Rendalen: Schluchten, Berglandschaften und Kultur
Unterkünfte in Rendalen
Rendalen lässt sich über sehr unterschiedliche Ziele kennenlernen: die Schlucht Jutulhogget, das Bergmassiv Sølen, markante Felsformen und kulturhistorische Orte. Für Ihre Planung ist der Unterschied zwischen Landschaftserlebnis und Kulturgeschichte hilfreich: Wanderungen führen durch felsiges Schluchtgelände oder richten sich auf Sølen, während Pilgerzeugnisse, ein historisches Fischerdorf und das Rendalstunet weitere Themen setzen.
Schlucht, Bergmassiv und markante Felsen
Jutulhogget hat bis zu 240 Meter hohe Wände und ist zwischen 150 und 500 Meter breit. Wer in der Schlucht wandert, bewegt sich durch felsiges und geröllreiches Gelände; die Landschaft wird als eindrucksvoll und geheimnisvoll beschrieben. Am besten erreichen Sie Jutulhogget über die Jutulhoggveien von Barkald aus. So stehen hier die Form der Schlucht und der Weg durch ihr raues Gelände im Mittelpunkt.
Beim Sølen sind Gipfel und Bergmassiv die prägenden Bezugspunkte: Der höchste Punkt, Midtre Sølen, liegt 1.755 Meter über dem Meeresspiegel. Der Sølen und seine Umgebung sind seit 2011 als Sølen-Landschaftsschutzgebiet geschützt. Für Wanderungen zum Sølen sind Grøndalen und Mefurua als Ausgangspunkte ausgewiesen. Mefurua ist außerdem ein Ausgangspunkt für die Besteigung des Rendalssølen mit 1.755 Metern Höhe und für eine Wanderung rund um das Bergmassiv. Damit stehen neben einem Gipfelziel auch Touren rund um den Berg als unterschiedliche Möglichkeiten im Raum, ohne dass dafür eine Gehzeit oder Schwierigkeit angegeben ist.
Mefurua ist Rendalens einziges staatlich gesichertes Erholungsgebiet; dort gibt es mehrere Gebäude für Übernachtungen. Eine andere, besonders markante Felsform ist Store sten, auch Otersteinen genannt. Der Felsblock ist etwa 16 Meter hoch und gilt als Norwegens drittgrößter freistehender Felsblock. Sie finden ihn an einem Rastplatz am Ostufer des Storsjøen, direkt neben der Sjøliveien, der Provinzstraße 237.
Kulturgeschichte und Pilgerwege
Das Rendalstunet umfasst die Alte Berger Schule „Gammelskola“, das Bull-Museum beziehungsweise Prestegårdstunet und Bergslia. Am Sølensjøen gilt Fiskevollen als Norwegens größtes und ältestes Binnenfischerdorf. Zusammen mit dem Åkresteinen, der eingeritzte Spuren von Pilgern trägt, ergänzen diese Orte die Berg- und Schluchtenlandschaft um Bezüge zu Fischerei, Ortsgeschichte und Pilgertradition. Der Åkresteinen gilt als eines der wenigen dauerhaft erhaltenen Zeugnisse, die Pilger in Norwegen hinterlassen haben.
Auch der Pilgerweg Pilegrimsleden gehört zu diesem Thema: Er führt in die südöstliche Ecke von Rendalen und weiter bis nach Åkrestrømmen. Wenn Sie auf dem Weg wandern möchten, prüfen Sie vorher die Wegbedingungen und die Beschilderung. Eine jährlich wiederkehrende Gelegenheit, die Pilgertradition kennenzulernen, ist die Pilgerfahrt zu einer Messe an der Rosemaries kilde während des Åkrestrømmen Grendefestival. Das Dorffest, auch Rendalsdagene genannt, findet jedes Jahr Mitte Juli in Kalenderwoche 28 statt. Für ein bestimmtes Reisejahr sollten Sie das aktuelle Programm und den Termin prüfen.
Ein weiterer Ort mit Bezug zur lokalen Geschichte ist Åkrådalen. Die Seter liegt am Fuß des Bergmassivs Sølen und beim Fiskevollen am Sølensjøen. Der alte Stall von 1922 wurde als Gesellschaftsraum für bis zu 70 Personen eingerichtet. Damit ergänzen sich in Rendalen Ziele in freier Landschaft und Orte, an denen Pilger-, Fischerei- und Baugeschichte greifbar werden.
Weitere Reiseziele entdecken: Åkrestrømmen, Hanestad und Sjølisand.
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