Jøvik: Historischer Handelsort und Kapelle
Unterkünfte in Jøvik
Jøvik verbindet in seiner Ortsgeschichte einen historischen Handelsplatz mit einer Fabrikanlage, erhaltenen Gebäuden und der Kapelle. Für Ihre Reiseplanung ist diese Mischung interessant, wenn Sie sich für die Entwicklung von Handel und Gewerbe sowie für die Baugeschichte eines Ortes interessieren. Die Spuren lassen sich auf mehreren Maßstabsebenen betrachten: vom einzelnen Haus und seiner Ausstattung bis zu den Verbindungen mit den umliegenden Kulturlandschaften.
Handelsplatz und erhaltene Bausubstanz
Der historische Handelsort Jøvik steht in engem Zusammenhang mit der Fabrikanlage, die etwa 400 Meter weiter westlich liegt. Hinzu kommt der Bezug zu den umliegenden Kulturlandschaften von Hjellnesvika und Jektevik. Der Handelsort und die zugehörigen Elemente gelten als repräsentatives Kulturerbe, das die Entwicklung von Handel und Gewerbe im nördlichen Troms vom 18. Jahrhundert bis heute bezeugt.
Zum erhaltenen Baubestand aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gehören ein großes Bryggehus, ein Laden beziehungsweise Landhandel mit vollständig erhaltener Verkaufstheke und Regaleinrichtung, ein Kårstua und ein Wohnhaus. Gerade die Verkaufstheke und die Regaleinrichtung geben dem Landhandel ein konkretes bauliches Profil. Die Fabrikanlage wiederum besteht aus mehreren Gebäuden und Tanks, die auf einer relativ kleinen Fläche am Meer konzentriert sind. So stehen im Ortsbild unterschiedliche Formen des historischen Gewerbes nebeneinander.
Zum Handelsort gehört außerdem ein erhaltener Abschnitt einer alten, gemauerten Dorfstraße. Er ist einige Dutzend Meter lang und verläuft zwischen dem Bryggenbereich und Jektevika, unterhalb der heutigen Fv. 293. Zusammen mit den Gebäuden macht dieser Straßenabschnitt die bauliche Struktur des historischen Handelsorts anschaulich; die Fabrikanlage liegt als eigener Teil etwa 400 Meter weiter westlich.
Das Kårstua stammt wahrscheinlich aus der Zeit des Gastwirts Johs. Holmboe in den 1820er- oder 1830er-Jahren. Neben dem Äußeren sollte auch die Feuerstelle erhalten werden, damit sie die Geschichte des Kochens zur Zeit des Gasthauses erzählen kann. Das Gebäude verbindet damit eine ausdrücklich wahrscheinliche zeitliche Einordnung mit einem konkreten Thema der Gasthausgeschichte.
Auch die kulturelle Einordnung hat eine regionale Dimension: Jøvik gehört zu den Grundkreisen in Tromsø, in denen nach Einschätzung des Ministeriums möglicherweise ein sjøsamischer Bezug besteht.
Die Baugeschichte der Jøvik-Kapelle
Das heutige Gebäude der Jøvik-Kapelle wurde 1920 als Schule errichtet. Nachdem die Schule geschlossen worden war, kaufte der örtliche Missionsverein das Gebäude 1962; im selben Jahr wurde es als Bethaus genutzt. In den 1970er-Jahren wurde es nach Plänen von Sigrun Lunde und Odd Borch zur Kapelle erweitert und umgebaut. Die Einweihung fand am 7. März 1976 statt. Die Abfolge von Schulbau, Nutzung als Bethaus und Umbau zur Kapelle ordnet die Geschichte des Gebäudes über mehrere Jahrzehnte hinweg.
Die Kapelle ist eine hölzerne Langkirche mit 100 Sitzplätzen und einem freistehenden Glockenturm. Kanzel und Taufbecken sind aus Kiefernholz gefertigt; beide stammen von Nils Borch. An den Fenstern der Chorabschlusswand befinden sich Glasmalereien von Sigrun Lunde und Odd Borch aus dem Jahr 1977. Im rechteckigen Kirchenraum stehen Stühle, während sich der Chor auf einem Podium am Ende des Raums befindet, eine kleine Stufe über dem übrigen Raum. Diese Details geben der Baugeschichte neben ihren Jahreszahlen auch eine architektonische und künstlerische Ebene.
Straßenbezug
Die Provinzstraße Fv. 7900 zwischen Laksvatn und Jøvik ist 39 Kilometer lang. Diese Straßenlänge bildet einen regionalen Maßstab neben den kleinräumigeren Bezügen im Handelsort, etwa der Lage der Fabrikanlage westlich davon. Zusammen helfen die Angaben, Jøviks Ortsgeschichte und seine Einordnung im Straßenraum auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu verstehen.
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