Tinn: Tinnsjå, Angeln und Rjukanbahn-Geschichte
Unterkünfte in Tinn
Eine Reise nach Tinn kann sich am Tinnsjå sowohl auf das Angeln als auch auf die Geschichte der Rjukanbanen ausrichten. Der See ist 35 Kilometer lang, bis zu 2 Kilometer breit und bis zu 460 Meter tief. Er ist der dritttiefste See Norwegens und Europas. So treffen am Tinnsjå Natur- und Fischereithemen auf die Geschichte des Verkehrswegs über das Wasser.
Angeln auf dem Tinnsjå
Im Tinnsjå gibt es gute Bestände an Forellen und Saiblingen; typische Fänge wiegen zwischen 300 Gramm und 3 Kilogramm. Die Fische sind am leichtesten vom Boot aus erreichbar, werden aber auch vom Ufer aus gefangen. Möglich sind Angeln mit Fliege oder Köder, Trolling und Otring. Wenn Angeln zu Ihren Reiseplänen gehört, können Sie also sowohl den Zugang vom Boot oder Ufer als auch die bevorzugte Angelmethode als konkrete Aspekte des Aufenthalts betrachten.
Leuchtfeuer und Industrieerbe
Historische Leuchtfeuer entlang des Tinnsjå wiesen dem Transport der Rjukanbanen den Weg. Zehn stehen noch an ihrem ursprünglichen Standort; ein elftes wurde beim Bau der Tinnsjøveien versetzt. Die Leuchtfeuer gehören zum Industrieerbe Rjukan–Notodden, das am 5. Juli 2015 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen wurde. Sie können ganzjährig besichtigt werden und sind Teil von Ausflügen an den Seeufern und auf dem Wasser. Da sich Zugangsbedingungen ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Hinweise.
Historische Eisenbahnfähren
Am 20. Februar 1944 wurde die Eisenbahnfähre D/F „Hydro“ im Tinnsjå versenkt. Dabei kamen 18 Menschen ums Leben: 14 Norweger und vier deutsche Soldaten. Der historische Transport der Rjukanbanen über den See umfasste eine 30 Kilometer lange Strecke mit der Eisenbahnfähre. In seiner Transportkette über den Tinnsjå setzte Hydro von 1956 bis 1991 die M/F „Storegut“ als größtes Schiff ein.
Die 1929 gebaute D/F „Ammonia“ zeigt eine weitere Seite dieser Fährgeschichte. Historisch verfügte sie über zwei Dreifach-Expansionsdampfmaschinen mit jeweils 450 PS und zwei Kessel mit jeweils 20.000 Litern Fassungsvermögen. An Bord gab es ein Café und ein eigenes Postamt; die Fahrt über den Tinnsjå dauerte zwei Stunden. Diese Angaben beschreiben die frühere Ausstattung und Fahrt, nicht ein heutiges Angebot.
Mæl im näheren Umfeld
Im näheren Umfeld des Reiseziels Tinn liegt der Bahnhof Mæl am westlichen Ende des Tinnsjå und kann ganzjährig besichtigt werden. Bahnhof und Fährgelände erstrecken sich über 850 Meter und bilden heute einen geschützten Kulturpark. Damit lässt sich die Geschichte des Seetransports auch über das Gelände an Land betrachten, während die Leuchtfeuer den Blick auf die historischen Wegmarken entlang des Wassers lenken.
Für Ihre Reiseentscheidung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Angeln mit Möglichkeiten vom Boot und vom Ufer oder die Industriegeschichte der Leuchtfeuer und Eisenbahnfähren. Bei der Suche nach Hotels in Tinn können Sie zuerst überlegen, welcher dieser Themenstränge Ihre Reise prägen soll.
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