Nischni Tagil entdecken
Unterkünfte in Nischni Tagil
Für einen Aufenthalt in Nischni Tagil stehen Industriegeschichte und Museen im Mittelpunkt, ergänzt durch den Fox Mountain im Stadtzentrum und eine markierte Fußroute durch die Stadt. Wenn Sie ein Hotel in Nischni Tagil suchen, können diese unterschiedlichen Themen Ihrer Reiseplanung Orientierung geben: Das industrielle Erbe prägt die historischen Orte, während Natur- und Kunstsammlungen weitere Seiten der Stadt zeigen.
Industriegeschichte am Alten Demidow-Betrieb
Das Museum des Alten Demidow-Betriebs entstand auf dem Gelände des 1725 von der Demidow-Dynastie gegründeten Nischni-Tagiler Gusseisen- und Eisenwerks. Der Alte Demidow-Betrieb gilt als Russlands erstes Fabrikmuseum zur Geschichte der Eisenmetallurgie. Auf dem Gelände ist der Grundriss eines wasserbetriebenen Betriebs erhalten.
Gebäude und Ausrüstungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert veranschaulichen die Entwicklung der Metallurgietechnik und des Energiesystems mit Wasser, Dampf und Elektrizität. So stehen an diesem Ort sowohl die Anlage eines wasserbetriebenen Betriebs als auch die technische Entwicklung der Metallurgie im Blick. Für Reisende, die sich für Industriegeschichte interessieren, bietet das einen konkreten Zugang zu den verschiedenen Seiten des Themas.
Fox Mountain und seine Festtradition
Der Fox Mountain erhebt sich im Zentrum von Nischni Tagil und gilt als sehr alter, erloschener Vulkan. Der Fox Mountain mit seinem Turm gehört zum Nischni-Tagiler Museumsverbund des Museumsreservats „Bergbau-Ural“. Der Fox Mountain hat den Status eines Architekturdenkmals und gilt als Kulturerbestätte des Urals und Russlands. Der Turm selbst ist ein Architekturdenkmal von regionaler Bedeutung und ein wesentlicher Bestandteil der historischen Landschaft von Nischni Tagil.
Auf dem Fox Mountain finden jährlich kurz vor oder am Stadttag von Nischni Tagil Volksfeste statt. Die Termine und das Programm können variieren; prüfen Sie daher die konkreten Veranstaltungstage, wenn Sie Ihren Aufenthalt darauf abstimmen möchten. Die Festtradition entstand im 19. Jahrhundert. Ihr Umfang ist auf einem Gemälde dargestellt, das der Tagiler Leibeigenen-Künstler Isaak Khudoyarov zwischen 1830 und 1840 schuf. Der Brauch geriet später in Vergessenheit und kehrte etwa anderthalb Jahrhunderte danach zurück.
Museen von Naturkunde bis Kunst
Das Museum für Natur und Umweltschutz in Nischni Tagil zeigt Uralmineralien wie Malachit, Rhodonit, Jaspis und Amethyst sowie Tiere des Uralwaldes. Hinzu kommen Insekten- und Fischsammlungen und die Skelette eines männlichen und eines weiblichen Mammuts sowie eines Mammutkalbs. Das Kunstmuseum Nischni Tagil setzt einen anderen Schwerpunkt: Es zeigt russische Kunstwerke aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Zu den Höhepunkten der Sammlung zählt die „Tagiler Madonna“, die Raffael zugeschrieben wird.
Das Museums- und Ausstellungszentrum EVRAZ NTMK widmet sich der Geschichte des Werks und der Eisenmetallurgie im Ural. Zu den Ausstellungen gehören Modelle laufender Produktionsanlagen sowie Beiträge über verdiente Metallurgen und Erfinder. Im Zentrum gibt es außerdem Ausstellungssäle, in denen Werke der dekorativen und angewandten Kunst von Metallurgen und Einwohnern der Stadt gezeigt werden. Damit reicht das Spektrum von industrieller Technik und Arbeitsgeschichte bis zu Kunst aus der Stadt.
Die Malachit-Linie als Fußweg durch die Stadt
Die Malachit-Linie ist der wichtigste Fußweg durch Nischni Tagil. Ein grüner Streifen auf dem Straßenbelag markiert die Route, die historische, kulturelle und architektonische Orte aus Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Sie bietet damit einen roten Faden, um die unterschiedlichen Themen der Stadt bei der Reiseplanung einzuordnen. Wer vor allem die industrielle Geschichte erkunden möchte, findet diese sowohl am Alten Demidow-Betrieb als auch im EVRAZ-Zentrum; das Natur- und das Kunstmuseum setzen davon klar unterscheidbare Sammlungsschwerpunkte.
Weitere Reiseziele entdecken: Asbest, Belokamennyy, Baltym, Revda, Resch, Kirovgrad, Bilimbay, Reftinsky.
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