiltelefons und ist dem früheren Mobilfunkgeschäft „Euroset“ gewidmet.
Im Touristenpark „Gusiny Ostrov“ gibt es interaktive Programme mit Baba Yaga und weiteren Figuren aus russischen Märchen. Im Innenbereich des Parks wurde außerdem eine Dauerausstellung von Künstlern aus Kaljasin eröffnet. Das Anwesen der Baba Yaga ist ein Museumskomplex mit Holzhäusern, geschnitzten Figuren und Gestalten aus russischen Märchen.
Beim Haus des Kunsthandwerks befindet sich in Kaljasin außerdem ein Spitzenmuseum. Klären Sie vor der Planung, ob ein Besuch aktuell möglich ist.
Spaziergang an der Wolga
Die Uferpromenade von Kaljasin bietet sich für Spaziergänge an. Von dort können Sie auf die Wolga und den über dem Wasser aufragenden Glockenturm der Nikolauskathedrale blicken. Das Gelände ist noch nicht gestaltet.
Weitere Reiseziele entdecken: Rogozha, Dolgushka, Biryuchyovo, Shchitnikovo, Beschezk, Peno, Rodnya, Kolesnikovo
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