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Sarmizegetusa: römische Geschichte und Archäologie

Unterkünfte in Sarmizegetusa

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sarmizegetusa ist ein Reiseziel mit engem Bezug zur römischen Antike. Im Mittelpunkt steht Ulpia Traiana Sarmizegetusa, deren Gründung in die Jahre 109 bis 110 n. Chr. fällt. Museum, Tempel, Amphitheater und Nekropole eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte. Wenn Sie Ihre Reise thematisch planen möchten, können Sie zwischen Stadtgeschichte, Religion, Grabarchitektur und archäologischen Sammlungen unterscheiden.

Ulpia Traiana und die römische Stadtgeschichte

Ulpia Traiana Sarmizegetusa wurde zwischen 109 und 110 n. Chr. vom Statthalter Decimus Terentius Scaurianus im Auftrag Kaiser Trajans gegründet. In ihrer Geschichte diente die Stadt als vorläufige Hauptstadt des römischen Dakiens. Diese Einordnung verbindet den konkreten Gründungszeitraum mit der damaligen Bedeutung des Ortes: Sie erzählt sowohl von der Entstehung der Stadt als auch von ihrer Rolle in der Verwaltung des römischen Dakiens.

Der Name Sarmizegetusa begegnet auch in der Bezeichnung Ulpia Traiana Sarmizegetusa. Für die Orientierung lohnt es sich, die heutige Reisedestination Sarmizegetusa und die römische Stadt Ulpia Traiana Sarmizegetusa als unterschiedliche, wenn auch namensverbundene Bezeichnungen im Blick zu behalten.

Tempel, Amphitheater und Nekropole

Der Tempel der palmyrenischen Götter wurde unter Septimius Severus errichtet. Seine besondere Bedeutung liegt im Verständnis der palmyrenischen Religion. Ein anderer Tempel eröffnet einen eigenen historischen Blickwinkel: Erste Ausgrabungen am Tempel der Nemesis fanden zwischen 1981 und 1983 im Bereich des Amphitheaters von Ulpia Traiana Sarmizegetusa statt. Die beiden Orte stehen damit für unterschiedliche Themen – hier die palmyrenische Religion, dort die archäologische Forschung am Tempel der Nemesis.

Das Amphitheater lag außerhalb der Mauern der römischen Stadt. Diese Lage ist ein prägnanter Bezugspunkt für die Stadtgeschichte, weil sie den Blick über den ummauerten Bereich hinausführt. Auch die Nekropole der Siedlung ergänzt das Bild der antiken Stadt. Zu ihr gehört das Mausoleum der Aurelier, das in der Mitte des 3. Jahrhunderts errichtet wurde. Es ist ein Tumulus mit steinernem Sockel und umfasst eine Stele, einen Grabaltar sowie eine Grabkammer aus Ziegelmauerwerk. So lassen sich an einem einzelnen Grabmal mehrere konkrete Elemente der Grabarchitektur betrachten.

Archäologisches Museum Sarmizegetusa

Das Archäologische Museum Sarmizegetusa besitzt römisch-archäologische Sammlungen. Dazu zählen epigrafische und skulpturale Denkmäler, Mosaike und Fragmente von Wandmalereien ebenso wie Waffen, Silberarbeiten sowie Gegenstände aus Bronze und Knochen. Keramik, Glas und Münzen erweitern das Spektrum. Die Bandbreite führt von großen Denkmälern bis zu unterschiedlichen Materialien und Objektarten; dadurch bietet das Museum einen anderen Zugang zur Antike als die Tempel, das Amphitheater oder das Mausoleum.

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Die Dauerausstellung umfasst vier Räume im Erdgeschoss und fünf Räume im Obergeschoss. Ein weiterer Raum im Erdgeschoss ist Wechselausstellungen gewidmet. Für Ihre thematische Orientierung lassen sich so die dauerhaft präsentierten Inhalte von den wechselnden Ausstellungen unterscheiden.

Spuren im Dorf und Anreise

Auch ein Spaziergang durch das Dorf Sarmizegetusa kann Einblicke in die Spuren der antiken Stadt geben: In den Höfen der Bewohner lassen sich Überreste der Mauern entdecken, die Ulpia Traiana Sarmizegetusa umgaben. Der örtliche Spaziergang und die baulichen Zeugnisse der antiken Stadt bilden damit einen eigenen Zugang neben Museum und Monumenten.

In einem größeren Zusammenhang ist Sarmizegetusa ein historischer Halt an der Route der römischen Kastelle. Diese führt von Ulpia Traiana Sarmizegetusa zu den Ruinen der romano-byzantinischen Festung Sucidava und erstreckt sich über mehr als 1.500 Kilometer. Die Route setzt den Ort in Beziehung zu einem weitreichenden historischen Streckenverlauf, während die Tempel, die Nekropole und das Amphitheater einzelne archäologische Themen greifbar machen.

Für die Anreise auf der Straße ist Sarmizegetusa über die DN 68 zwischen Hațeg und Caransebeș erreichbar. Per Bahn führen die Strecken Petroșani–Subcetate oder Simeria–Subcetate nach Sarmizegetusa. Für Ihre Planung können Sie zunächst danach entscheiden, ob eine Straßen- oder eine der genannten Bahnverbindungen zu Ihrer Reise passt.

Weitere Reiseziele entdecken: Peșteana, Simeria, Topliţa, Gurasada, Câmpu Lui Neag, Petroșani, Geoagiu Băi, Vața De Jos.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eisenmarkt.

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