Jelez: Handwerk, Spitzenkunst und Stadtmuseen
Unterkünfte in Jelez
Jelez bietet für einen kulturorientierten Aufenthalt verschiedene museale Themen: traditionelles Handwerk, Spitzenkunst und Kunstsammlungen stehen neben der Geschichte einzelner Häuser. Wenn Sie ein Hotel in Jelez suchen, können diese Schwerpunkte bei der Wahl des Reiseziels eine Rolle spielen. Die Museen setzen unterschiedliche Akzente – von Handwerkstechniken und ihrer Vermittlung bis zu Kunstwerken und Gegenständen aus dem Besitz eines Komponisten.
Handwerk und Jelezer Spitze
Das Museum für Volkskunsthandwerk und Gewerbe zeigt, wie vielfältig die örtlichen Handwerkstraditionen sind. Zu den Themen zählen Lederverarbeitung, Schmiedekunst, Töpfer- und Filzhandwerk, Weidenflechten, Holzschnitzerei, Weberei, Stickerei und das Flechten von Bastschuhen. Auch die Jelezer Klavierharmonika gehört zur Sammlung. Über Jahrhunderte war Jelez für Spitzen- und Töpfertraditionen, Leder- und Schmiedearbeiten, Holzschnitzerei, Weberei und die Jelezer Klavierharmonika bekannt.
Besonders beliebt ist der Saal für Jelezer Spitze. Dort können Besucherinnen und Besucher beobachten, wie beim Klöppeln Spitzenmuster entstehen. Im Spitzenmuseum macht die Spitzenklöpplerin Larisa Petrowna Popowa mit den benötigten Hilfsmitteln vertraut und zeigt in der Saalmitte ihr Können. Die Spitze steht damit nicht nur als fertiges Muster im Mittelpunkt, sondern auch als Handwerk mit eigenen Werkzeugen und Arbeitsschritten.
Das Museum für Volkskunsthandwerk und Gewerbe bietet Workshops zu Weberei, Spitzenklöppeln, Stickerei, Perlenarbeiten, Stoffpuppen und Patchwork an. Besucherinnen und Besucher können sich dort außerdem mit Perlenarbeiten, Patchwork, Stoffpuppen, Weberei und gepresster Floristik vertraut machen. Zu den Bildungsangeboten gehören auch Beratungen, Themenführungen, Vorträge, Gespräche und Quizveranstaltungen. Wenn Sie an einem Workshop interessiert sind, empfiehlt es sich, die aktuellen Möglichkeiten vorab beim Museum zu erfragen.
Ein Museum in einem historischen Gebäude
Das Museum für Volkskunsthandwerk und Gewerbe wurde am 18. Mai 2007 in einem Gebäude eröffnet, das der Jelezer Kaufmann Alexander Nikolajewitsch Zausailow errichten ließ. Er war der letzte Eigentümer einer Tabakfabrik. Das vor 1918 aus rotem Backstein errichtete Jugendstilgebäude entstand nach einem Entwurf des Architekten Vilfart. Ursprünglich diente es als Kinderkrippe und Heim für die Kinder der Arbeiterinnen einer Tabakfabrik.
Zur Dekoration des Hauses gehören Majolikafliesen und ein Wandbild mit einem Pelikan über seinem Nest. Der Pelikan symbolisiert Mutterschaft und Kindheit. Die Geschichte des Gebäudes und seine heutige museale Thematik treffen hier aufeinander: Das Haus wurde für Kinder von Fabrikarbeiterinnen errichtet und beherbergt heute Sammlungen zu Handwerk und Gewerbe. Architekturdetails und Ausstellungsthema bilden dabei zwei eigenständige Aspekte des Museums.
Kunstsammlungen und Hausmuseen
Die Kunstabteilung des Jelezer Stadtmuseums für Heimatkunde öffnete am 4. Dezember 1981 erstmals für Besucherinnen und Besucher. Sie zeigt mehr als 300 Kunstwerke: Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Keramik, Kunstglas und antike Möbel. Die Zusammenstellung reicht damit von Arbeiten auf Papier und Leinwand bis zu plastischen und kunsthandwerklichen Objekten.
Im T.-N.-Chrennikow-Hausmuseum stehen Gegenstände aus dem Besitz des Komponisten im Mittelpunkt. Dazu zählen Manuskripte, Klavierauszüge, Partituren, Bücher mit Autografen des Komponisten, Fotografien, Gemälde und Tonaufnahmen. Überblicks- und Themenführungen ergänzen diesen Schwerpunkt. Das N.-N.-Schukow-Hausmuseum bietet ebenfalls Überblicks- und Themenführungen an; außerdem gibt es dort Filme über das Schaffen des Künstlers sowie Videoausstellungen. So können Sie zwischen kunsthandwerklichen Techniken, einer umfangreichen Kunstsammlung und den unterschiedlichen Themen der beiden Hausmuseen wählen.
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