Modum: Bergbaugeschichte, Kulturpfade und Natur
Unterkünfte in Modum
Modum eröffnet verschiedene Perspektiven auf Bergbaugeschichte, Kulturspuren und Natur. Die Kobalterzgruben und das Kittelsen-Museum erstrecken sich über drei Kilometer auf dem Skuterud-Rücken. Dazu kommen markierte Wege, Aussichtspunkte und Orte, an denen sich die Geschichte der Region auf unterschiedliche Weise erschließt. Für Ihre Reiseplanung können Sie überlegen, ob Bergbau und Kulturpfade, Wanderungen oder Aktivitäten am Wasser im Mittelpunkt stehen sollen.
Bergbaugeschichte rund um die Kobalterzgruben
Die historische Bergbautour führt in die Kobalterzgruben. Zu ihren Besonderheiten gehören ein begehbarer „schwebender“ Glasboden und eine 32 Meter lange unterirdische Hängebrücke, die erste ihrer Art in Norwegen. Die Tour ist für Kinder und Erwachsene ab 10 Jahren geeignet. Wer lieber draußen unterwegs ist, findet an den Gruben zwei Kulturpfade: Nordgruvene Rundt und Sydgruvene Rundt führen an großen Tagebauen und Gesteinshalden vorbei. Aussichtspunkte eröffnen Panoramablicke auf den Tyrifjord und die Vikersundbakken.
Eine Rundtour an den Tagebauen führt entlang großer Gruben durch eine von Menschenhand geprägte Kulturlandschaft aus den 120 Jahren von 1773 bis 1893. Unterwegs können Besucher die Tagebaue aus der Nähe sehen und den Blick über die gesamte Grubenanlage und den Tyrifjord genießen. Der DNT hat außerdem einen 11 Kilometer langen Weg von Haugfoss zur unbewirtschafteten Touristenhütte Koboltkoia bei den Nordgruben markiert.
Auch die Runde „Blaafarververket Rundt“ verbindet mehrere benannte Stationen: Sie führt vom Værket am Haugfossen hinauf, über die Brücke und die Malmveien hinunter, am Steinbruch mit dem Wasserrad vorbei bis zur Stigerboligen. Aussichtspunkte und Informationstafeln liegen entlang des Weges.
Wanderwege, Landschaft und Wasser
Øståsen, Modums Teil der Finnemarka, verfügt über zahlreiche markierte Wege. Im Winter werden große Teile davon mit gespurten Skiloipen versehen; die Bedingungen auf den Wegen können variieren. Wer am Bergsjø eine Pause einlegen möchte, findet an einem Weg entlang des Seeufers Tische und Bänke mit Blick aufs Wasser. Diese Einrichtungen können saisonal sein.
Das Erholungsgebiet Øya bietet einen rollstuhlgerecht ausgestalteten Weg vom Zentrum von Vikersund bis zum Ende von Øya. Dort gibt es verschiedene Vegetationstypen und ein Gebiet mit reichem Vogelbestand. Ein historischer Spazierweg auf Øya ergänzt die Naturperspektive mit 14 Informationstafeln über Industrialisierung, die Mühle und die Holzflößerei in Modum. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch den aktuellen Zustand des Weges.
Im Sommer wird der Tyrifjord zum Baden, für Bootsfahrten und zur Erholung genutzt. So unterscheiden sich die Aktivitäten je nach Schwerpunkt: Am See stehen sommerliche Freizeitmöglichkeiten im Vordergrund, während Øståsen auch im Winter mit gespurten Loipen verbunden ist.
Kulturpfade und historische Orte
Der Kulturpfad in Gruveåsen ist vier Kilometer lang und führt zu zehn ehemaligen Siedlungsplätzen. Nymoen Rundt zeigt, wie die Menschen am Blaafarveværket lebten. Auf dem Skogstien bei Nyfossum informieren Tafeln über Forstwirtschaft, Jagd und das Leben im Freien; der Wanderweg ist familienfreundlich.
Die Gamle Kirkevei führt vom Zentrum von Vikersund zur Heggen kirke. Informationstafeln entlang der Strecke behandeln Ortsnamen und Geschichte in einer alten Kulturlandschaft. Die denkmalgeschützte mittelalterliche Kirche wurde ursprünglich im frühen 13. Jahrhundert im romanischen Stil aus Kalkstein aus der Umgebung errichtet.
In Furumo und Brunesmoane reichen die archäologischen Spuren von 6.000 Jahre alten Felsritzungen über vorgeschichtliche Fanggruben aus der Zeit um 2000 v. Chr. bis zu mittelalterlichen Köhlergruben und Eisenverhüttungsplätzen sowie jüngeren Kohlenmeilern. Auch die Felsritzungen von Katfoss bei Geithus gehören zu den Jagdritzungenfeldern: Vier solcher Felder liegen in Buskerud, zehn in Ostnorwegen.
Vikersund und die Anreise
Das Vikersund Hoppsenter ist Norwegens offizielles nationales Skiflugzentrum in der Gemeinde Modum. Die K-200-Großschanze hat eine Schanzengröße beziehungsweise HS von 240 Metern und ist die einzige Skiflugschanze in den nordischen Ländern. Damit setzt das Hoppsenter einen eigenen Akzent neben den Kulturpfaden und Naturgebieten.
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt Blaafarveværket die Zugfahrt nach Hokksund, anschließend die Buslinien 100 oder 101 zum Busbahnhof Åmot und von dort die Linie 105 weiter zum Blaafarveværket. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. An allen Einrichtungen von Blaafarveværket gibt es kostenlose Parkplätze; Ladestationen für Elektroautos stehen am Værket zur Verfügung. Auch diese Angaben sollten Sie vor der Anreise prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Vikersund, Åmot, Krødsherad, Flesberg, Nedre Eiker, Ringerike, Nes, Nore Og Uvdal.
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