Havøysund an der Norwegischen Landschaftsroute
Unterkünfte in Havøysund
Die Norwegische Landschaftsroute, Wege auf Havøya und Museen mit unterschiedlichen historischen Schwerpunkten prägen einen Aufenthalt in Havøysund. Hinzu kommen die saisonalen Naturerscheinungen an der Barentssee. Straßen- und Schiffsverbindungen, Aktivitäten zu Fuß und Kulturgeschichte bieten jeweils eigene Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung.
Havøysund und seine Verbindungen
Die Norwegische Landschaftsroute Havøysund verläuft über 67 Kilometer von Kokelv nach Havøysund. Auch der Küstenexpress Hurtigruten läuft Havøysund täglich an. Prüfen Sie den Fahrplan für Ihre Reisedaten, wenn Sie diesen Anlauf einplanen. Mit dem Schnellboot Måsøyekspressen lässt sich die Reise von Havøysund zu Rolvsøy mit dem Anleger Gunnarnes sowie nach Ingøya oder Måsøya verlängern.
Für Radreisen lässt sich die Landschaftsroute mit dem Nationalen Radwanderweg 1 kombinieren. Sie verläuft außerdem gemeinsam mit EuroVelo 1, der Atlantic Coast Route, ist jedoch nicht als Radroute ausgeschildert. Wenn Sie die Strecke mit dem Rad planen, prüfen Sie die aktuellen Straßenverhältnisse. So unterscheiden sich die Radwege-Verknüpfungen von einer eigenen Radweg-Ausschilderung.
Wege, Ausblicke und Jahreszeiten
Ein etwa halbstündiger Fußweg kann von Havøysund zum höchsten Punkt der Insel, Havøygavlen, führen. Von dort reicht der Blick zum Arktischen Ozean und zu nahe gelegenen Inseln. Eine weitere leichte Wanderung führt von Havøysund nach Storvika. Dort treffen Klippen und Schären auf die wettergeprägte Landschaft im Südwesten von Havøya.
Die Jahreszeit verändert auch den Naturbezug der Reise: Am Rand der Barentssee bei Havøysund können Sie im Sommer die Mitternachtssonne und im Winter das Nordlicht erleben. Das sind unterschiedliche saisonale Erlebnisse, keine Vorhersage für bestimmte Reisedaten. Havøygavlen bietet den Blick auf Meer und Inseln; Storvika steht für Klippen und Schären. So können Sie zwischen Aussichtspunkt und Küstenlandschaft unterscheiden, wenn Sie Ihre Zeit im Freien planen.
Museen und Ortsgeschichte
Das Ishavsfronten militærhistoriske museum befindet sich in Havøysund. Inhaltlich reicht sein Schwerpunkt von der Wikingerzeit bis zur Gegenwart und gilt der Militärgeschichte des Nordens. Ein anderer Blick auf die Region begegnet Ihnen im Måsøy Museum in Havøysund: Es widmet sich der Küstenkultur, besonders der Entwicklung von Fischereifahrzeugen und Technologien für die Fischereiwirtschaft. Zur Geschichte des Lebens im äußersten Finnmark gehören dort auch Fischerei, Wiederaufbau und der Alltag einer vom Küstenklima geprägten Küstengesellschaft.
Das Måsøy Museum befindet sich im alten Pfarrhaus, einem der ersten Wiederaufbauhäuser in Måsøy nach dem Niederbrennen Finnmarks im Zweiten Weltkrieg. Einen weiteren kulturellen Bezugspunkt in Havøysund bildet die Kunstinstallation Havøysund Artwork am Ørahaugen. Sie besteht aus zwei Glasobjekten in einer architektonisch gestalteten Holzhütte. Zusammen zeigen diese Orte unterschiedliche Zugänge: die Militärgeschichte des Nordens, die Küsten- und Fischereigeschichte sowie eine zeitgenössische Kunstinstallation.
Måsøy im größeren Zusammenhang
Das übergeordnete Reiseziel Måsøy besteht aus fünf größeren Inseln sowie fast 400 kleineren Inseln, Holmen und Schären. Zu den regionalen Kulturthemen gehören die Kulturdenkmäler und Siedlungsreste in Selvika aus der Jungsteinzeit und der samischen Kultur. Dort verläuft auch ein Naturlehrpfad entlang des Weges „Fotefar mot nord“.
Auf Måsøya liegen Siedlungsreste aus der Steinzeit in Østervågen und Vestervågen. Die Insel ist außerdem mit dem Kirchenlieddichter Magnus Brostrup Landstad verbunden, hatte bereits 1668 eine eigene Kirche und war früher das Verwaltungszentrum der Gemeinde. Diese Inselgeschichte ergänzt die Themen in Havøysund um einen eigenen regionalen Blick auf Besiedlung, Kirche und frühere Verwaltung.
Weitere Reiseziele entdecken: Måsøy, Snefjord.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Måsøy.