Sâmbăta De Sus: Kloster, Kirchen und Berglandschaft
Unterkünfte in Sâmbăta De Sus
Am Fuß des Făgăraș-Gebirges, im Tal des Flusses Sâmbăta, liegt das Brâncoveanu-Kloster auf über 600 Metern Höhe. Seine Geschichte beginnt in der Mitte des 17. Jahrhunderts. In Sâmbăta de Sus stehen damit Klostergeschichte und Kirchenbau neben einer Berglandschaft, die von Schutzgebieten und Wanderwegen geprägt ist.
Kloster, Sammlung und Malerei
Das Museum der Sammlung Mitropolit Antonie Plămădeală befindet sich im Brâncoveanu-Kloster und umfasst zwei Ausstellungssäle. Zur Sammlung gehören alte rumänische und ausländische Bücher, Manuskripte und Inkunabeln ebenso wie Volkskunst, Glas- und Holzikonen, liturgische Gewänder und religiöse Gegenstände. Schrift- und Buchgeschichte, Volkskunst und kirchliche Objekte bilden so unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb der Sammlung.
Die Malwerkstatt des Klosters fertigt traditionelle Hinterglasmalerei und neue Werke im Stil der früheren Meister von Hand an. Die Bilder werden in einem Flügel des Klostermuseums ausgestellt. Neben den historischen Sammlungsstücken steht damit auch ein handwerklicher Kunstzweig im Mittelpunkt des Klosterkomplexes.
Kirchen und historische Bauwerke
Die westliche Kirche von Sâmbăta de Sus wurde 1784 im Brâncovenesc-Stil errichtet und trägt das Patrozinium des heiligen Großmärtyrers Theodor Tiron. Ihre massiven Mauern bestehen aus Flussstein. Die östliche Kirche entstand 1786 durch Abt Visarion; als Stifter geht sie auf Brâncoveanu zurück. Die Jahreszahlen und baulichen Merkmale geben den beiden Kirchen jeweils einen eigenen historischen Bezugspunkt.
Der heutige Brâncoveanu-Palast wurde im 19. Jahrhundert von Grigore Brâncoveanu errichtet, wobei Keller des älteren Palasts einbezogen wurden. Das steinerne Eingangstor des Brâncoveanu-Hofes bewahrt reich verzierte Teile des von Constantin Brâncoveanu errichteten Ensembles. Das Schloss Brâncoveanu liegt im westlichen Teil des Dorfes und ist eine touristische Attraktion des Ortes sowie ein wertvolles historisches Denkmal.
Glaube, Bildung und Traditionen
Das Brâncoveanu-Kloster ist ein Pilgerort für viele Gläubige. Auch die Kirche La chilia Părintelui Arsenie Boca empfängt viele Pilger zum Gebet und zur Einkehr. Die Academia de la Sâmbăta setzt einen weiteren kulturellen Akzent: Das Gebäude mit etwa 70 Zimmern und einem Amphitheater ist darauf ausgerichtet, Menschen von außerhalb zum Studium und zur Einkehr aufzunehmen, unterzubringen und zu versorgen. Als Konferenzort ist es für religiöse, kulturelle, wissenschaftliche und künstlerische Themen konzipiert.
Zum lokalen Brauchtum vom 6. Dezember bis zum 7. Januar gehören Ceata de feciori und Ceata de irozi. Izvorul Tămăduirii ist ein lokales religiöses Ereignis am ersten Freitag nach den Osterfeiertagen. Diese Kalenderdaten geben den Traditionen einen anderen zeitlichen Rahmen als die dauerhaft prägenden Kirchen und Klostergebäude.
Berglandschaft und Wanderorientierung
Etwa die Hälfte der Gemeinde Sâmbăta de Sus liegt im Schutzgebiet ROSCI0122 Munții Făgăraș. Dazu gehört auch ungefähr die Hälfte des bebauten Ortsgebiets, südlich bis zur DJ 104A. Im Schutzgebiet ROSPA0098 Piemontul Făgăraș liegen 41 Prozent der Gemeinde. Die beiden Gemeindeanteile beziehen sich auf die jeweiligen Schutzgebiete; die zusätzlich genannte Überschneidung südlich bis zur DJ 104A betrifft dagegen das bebaute Ortsgebiet.
Die Cabana Valea Sâmbetei liegt am Rand der alpinen Zone im Valea Sâmbetei auf 1.400 Metern Höhe. Sie ist ein Ausgangspunkt zum Vârful Moldoveanu, Rumäniens höchstem Gipfel mit 2.544 Metern. Der homologierte Wanderweg 07MN58 wird im Winter nur bis zur Cabana Valea Sâmbetei empfohlen. Prüfen Sie vor Ihrer Wanderung die aktuelle Routenempfehlung, insbesondere wenn Sie den Weg in der kalten Jahreszeit planen.
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