Kalininskiy rayon: Museen, Gedenkorte und Flusslandschaft
Unterkünfte in Kalininskiy rayon
Im Kalininskiy rayon reichen die Besuchsthemen von Ausstellungen zu Militärgeschichte und Kunst bis zu einem historischen Kirchenbau und einer Flusslandschaft. In Emmaus stehen Museen zur Kalininer Front und zu W. A. Serow; in Mednoje prägt ein Gedenkkomplex die Erinnerung an Opfer politischer Repression. Ein weiteres Museum ist dem Sänger Sergej Lemeschew gewidmet.
Militärgeschichte und Gedenken
Das Museum der Kalininer Front befindet sich in Emmaus. Seine Ausstellung behandelt elf große Militäroperationen, darunter die Kalininer Verteidigungsoperation und die Kalininer Angriffsoperation. Die beiden benannten Beispiele geben einen konkreten Einblick in die Themen der Ausstellung.
Der Gedenkkomplex Mednoje erinnert an sowjetische Bürger, die in den 1930er- bis 1950er-Jahren Opfer politischer Repression wurden, sowie an erschossene polnische Kriegsgefangene aus dem Ostaschkow-Lager des NKWD der UdSSR. Das Museums- und Informationszentrum im Komplex widmet sich Ereignissen der Mitte des 20. Jahrhunderts. Es erzählt anhand von Lebensgeschichten von Einwohnern der Oblast Kalinin, die unter Repressionen litten und später rehabilitiert wurden. So stehen am selben Gedenkort sowohl die Erinnerung an Verfolgte und Ermordete als auch persönliche Lebensgeschichten im Mittelpunkt.
W. A. Serow: Sammlung und Gutsgeschichte
Das W.-A.-Serow-Memorial-Kunstmuseum in Emmaus besitzt mehr als 300 Exponate, darunter persönliche Gegenstände, seltene Fotografien und Dokumente sowie Originalgemälde Serows. Die Sammlungsgröße kann sich ändern. Das Hausmuseum W. A. Serows in Domotkanowo setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine Ausstellung umfasst vier Räume und behandelt die Geschichte des Gutshofs, seine Eigentümer und Gäste sowie das dortige Kulturleben. Ein eigener Abschnitt ist Serows Aufenthalt auf dem Gut und den dort entstandenen Werken gewidmet. Für Ihre Themenwahl lässt sich der Unterschied so fassen: In Emmaus steht die Sammlung im Vordergrund, in Domotkanowo die Geschichte des Anwesens und seines Kulturlebens.
Sergej Lemeschew in Staroye Knyazevo
Das Museum von Sergej Jakowlewitsch Lemeschew (1902–1977), Volkskünstler der UdSSR und Solist des Bolschoi-Theaters, wurde am 12. Juli 1986 in seinem Heimatdorf Staroye Knyazevo gegründet. Die Initiative dazu ging vom Sänger und Musikhistoriker W. D. Wassiljew aus. Seit 1990 ist das Museum in einem wiederaufgebauten Gebäude auf dem alten Fundament der Kirchenschule untergebracht, in der Lemeschew von 1911 bis 1914 lernte. Damit verbindet die Geschichte des Hauses Lemeschews künstlerische Laufbahn mit seiner Schulzeit im Heimatdorf.
Kirchenbau in Turginowo
Die Kirche der Fürbitte der Gottesmutter in Turginowo wurde von 1824 bis 1835 mit Mitteln I. N. Nepljuews erbaut und von 1876 bis 1887 erweitert. Der klassizistische Bau ist fünfkuppelig und vierpfeilig und weist zugleich Elemente des pseudorussischen Stils auf. Ein mehrgeschossiger Glockenturm unter einer Turmspitze ergänzt den Bau. An der Kirche lassen sich so unterschiedliche architektonische Merkmale und mehrere Bauphasen betrachten.
Akulkina Roshcha und die Flusslandschaft
„Akulkina Roshcha“ ist ein Kiefernwald am rechten Ufer der Wjasma, an ihrer Mündung in die Schoscha. Das Schutzgebiet liegt östlich des Dorfes Brednevo im Kalininskiy rayon der Oblast Twer. Neben den Museen und historischen Bauwerken eröffnet der Wald einen anderen Blick auf den Bezirk: Hier bestimmen Kiefern, Flussufer und Mündung die landschaftliche Beschreibung.
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