Demyanskiy rayon: Natur, Gedenkorte und Geschichte
Unterkünfte in Demyanskiy rayon
Knyazhna Gora bei Peski verbindet eine markante Landschaftsform mit einer langen Siedlungsgeschichte. Der etwa 30 Meter hohe Hügel ist ein Gletscherrest und ein archäologisches Denkmal von föderaler Bedeutung. Vom 6. bis zum 9. Jahrhundert befand sich hier das alte Siedlungszentrum Demon na Yavoni. Wer sich für Landschaft und frühe Besiedlung interessiert, findet an diesem Ort zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Rayons.
Landschaft und Schutzgebiet
Im übergeordneten Reiseziel Oblast Nowgorod erstreckt sich der Valdaysky-Nationalpark über die Bezirke Valdaysky, Demyanskiy und Okulovsky. Er ist ein großes Schutzgebiet im europäischen Teil Russlands. Der größte See des Nationalparks, der Velyo, liegt 40 Kilometer nordöstlich von Demyansk. Er hat drei weitläufige Seebereiche sowie zahlreiche Buchten und Inseln und erstreckt sich über 17 Kilometer von Norden nach Süden.
Museen und Geschichte in Demyansk
Das Zentrum für Geschichte und Kultur des Demyanskiy Rayon befindet sich in Demyansk im ehemaligen Wohnhaus des Kaufmanns G. M. Smetanin. Das Gebäude ist ein Baudenkmal aus dem späten 19. Jahrhundert. Im Saal „Militärgeschichte von Demyansk“ geht es um Divisionen, Fliegerhelden und Partisanen, die Demyansk während des Großen Vaterländischen Krieges verteidigten; außerdem enthält der Saal Exponate aus dieser Zeit.
Weitere Räume führen in andere Themen ein: Ein Saal zum bäuerlichen Alltag umfasst Haushaltsgegenstände aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der heimatkundliche Saal behandelt die Geschichte Demyansk und zeigt eine Ausstellung zur Flachsverarbeitung von Hand sowie eine Sammlung von Gegenständen aus Birkenrinde. Im Zentrum werden Gruppen- und Einzelrundgänge sowie thematische Führungen durch die Säle angeboten. Wenn Sie eine Führung einplanen, klären Sie die aktuellen Arrangements vor dem Besuch.
Auch Denkmäler prägen die historische Perspektive auf Demyansk. Das Denkmal für die Artilleristen der Nordwestfront besteht aus einer 45-mm-Panzerabwehrkanone des Modells von 1937 auf einem hohen Sockel. Der Gedenkkomplex der Nordwestfront symbolisiert den Demyansk-Kessel und den anschließenden Brückenkopf, um den die Truppen der Front eineinhalb Jahre lang schwere Kämpfe führten. Eine Steinkapelle in Demyansk wurde 1884 zum Gedenken an Alexander II. errichtet.
Gedenkorte in Lychkovo
Auf dem Bahnhofsvorplatz von Lychkovo wurde 2005, zum 60. Jahrestag des Sieges, feierlich ein Denkmal für die im Großen Vaterländischen Krieg ums Leben gekommenen Kinder enthüllt. Ein weiteres Denkmal in Lychkovo erinnert an die Soldaten der 245. Schützendivision der 11. Armee der Nordwestfront: Sie befreiten den Ort am 20. Februar 1943 von den deutschen Besatzungstruppen. Zur Militärgeschichte des Rayons führen zwei Exkursionsrouten zu den bekanntesten Militärgedenkstätten: Demyansk–Lychkovo und Demyansk–Tsemena–Korpovo.
Das Zentrum für die Erforschung der Geschichte des Dorfes Lychkovo bewahrt die Erinnerung an die Kriegsgeschichte des Dorfes und an die Leningrader Kinder, die am 18. Juli 1941 bei der Bombardierung eines Zuges am Bahnhof Lychkovo ums Leben kamen. Die Gedenkstätten und das Zentrum geben der Geschichte des Ortes jeweils einen eigenen Bezugspunkt.
Wrasskis Erbe in Nikolskoye
In Nikolskoye widmet sich das Zentrum für die Erforschung des Erbes von W. P. Wrasski dem Ichthyologen und örtlichen Adligen Wladimir Pawlowitsch Wrasski, dem Gründer der ersten Fischzuchtanlage Russlands. Die gezeigten Materialien behandeln seine Familiengeschichte und Biografie, seine Arbeit an der künstlichen Fischzucht sowie die Gründung und weitere Geschichte der Anlage. Damit steht neben den militärhistorischen Themen auch die Entwicklung der Fischzucht im Mittelpunkt eines Besuchs im Demyanskiy rayon.
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