Tichwin: Kloster, Ikone und Rimski-Korsakow
Unterkünfte in Tichwin
Tichwins Kulturgeschichte verbindet die Überlieferung der Tichwiner Ikone mit der Familiengeschichte des Komponisten Nikolai Rimski-Korsakow. An historischen Bauwerken und Museen treten unterschiedliche Seiten der Stadt hervor: die Geschichte eines Klosters und seiner Kathedrale sowie die eines Familienhauses, in dem heute ein Gedenkhausmuseum untergebracht ist. Eine weitere Möglichkeit, Sehenswürdigkeiten des alten Tichwin kennenzulernen, ist ein Rundgang zu Fuß.
Kloster, Kathedrale und Tichwiner Ikone
Das Tichwiner Historische, Gedenk-, Architektur- und Kunstmuseum befindet sich auf dem Gelände des alten Mariä-Entschlafens-Klosters, in den Gebäuden der Archimandriten- und Schatzkammerzellen. Seine zentrale Ausstellung ist der wundertätigen Tichwiner Ikone der Gottesmutter gewidmet. Sie behandelt deren Geschichte vom Erscheinen im Jahr 1383 bis zur Rückkehr in das Kloster im Jahr 2004. Der Überlieferung des Klosters zufolge erschien die Ikone am 9. Juli 1383 (neuen Stils) über Tichwin.
Auch die Baugeschichte lässt sich entlang konkreter Zeitpunkte einordnen. Der steinerne Dom der Mariä-Entschlafens-Kathedrale wurde von 1510 bis 1515 errichtet, um die wundertätige Ikone zu bewahren. Rund um die Kathedrale wurde bis 1560 ein Männerkloster gegründet. Die Daten markieren verschiedene Stationen: die überlieferte Erscheinung der Ikone, den Bau der Kathedrale und die Gründung des Klosters. In der Ausstellung reicht der historische Bogen weiter bis zur Rückkehr der Ikone im Jahr 2004.
Im Tichwiner Museum wird außerdem ein Workshop zur Ikonenmalerei angeboten. Besucher lernen dabei die Arbeitsschritte des Ikonenmalens kennen und malen ein Fragment der Besednaja-Ikone. Wenn Sie diese Aktivität einplanen möchten, stimmen Sie die Teilnahme direkt mit dem Museum ab.
Das Rimski-Korsakow-Haus und seine Familiengeschichte
Das Familiengut der Rimski-Korsakows in Tichwin wurde 1801 von Pjotr Woinowitsch Rimski-Korsakow, dem Großvater des Komponisten, errichtet. Seitdem wurde das Haus nicht wesentlich verändert. Erhalten geblieben sind originale Stuckgesimse, Türen, Öfen und Fußböden. Nikolai Rimski-Korsakow wurde 1844 in diesem Haus geboren; heute befindet sich dort sein Gedenkhausmuseum. Die Architektur und die biografische Verbindung zum Komponisten gehören so zum selben Ort.
Der interaktive Familienbereich des Gedenkhausmuseums N. A. Rimski-Korsakows vermittelt, wie Kinder in Adelsfamilien ihre Freizeit verbrachten. Besucher können Audioaufnahmen von Briefen der Familie anhören, Nachbildungen von Gesellschaftsspielen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts spielen und Bücher aus der Familienbibliothek durchblättern. Das Angebot verbindet Einblicke in die Familiengeschichte mit konkreten Aktivitäten und Objekten: Neben den Briefen stehen Spiele und Bücher im Mittelpunkt.
Rundgang und weitere Sehenswürdigkeit
Die Tour „Fünf Jahrhunderte Glauben“ ist ein Rundgang zu Fuß, der Sehenswürdigkeiten des alten Tichwin umfasst. Damit unterscheidet sich das Format von den thematischen Schwerpunkten der Museen: Der Rundgang führt zu mehreren Sehenswürdigkeiten, während die Ausstellungen jeweils ein Thema an einem Ort entfalten. Stimmen Sie Termin und Buchung mit dem Anbieter ab, wenn Sie die Tour in Ihre Planung aufnehmen möchten.
Auch das Tichwiner Wassersystem zählt zu den Sehenswürdigkeiten Tichwins. Zusammen mit den Kloster- und Ikonenstätten, dem Rimski-Korsakow-Haus und dem Rundgang ergibt sich ein Überblick über unterschiedliche kulturelle Anknüpfungspunkte der Stadt.
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