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Kobona – Geschichte der Straße des Lebens

Unterkünfte in Kobona

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Kobona ist eng mit der Geschichte der Straße des Lebens verbunden. Die historischen Bezüge reichen vom Fischerdorf als Evakuierungs- und Versorgungshafen über eine Eisroute im Blockadewinter bis zu Museum, Kirche und Gedenkzeichen. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so mehrere unterscheidbare Themen: die Rolle des Ortes während der Blockade, die Wege der Evakuierung und die Formen des Gedenkens.

Museum und Straße des Lebens

Das Museum „Kobona: Doroga zhizni“ wurde 1980 im Dorf Kobona eröffnet. Anfang der 1990er-Jahre begann das Museum „Doroga zhizni“ in Kobona seine Tätigkeit als Zweigstelle des Museumsreservats „Proryv blokady Leningrada“. Das zentrale Thema der Ausstellung im Museum „Kobona: Doroga zhizni“ ist die Straße des Lebens. Im Blockadewinter 1941–1942 verlief auf ihr eine Eisroute zwischen dem Dorf Kobona und dem Kap Osinovets.

Evakuierung, Kirche und Gedenken

Während der Blockade war das Fischerdorf Kobona ein wichtiger Evakuierungs- und Versorgungshafen an der Straße des Lebens. Innerhalb von zwei Jahren ermöglichten Kobonas Evakuierungsstellen mindestens einer Million Menschen die Ausreise auf das Festland und retteten ihnen damit das Leben. Hafenfunktion und Eisroute stehen für unterschiedliche Aspekte dieses historischen Geschehens: die Versorgung und die Evakuierung über das Wasser beziehungsweise über das Eis.

Die 1861 errichtete Kirche des heiligen Nikolaus des Wundertäters in Kobona bot den über die Straße des Lebens evakuierten Einwohnern Leningrads während der Blockade Schutz. Für die Einwohner Leningrads wurde die Kirche zu einem sichtbaren Symbol der Rettung und der Straße des Lebens.

2020 wurde neben dem Museum „Kobona: Doroga zhizni“ ein Gedenkzeichen für die Fahrer der Straße des Lebens aufgestellt. Die Idee für das Gedenkzeichen „Neizvestnomu voditelyu“ stammte von Blockadeüberlebenden, die über Kobona evakuiert worden waren, sowie von Alexander Moissejewitsch Gorodnizki, Wissenschaftler, Dichter und Barde, und Nikita Wladimirowitsch Blagowo, Direktor des Museums zur Geschichte der Karl-May-Schule und Vizepräsident der Russischen Genealogischen Gesellschaft. Das Denkzeichen verbindet die Symbole eines legendären anderthalbtonnigen Lastwagens, eines geretteten Jungen, der hoffnungsvoll durch die offene Fahrzeugtür in die Zukunft blickt, und eines Hefts mit einem 75 Jahre später verfassten Gedicht an den unbekannten Fahrer. Die Silhouette des Lastwagens entsteht aus dem Heft wie ein Bild aus Erinnerungen.

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Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Oblast Leningrad

Im äußersten Osten des übergeordneten Reiseziels Oblast Leningrad liegt der Naturpark Wepser Wald. Er umfasst sieben Reservate mit besonders strengen Schutzbestimmungen und zahlreiche Seen. Der größte ist der Lerinskoje-See im gleichnamigen Reservat. Zu den besonderen Werten des Parks zählen erhaltene alte Fichten- und Kiefernwälder in den Reservaten „Vepsskiy les“ und „Ashchozyorskiy“. Sie sind für zahlreiche Organismen wichtig, die nur in Wäldern überleben können, die nicht durch wirtschaftliche Nutzung gestört wurden. Braunbären kommen dort in größerer Zahl vor; außerdem wurde der in der Region äußerst seltene Vielfraß festgestellt. Im Park leben traditionell die Wepser, ein kleines Volk Russlands mit eigener Kultur und eigenen Traditionen.

Ein weiteres kulturhistorisches Thema im übergeordneten Reiseziel Oblast Leningrad ist die Festung Koporje. Sie ist ein Museum und ein Denkmal altrussischer Steinarchitektur. In ihrer heutigen Form ist sie seit dem 16. Jahrhundert erhalten; Teile des Mauerwerks stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die Festung kann ohne Führung mit dem Multimediaführer „Koporskaya krepost 2.0“ besucht werden. Bestätigen Sie dessen Verfügbarkeit bei der Planung. Das Besteigen der Mauern und Türme ist wegen ihres Notzustands verboten.

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