Novaya Ladoga: Dom, Suworow und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Novaya Ladoga
Novaya Ladoga erschließt sich über konkrete historische Themen: die Baugeschichte des Doms der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter, Suworows militärische Bezüge und eine Stadtführung zur Geschichte des Orts. Die jeweiligen Angaben beleuchten unterschiedliche Aspekte, vom Kirchenbau bis zur Prägung als provinzielle Kaufmannsstadt.
Dom und Vorgängerkirche
Der Dom der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter in Novaya Ladoga ist eine Steinkirche. Er wurde 1702 an der Stelle einer Kirche des Johannes-Theologen errichtet, die zum Ioannowski-Männerkloster gehörte. 1733 erhielt die Kirche eine Seitenkapelle zur Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter. Nach dieser Kapelle ist sie heute benannt. Die Jahreszahlen bezeichnen zwei unterschiedliche Schritte: den Bau der Steinkirche an der Stelle ihres Vorgängers und die spätere Ergänzung, aus der sich der heutige Name erklärt.
Suworow und das Susdaler Regiment
Das Susdaler Regiment war in Novaya Ladoga stationiert; sein Kommandeur war der spätere Feldherr Alexander Suworow. Ein weiterer Bezug führt ans Ufer des Wolchow: Dort verfasste Suworow das „Polkovoe uchrezhdenie“, ein Regelwerk, nach dem seine Soldaten später lebten. Damit stehen zwei verschiedene Aspekte nebeneinander: die Stationierung des Regiments in der Stadt und ein Schriftstück seines Kommandeurs, das für die Soldaten maßgeblich war. Das eine beschreibt den Standort eines Regiments, das andere Suworows Verfasserrolle und die spätere Befolgung seiner Regeln.
Stadtgeschichte auf einer Führung
Die Museum Agency der Oblast Leningrad bietet die Stadtführung „Tri veka Novoy Ladogi“ („Drei Jahrhunderte Novaya Ladoga“) zur Geschichte von Novaya Ladoga an. Zum Programm gehört die älteste Kirche der Stadt. Außerdem führt die Tour zum Ladoga-Umgehungskanal, den sie als Europas größtes wasserbauliches Bauwerk vom Anfang des 18. Jahrhunderts bezeichnet. Die Führung vermittelt auch den Charakter Novaya Ladogas als provinzielle Kaufmannsstadt. Prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit direkt beim Anbieter.
Ein regionaler Blick auf die Oblast Leningrad
Im übergeordneten Reiseziel Oblast Leningrad liegt der Naturpark Wepser Wald im äußersten Osten der Oblast. Er umfasst sieben Reservate mit besonders strengen Schutzbestimmungen. Im Park gibt es zahlreiche Seen; der größte ist der Lerinskoje-See im gleichnamigen Reservat. Zu den besonderen Werten zählen erhaltene alte Fichten- und Kiefernwälder in den Reservaten „Vepsskiy les“ und „Ashchozyorskiy“. Diese Wälder sind für zahlreiche Organismen wichtig, die nur in Wäldern überleben können, die nicht durch wirtschaftliche Nutzung gestört wurden.
Im Naturpark kommen Braunbären in größerer Zahl vor; außerdem wurde der in der Region äußerst seltene Vielfraß festgestellt. Dort leben traditionell auch die Wepser, ein kleines Volk Russlands mit eigener Kultur und eigenen Traditionen. Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Oblast Leningrad liegt die Festung Koporje. Sie ist ein Museum und ein Denkmal altrussischer Steinarchitektur. In ihrer heutigen Form ist sie seit dem 16. Jahrhundert erhalten; Teile des Mauerwerks stammen aus dem 13. Jahrhundert. Ein Besuch ohne Führung ist mit dem Multimediaführer „Koporskaya krepost 2.0“ möglich; prüfen Sie dessen aktuelle Verfügbarkeit bei der Planung. Das Besteigen der Mauern und Türme ist wegen ihres Notzustands verboten.
Weitere Reiseziele entdecken: Staraya Sloboda, Gorlovshchina, Shushary, Otradnoje, Priosersk, Gattschina, Tosno, Losevo
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