Hârtoape: Archäologie und Kirchengeschichte
Unterkünfte in Hârtoape
Hârtoape erschließt sich über die Geschichte der ehemaligen Siedlung Poieniţa und die Baugeschichte der Kirchen in Hârtoape und Poieniţa. Das archäologische Areal Poeniţa-Moară, die Ortsgeschichte am Siret und kulturelle Spuren einer Șezătoare eröffnen unterschiedliche Zugänge. Wenn Sie ein Hotel in Hârtoape suchen, bietet dieser historische Schwerpunkt einen konkreten Anhaltspunkt, um das Reiseziel nach seinen Orten und Zeitabschnitten einzuordnen.
Poeniţa-Moară: zwei historische Epochen
Das archäologische Areal Poeniţa-Moară liegt im Bereich der ehemaligen Siedlung Poieniţa am nordwestlichen Rand von Hârtoape. Es umfasst eine Siedlung aus der späten Bronzezeit, die mit der Noua-Kultur verbunden ist, sowie eine mittelalterliche Siedlung aus dem 15. Jahrhundert. Damit stehen zwei weit auseinanderliegende historische Horizonte im Mittelpunkt: die Bronzezeit und das Mittelalter. Für die Einordnung des Areals ist diese Spannweite wichtig; Poeniţa-Moară lässt sich nicht auf eine einzige Epoche reduzieren.
Poieniţa am Siret und in der Ortsgeschichte
Poieniţa liegt am linken Ufer des Siret südwestlich von Hârtoape und gehört heute zu Hârtoape. Die ehemalige Siedlung war auch unter dem Namen Ţintirimul bekannt. Die Bezeichnung verwies auf zahlreiche menschliche Knochenfragmente, die im unteren Teil der Siedlung gefunden wurden und dort weiterhin gefunden werden. Für 1834 erscheint Poieniţa sowohl als Gut im Suceava-Gebiet, im Ocolul Siretului, als auch als Weiler des Dorfes Hârtoapele. Die linke Uferlage und die Einordnungen für 1834 beantworten unterschiedliche Fragen: Die erste verortet Poieniţa geografisch, die Bezeichnungen Gut und Weiler geben die historische Einordnung für ein konkretes Jahr wieder.
Die Baugeschichte zweier Kirchen
Die Kirche Sfântul Mare Mucenic Dimitrie in Hârtoape wurde 1881 unter der Fürsorge des Priesters Sava Dăscălescu errichtet. 1959 erhielt sie eine Ölmalerei im byzantinischen Stil von dem Maler Ioan Zmeu aus Roman. Nach Reparaturen, Konsolidierungsarbeiten und der Restaurierung ihrer Malerei wurde die Kirche am 10. September 2000 erneut geweiht. Die Jahreszahlen ordnen drei Stationen: Errichtung, künstlerische Ausgestaltung und spätere Arbeiten mit erneuter Weihe.
Die Kirche Poieniţa ist den Heiligen Erzengeln Michael und Gabriel geweiht. Sie wurde mit Unterbrechungen zwischen 1966 und 1978 an der Stelle eines früheren Glockenturms errichtet. Im Vergleich zur Kirche Sfântul Mare Mucenic Dimitrie fällt die andere Bauzeit auf: Die Kirche in Hârtoape entstand 1881; der Bau in Poieniţa erstreckte sich mit Unterbrechungen bis 1978. So lassen sich die beiden Baugeschichten anhand ihrer unterschiedlichen Zeiträume und des früheren Glockenturmstandorts in Poieniţa unterscheiden.
Kulturelle Spuren und Siedlungsform
Bei einer Șezătoare in Poieniţa wurde Paparuda aufgeführt, ein altes Spiel zur Beschwörung von Regen. Traditionelle Tracht wurde den Dorfbewohnern erneut nahegebracht; außerdem wurden traditionelle Lieder, religiöser Gesang, Sprüche, Gedichte und alte Zurufe vorgetragen. Die genannten Elemente reichen damit von einem Spiel zur Regenbeschwörung bis zu gesungenen und gesprochenen Formen.
Die ehemalige Siedlung Poieniţa wurde offenbar nach einem von Spiru Haret ausgearbeiteten topografischen Plan angelegt. Breite parallele Straßen wurden von rechtwinklig verlaufenden Straßen gekreuzt; dadurch war die Orientierung leicht. Der klare Straßenplan ergänzt die zeitlich datierten Siedlungs- und Kirchengeschichten um die räumliche Ordnung der ehemaligen Siedlung.
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