Zum Inhalt

Boiţa: Kirchen, Römergeschichte und Olt-Landschaft

Unterkünfte in Boiţa

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Boiţa verbindet historische Bau- und Fundstätten mit einer Landschaft, die vom Olt und den umliegenden Höhen geprägt ist. Für einen Aufenthalt lassen sich zwei Schwerpunkte unterscheiden: die ortsbezogene Kirchen- und Römergeschichte sowie die Naturmerkmale der Gemeinde. So stehen unterschiedliche Zeitstufen und räumliche Maßstäbe nebeneinander.

Kirche, Baugeschichte und ländliches Ensemble

Die heutige Biserica Adormirea Maicii Domnului entstand zwischen 1812 und 1822. Sie ist orthodox und umfasst Pronaos, Naos und Hauptapsis; über dem Schiff erhebt sich eine Kuppel auf einer Trommel. Damit ist der Kirchenbau sowohl durch seine Bauzeit als auch durch seine klar benannten architektonischen Elemente gekennzeichnet.

Die heutige Kirche wurde am Standort oder in der Nähe einer älteren Holzkirche errichtet. Für die Mitte des 17. Jahrhunderts ist in Boiţa bereits eine Kirche belegt. Die örtliche Kirchenüberlieferung reicht damit über den Bau der heutigen Kirche hinaus, ohne dass sich der genaue Standort der älteren Holzkirche festlegen lässt.

Zum ländlichen Ensemble „Centrul localității“ in Boiţa gehören Zeugnisse aus dem 18. bis 19. Jahrhundert. Im Vorhof der Kirche steht nahe der Südwand eine steinerne Kreuz-Troiță, deren zwei Seiten beschriftet sind. Sie ist in diesem Gebiet ein singuläres Exemplar und lässt sich keiner der Typologien der Kreuze der Mărginimea Sibiului zuordnen.

Turm, Burg und Wegreste

Der Turnu-Roșu-Turm und das Castelul Turnu Roșu sind getrennte Bauwerke. Die Mauern des Turms sind 1,20 bis 1,50 Meter dick und größtenteils aus Flussstein errichtet. Das Castelul Turnu Roșu ist auf den Zeitraum 1533 bis 1930 datiert und dient heute als Centrul de plasament nr. 18.

Die erhaltenen Fragmente des Turnul Spart stammen aus dem 14. Jahrhundert. Der Fundplatz liegt auf einem schmalen Uferstreifen zwischen dem Olt und der Nationalstraße DN 7. Etwa 2 km südlich von Boiţa sind heute Reste des Weges sichtbar, den Einwohner „Drumul lui Traian“ nennen.

Anzeige

Ruda: Römerzeit und Landschaft

Das römische Kastell von Ruda war Teil des nordöstlichen Limes des Römischen Reiches in Dakien; seine Identifikation mit Caput Stenarum gilt als wahrscheinlich. Vom Fundplatz aus reicht der Blick zum Eingang der Bergschlucht des Olt, zum Kamm des Făgăraș-Gebirges und zum Parâng-Gebirge sowie über die transsilvanische Hügellandschaft und den Lauf des Olt.

Auch das Straßennetz gehört zur Geschichte des Fundplatzgebiets: Dort verzweigten sich Römerstraßen zur Provinzhauptstadt, nach Apulum und bis zur Ostgrenze Dakiens. Ruda verbindet so die römische Grenzgeschichte mit einem Landschaftsblick, der Berge, Hügelland und den Olt einbezieht.

Landschaft der Gemeinde

Die Gemeinde Boiţa liegt am Fuß des Lotru-Gebirges, dort, wo der Olt in den Turnu-Roșu-Pass eintritt. Ihre hügelige Landschaft weist Höhen zwischen 350 und 425 Metern auf. Auf den Vorlandhügeln und einigen höheren Terrassen wechseln sich Traubeneichenwälder (Quercus petraea) und Buchenbestände (Deschampsio–Fagion) ab.

Im Süden der Gemeinde, in der Turnu-Roșu-Senke und im ersten Abschnitt der Olt-Schlucht gibt es Felsrasen. Ein eigener Landschaftspunkt ist die kalte, frische Bergquelle Fântâna Împăratului im Turnu-Roșu-Pass, etwa 3 km südlich von Boiţa. Die Quelle wurde 1852 zu Ehren des Besuchs von Kaiser Franz Joseph in dieser Gegend gefasst.

Weitere Reiseziele entdecken: Gura Raului, Avrig, Vale, Arpaşu De Sus, Pojana, Porumbacu De Jos, Şelimbăr, Miercurea Sibiului

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hermannstadt.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.