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Apoldu de Sus: Kulturgeschichte und Wein

Unterkünfte in Apoldu de Sus

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Apoldu de Sus bietet mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für eine Reise mit Interesse an siebenbürgischer Kulturgeschichte: ein geschütztes Kirchenensemble, Spuren verschiedener Epochen, Landlergeschichte und Wein. Auch alte sächsische Häuser gehören zum Ortsbild; sie gelten als anmutig und farbenfroh. So können Sie die Themen der Reise gezielt auswählen, statt sie auf einen einzigen historischen Abschnitt zu beschränken.

Evangelische Kirche und Landlergeschichte

Das Ensemble der evangelischen Wehrkirche ist geschützt und im Kulturerberegister des Kreises geführt. Die Kirche wurde zwischen 1835 und 1838 errichtet, ihr Turm zwischen 1867 und 1869. Fragmente der befestigten Einfriedung werden dagegen in das 13. bis 16. Jahrhundert datiert. Kirche, Turm und Einfriedung stehen damit für unterschiedliche historische Zeiträume, die Sie bei der Beschäftigung mit dem Kirchenensemble auseinanderhalten können.

Auch die Geschichte der Landler gehört zur Identität von Apoldu de Sus, das ebenfalls Großpold genannt wird. Im Jahr 1752 kamen 168 Landler-Einwanderer hierher. Apoldu de Sus ist die westlichste der drei siebenbürgischen Landlergemeinden. Diese beiden Angaben geben der Ortsgeschichte einen konkreten zeitlichen und regionalen Bezug: Die Einwanderung ist mit einem Jahr und einer Zahl verbunden, während die Einordnung als westlichste Gemeinde die Stellung Großpolds innerhalb der drei Gemeinden beschreibt.

Museum und Orientierung im Ort

Das traditionelle Museum trägt den Namen „Bei meinen Nachbarn in Großpold“, auf Rumänisch „La vecinii mei din Apoldu de Sus“. Als Orientierung dient die Maria-Teresa-Straße, die örtlich auch „ulița de dindărăt“ genannt wird: Das Museum befindet sich gegenüber von Haus Nummer 231. Prüfen Sie diese Orientierung vor der Anreise erneut. Der Museumsname und der Straßenname bieten zugleich einen Zugang zu den deutschen und rumänischen Bezeichnungen, die mit Apoldu de Sus verbunden sind.

Archäologische Zeitspuren

Die archäologischen Orte ergänzen die neuere Kirchen- und Einwanderungsgeschichte um deutlich ältere Befunde. Bei „între Apoalde“ umfasst eine Stätte eine Siedlung der Latènezeit, die der geto-dakischen Kultur zugeordnet wird. Bei der archäologischen Stätte „Apold“ finden sich Siedlungsspuren aus dem 9. bis 13. Jahrhundert; bei „Curtea Velii“ gehört dazu ein landwirtschaftlicher Betrieb aus dem 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr.

Die genannten Befunde reichen zeitlich von einer Siedlung der Latènezeit über den landwirtschaftlichen Betrieb des 2. bis 3. Jahrhunderts n. Chr. bis zu Siedlungsspuren des 9. bis 13. Jahrhunderts. Zusammen mit der späteren Kirchengeschichte ergeben sich unterschiedliche Themen, die sich zeitlich gut voneinander abgrenzen lassen. Die Namen „între Apoalde“, „Apold“ und „Curtea Velii“ helfen dabei, die jeweiligen Befunde zu unterscheiden.

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Routen und Landschaft

Apoldu de Sus ist eine Station der Route 2 des Rundkurses „Drumul sării – Țara Secașelor“. Der Rundkurs wird für den Radtourismus empfohlen und führt über den Ort. Außerdem ist Apoldu de Sus eine Station der landschaftlich reizvollen Route „Drumul transhumanţei“. Die Routen eröffnen damit zwei unterschiedliche thematische Zugänge: Bei der einen ist die Empfehlung für den Radtourismus ausdrücklich benannt, bei der anderen die landschaftliche Ausrichtung.

Ein Spaziergang führte durch einen nahe gelegenen Wald zurück zu den Weinbergen von Apoldu de Sus und bot Ausblicke auf die Hügel der Țara Secașelor in Richtung Amnaș und Aciliu. Wald, Weinberge und Hügellandschaft bilden dabei eine zusammenhängende Folge von Eindrücken. Bei dieser Tour wurden die Teilnehmenden im Domeniul Apoldium mit Rindergulasch, Polenta und hausgemachten eingelegten Beilagen bewirtet.

Wein und lokale Veranstaltungen

Zum Sortiment von Domeniul Apoldium gehören unter anderem Landler, Fetească Albă, Pinot Gris, Riesling Italian, Sauvignon Blanc und Fetească Neagră. Bei Fetească Neagră werden Rosé-, Rotwein- und Barrique-Varianten geführt. Das Sortiment kann sich ändern. Wenn Sie sich besonders für die Weinvielfalt interessieren, bieten die genannten Rebsorten und Varianten einen konkreten Anhaltspunkt, um unterschiedliche Namen und Ausprägungen auseinanderzuhalten.

Auch Vinotopia gehört zur jüngeren Veranstaltungsgeschichte des Ortes: Das Ereignis fand am Samstag, dem 15. August 2026, in Apoldu de Sus zum vierten Mal statt. Die sächsische Gemeinschaft von Apoldu de Sus beteiligte sich aktiv.

Weitere Reiseziele entdecken: Vale, Șura Mică, Cârţişoara, Biertan, Mohu, Städterdorf, Bazna, Slimnic

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hermannstadt.

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