Sør-Audnedal: Kulturgeschichte rund um Valle
Unterkünfte in Sør-Audnedal
Bei der Orientierung rund um Sør-Audnedal treffen unterschiedliche Themen aufeinander: die Audna als Fluss sowie die Baugeschichte, Kunst und lokale Überlieferung im näheren Umfeld. Dazu gehören Valle kirke und der Hof Herstøl. Wenn Sie ein Hotel suchen, können diese Schwerpunkte dabei helfen, die eigenen Interessen für die Reise einzuordnen – vom Wasserbezug bis zur Kulturgeschichte.
Flussbezug und Orientierung
Die Audna ist vom Fjord bis nach Valle schiffbar. Der Fluss bildet damit einen eigenständigen geografischen Bezug der Gegend. Valle ist zugleich der Bezugspunkt für mehrere kulturgeschichtliche Orte im näheren Umfeld von Sør-Audnedal. Flusslandschaft und einzelne Sehenswürdigkeiten lassen sich dabei als unterschiedliche Themen betrachten: Die Audna steht für den Wasserbezug, während Valle kirke und Herstøl Einblicke in Baukunst, Handwerk und Geschichte bieten.
Valle kirke: Baugeschichte, Kunst und Umgebung
Die Geschichte der Kirche reicht bis ins Mittelalter zurück. Die damalige Kirche war vermutlich eine Stabkirche und wurde durch eine 1577 errichtete Blockbaukirche ersetzt. Die heutige Valle kirke ist eine hölzerne Kreuzkirche mit kreuzförmigem Grundriss. Sie wurde 1793 etwa 60 Meter südlich ihrer Vorgängerkirche fertiggestellt und hat rund 600 Sitzplätze.
Auch die Ausstattung erzählt von verschiedenen Zeiten. Das Antependium zeigt in zwei Feldern die Kreuzigung sowie Adam und Eva im Paradies. In der Kirche hängt außerdem das große „Hans Hansson-epitafiet“, ein Erinnerungsbild aus dem Jahr 1708. Zu den weiteren Kunstwerken zählen ein Gemälde von Peter Reimers, das Peder Claussøn Friis darstellt, und das alte Gemälde „Christian IV’s syn“ beim Predigtstuhl. An einer Emporenbrüstung befinden sich dreizehn Apostelbilder.
Ein großer Teil der Ausstattung stammt aus der etwas nördlich der heutigen Kirche gelegenen Kirche von Peder Claussøn. Auch ein Teil der von Peder Claussøn Friis gestifteten liturgischen Ausstattung wird bis heute aktiv genutzt. Vor dem Pfarrhof Valle prestegård steht eine Statue von Friis. Rund um die Kirche liegt der Friedhof; unmittelbar außerhalb seiner Südseite befindet sich der große Grabhügel Dronninghaugen, etwa 200 Meter von der mittelalterlichen Kirchenstelle entfernt.
Herstøl: lokale Geschichte und Handwerk
Der Husmannshof Herstøl ist ein lebendiges Kulturdenkmal mit Wurzeln im 18. Jahrhundert. Restaurierte Gebäude und gepflegte Außenbereiche mit breitem öffentlichen Zugang bilden den Rahmen für Themen wie Lokalgeschichte, Handwerk, Friluftsliv und Vermittlung. Dabei geht es auch um die Geschichte der Familie Louen und ihre Bedeutung für die norwegische Kunst- und Handwerkstradition. Ein weiterer Bezug führt zu Gustav Vigelands früher Ausbildung in der Holzschnitzerei.
Der Weg Herstøl–Hommefløyen beginnt am Parkplatz bei der Flutlichtloipe in Vigeland. Von dort führt entweder die steile Straße oder ein noch steilerer, etwas kürzerer Weg hinauf zum Herstølstjønn. Die Angaben zur Route können sich ändern, wenn Wege vor Ort angepasst werden; prüfen Sie deshalb die aktuelle Routenführung vor dem Aufbruch.
Sammlungen im Lindesnes bygdemuseum
Im näheren Umfeld des Reiseziels befindet sich auch das Lindesnes bygdemuseum. In seinem Keller liegt ein offenes Museumsmagazin mit dem größten Teil der rund 2.500 Sammlungsobjekte. Dazu gehören die Sammlung von Arne N. Vigeland mit etwa 280 Gipsskulpturen und seine private Gemäldesammlung. Zusammen mit Herstøl und den Kunstwerken in Valle kirke eröffnet diese Sammlung einen weiteren Zugang zur regionalen Geschichte und Kunst.
Weitere Reiseziele entdecken: Byremo, Audnedal, Kollungtveit, Sveindal, Konsmo.
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