Podgorica zwischen Geschichte, Kunst und Wein
Unterkünfte in Podgorica
Auf einem weiten Plateau zwischen Morača, Zeta und Širijana liegen die Überreste des antiken Doclea, vier Kilometer vom Zentrum Podgoricas entfernt. Sie stammen aus dem ersten Jahrzehnt des 1. Jahrhunderts n. Chr. Bestattungsfunde aus Doclea – darunter Keramik- und Glasgefäße, Schmuck, Werkzeuge, Waffen und Münzen – gehören zur Dauerausstellung im Stadtmuseum.
Stadtgeschichte zwischen Altstadt und Wahrzeichen
Ein späterer Abschnitt der Stadtgeschichte führt in die Altstadt: Während der osmanischen Zeit von 1474 bis 1879 war sie der historische Kern Podgoricas. Städtische und architektonische Formen, Bräuche, Lebensweise und orientalische Merkmale prägten diesen Ort. Auf dem Bećir-beg-Osmanagić-Platz steht der Uhrturm, das Wahrzeichen der Altstadt. Hadži Mehmed-paša Osmanagić ließ ihn im 18. Jahrhundert erbauen.
An der Mündung der Ribnica in die Morača steht eine alte Steinbrücke. Sie soll aus der Römerzeit stammen und gilt als die älteste Brücke Podgoricas. Sastavci und die Steinbrücke bilden außerdem einen beliebten Treffpunkt am Fluss, an dem Menschen die natürliche Umgebung genießen.
Architektur, Palast und Kunst
Die orthodoxe Kathedrale der Auferstehung Christi setzt mit zwei pyramidenförmigen Türmen einen markanten architektonischen Akzent. Jeder Turm ist 26,7 Meter hoch; in ihren oberen Stockwerken beherbergen sie insgesamt 17 Glocken. Die schwerste wiegt 11 Tonnen und wird als größte der Balkanhalbinsel beschrieben.
Im Kruševac-Park am Fluss Morača liegt der Palastkomplex von Kruševac. Der Petrović-Palast darin war eine ehemalige Residenz der Dynastie Petrović. Einen anderen Schwerpunkt setzt die Moderne Galerie: Ihre Werke veranschaulichen die Entwicklung der modernen Kunst sowie wichtige künstlerische Strömungen und Einflüsse der montenegrinischen Kunstszene in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein eigener Blick gilt der Sammlung des Fonds des Zentrums für zeitgenössische Kunst Montenegros: Sie umfasst mehr als 1.000 Exponate aus 60 Ländern und gilt als einzigartig in Südosteuropa.
Vom Stadthügel zur Panoramaroute
Der Gorica-Hügel liegt in unmittelbarer Nähe des Zentrums und umfasst einen Abenteuerpark. Einen anderen Landschaftsmaßstab bietet der Rundweg um Korita: Er ist 65 Kilometer lang, beginnt in Podgorica und führt in die Bergregion Kuči bis an den Rand der Schlucht des Flusses Cijevna. Der Weg gilt als erster vollständig markierter Panoramatrail Montenegros.
Im näheren Umfeld liegt Medun, etwa zwölf Kilometer nordöstlich von Podgorica in der Region Kuči. Der archäologische Komplex umfasst die Überreste der illyrischen Stadt Meteon und die Kirche des heiligen Nikolaus. Damit steht in der Umgebung neben Doclea ein weiterer archäologischer Ort zur Auswahl, dessen Geschichte bis in die illyrische Zeit reicht.
Wein und regionale Küche
Beim Weingut Plantaže dürfen Besucher das gesamte Weingut erkunden, ein Glas Schaumwein genießen und mit einer gemütlichen Touristenbahn durch die Weinberge fahren. Dort werden 29 Rebsorten angebaut, darunter die montenegrinischen autochthonen Sorten Vranac und Krstač. Auch im Weinkeller Šipčanik können Sie die besondere Atmosphäre sowie die Aromen und Geschmäcker der Weine erleben. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Abläufe und Arrangements.
Im weiteren regionalen Umfeld gehört auch der Skadar-See zum kulinarischen Bild: Zum gastronomischen Angebot der Gegend zählen zahlreiche traditionelle Fischspezialitäten. Weininteressierte und Reisende, die regionale Küche erkunden möchten, finden so unterschiedliche Anknüpfungspunkte für ihre Reiseplanung.
Ankunft und Hotelplanung
Der Bahnhof von Podgorica liegt nahe dem Stadtzentrum und unmittelbar neben dem Busbahnhof. Der Flughafen Podgorica ist ein öffentlicher Flughafen mit internationalem Verkehr. Für die konkrete Anreise empfiehlt sich ein Blick auf aktuelle Reiseinformationen.
Weitere Reiseziele entdecken: Podgorica, Tuzi, Golubovci, Berislavci, Donje Stravče, Mitrovići, Vranjina, Pljevlja.
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