Reshma entdecken: Klostergeschichte und Wolgalandschaft
Unterkünfte in Reshma
In Reshma stehen für die Reiseplanung mehrere konkrete Themen nebeneinander: Dorf- und Klostergeschichte, Holzarchitektur sowie Spaziergänge in der Wolgalandschaft.
Museum und Klostergeschichte
Das 2016 eröffnete Museums- und Ausstellungszentrum Reshma widmet sich der Geschichte des Dorfes, dem Wirken im klösterlichen Dienst und den Volkstraditionen der Oberen Wolga. Im Zentrum sind zwei thematische Ausstellungen geöffnet: „Seiten der Geschichte des Makaryev-Reshma-Klosters“ und „Museum des bäuerlichen Alltags“. Prüfen Sie vor dem Besuch den aktuellen Stand.
Das Makaryev-Reshma-Kloster wurde 1927 geplündert und zerstört; seit den 1990er-Jahren wird dort das geistliche Leben wiederbelebt. Sein architektonisches Ensemble besteht aus befestigten Mauern, Wachtürmen und einem massiven Tor. Der Klostereingang führt durch ein Tor und zugleich durch eine Tor-Kirche zu Ehren des Erzengels Michael; in ihr wird eine alte Ikone desselben Heiligen aufbewahrt. Makary errichtete am Ufer der Wolga unterhalb eines Hügels eine schlichte hölzerne Kirche zu Ehren der Heiligen Lebenspendenden Dreifaltigkeit.
Holzhäuser und Wege in der Wolgalandschaft
Bei einem Spaziergang durch Reshma fällt der Blick auf schlichte Holzhäuser mit geschnitzten Fensterrahmen. Zu den Details gehören gedrehte „Öhrchen“ und „Ohrringe“, verzierte Gesimse und Säulen, Reliefschnitzereien sowie geschlossene Fensterläden. So lässt sich der Blick vom Gesamtbild der Häuser zu einzelnen Formen und Verzierungen lenken.
Eine andere Perspektive bietet der ökologische Wanderweg von Reshma zum Kap Ljubwi. Er führt durch Wald und einen Zedernhain; am Kap eröffnen sich Ausblicke auf die Wolgalandschaft. Während beim Spaziergang durchs Dorf die Fassaden und Schnitzereien im Mittelpunkt stehen, setzt dieser Weg einen Landschaftsakzent. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Zustand des Weges.
Oblast Iwanowo: Kunst, Landschaft und Handwerk
Im übergeordneten Reiseziel Oblast Iwanowo ist Plyos eine kleine Wolgastadt, deren natürliche Schönheit und gemächlicher Rhythmus seit jeher Kunstschaffende anziehen. Die Ausstellung „Kunsthandwerk der Region Iwanowo“ in Plyos zeigt Weberei und Stickerei, Erzeugnisse der Lackminiaturzentren Palekh und Kholuy sowie eine Schmucksammlung.
In Palekh reicht eine Ikonensammlung vom 14. bis 19. Jahrhundert. Ihre Ikonen stammen aus verschiedenen Teilen des Landes, von Nowgorod bis zum Ural und von der Wolgaregion bis in den russischen Norden. Auch die Kirche der Kreuzerhöhung bietet einen eigenen architektonischen Akzent: Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist im Naryschkin-Barockstil errichtet. Im Museum der Lackminiatur können Besucher in einem Workshop ein kleines Pappmaché-Objekt mit dem Feuervogel bemalen, einem Symbol Palekhs. Klären Sie vorab die aktuellen Workshoptermine.
Ein anderer Blick auf das kulturelle Erbe der Oblast Iwanowo eröffnet sich in Kholuy: Das Hausmuseum von Wassili Dmitrijewitsch Pusanow-Molew, dem Begründer der Kholuy-Lackminiatur, zeigt einfache Werkzeuge und Alltagsgegenstände eines gewöhnlichen Dorfhauses.
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