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Schaas: Kirchenburg und Kulturgeschichte

Unterkünfte in Schaas

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie Schaas als Ziel für eine kulturhistorisch geprägte Reise erwägen, treffen hier mehrere konkret benannte Themen zusammen: eine befestigte evangelische Kirche, weitere historische Kirchen und Josef Haltrichs Verbindung zum Ort. Die Bauformen, die historischen Datierungen und Haltrichs Biografie geben Ihnen unterschiedliche Ansatzpunkte, um zu entscheiden, ob Schaas zu Ihren Reiseinteressen passt.

Kirchenburg und Architektur

Das Ensemble der befestigten evangelischen Kirche ist als Denkmal den Zeiträumen 1500 bis 1525 sowie dem 17. bis 19. Jahrhundert zugeordnet. Die evangelische Kirche in Schaas ist als historisches Denkmal auf die Jahre 1820 bis 1832 datiert. Sie besitzt einen eingezogenen Chor und einen westlichen Glockenturm. Ein eingezogener Chor ist schmaler als der anschließende Kirchenraum. Kirche und Turm sind durch Pilaster und Gesimse zurückhaltend gegliedert. Der Turm trägt ein Pyramidendach mit farbig glasierten Ziegeln und eine mit Blech gedeckte Laterne; an der Laterne ist die originale Feston-Dekoration als Blechformteil erhalten.

Von der Kirchenburg sind Reste der Ringmauer, ein kleiner Wehrturm und ein Wehrgebäude erhalten. Das Wehrgebäude wurde vermutlich als Fruchthaus errichtet und soll während des Baus der neuen Kirche als Bethaus gedient haben. Eine Zustandsbeschreibung stuft das Wehrgebäude als kurz vor dem Einsturz ein; die Kirche weist demnach schwere konstruktive Schäden auf, die dringend behoben werden müssen. Informieren Sie sich vor einem Besuch über den aktuellen baulichen Zustand.

Weitere historische Bezüge

Auch die Biserica Schimbarea la Față in Schaas ist als historisches Denkmal auf 1805 bis 1821 datiert. Damit überschneiden sich die Datierungen beider Kirchen im Zeitraum 1820 bis 1821. Das Pfarrhaus in Schaas wird dem Kulturerbe der Gemeinde Apold zugerechnet.

Josef Haltrich und die Ortsgeschichte

Josef Haltrich kam 1872 nach Schaas, übernahm dort das Pfarramt und wurde auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt. Seine Märchensammlung Deutsche Volksmärchen aus dem Sachsenlande in Siebenbürgen erschien 1856 in Berlin; die Veröffentlichung wurde durch Jacob Grimm vermittelt. Das Werk erschien sechzehn Jahre vor Haltrichs Ankunft in Schaas. So lässt sich sein Bezug zum Ort von der früheren Publikation unterscheiden: In Schaas liegen seine spätere Pfarrtätigkeit und seine Beisetzung, während die Märchensammlung bereits zuvor in Berlin erschien.

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Orientierung und Ausblick

Vom Friedhof in Șaeș, an dessen Rand das Schaaser Feld liegt, bietet sich ein Ausblick auf das Dorf und die Umgebung. Die DJ 106 ist die wichtigste Zufahrtsstraße in das Șaeș-Tal und führt von Sibiu über Agnita, Apold und Șaeș nach Sighișoara bis zur DN 13. Am Ortsausgang in Richtung Sighișoara liegt bei Kilometer 10+100 der historische Haltepunkt Șaeș aus dem späten 19. Jahrhundert.

Für Ihre Reiseentscheidung lassen sich zwei Schwerpunkte klar unterscheiden: Die Kirchenburg bündelt Baugeschichte, erhaltene Wehrreste und Fragen zum baulichen Zustand; Haltrich verbindet Schaas mit Märchenliteratur, seinem Pfarramt und dem örtlichen Friedhof. So lässt sich der Ort sowohl über Architektur als auch über Literaturgeschichte einordnen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mures.

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