Walferdingen: Schlossgeschichte, Bücher und Wege
Unterkünfte in Walferdingen
Walferdingen verbindet Schlossgeschichte mit römischem Erbe, Wanderwegen und einem wiederkehrenden Buchtermin. Für Ihren Aufenthalt können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: historische Bauwerke und archäologische Spuren, die Walfer Bicherdeeg als konkreten Reiseanlass oder Wanderwege, deren Längen sich direkt vergleichen lassen. Schloss, Kirche und römische Villa eröffnen verschiedene historische Perspektiven; die Routen und Landschaftsorte ergänzen das Programm um eigene Themen.
Schlossgeschichte, Kirche und römische Spuren
Schloss Walferdange wurde 1817 von Wilhelm I. von Oranien als königliches und großherzogliches Gestüt konzipiert. 1841 schlug König Wilhelm II. vor, das Schloss zu einer königlichen Residenz für den König beziehungsweise Großherzog von Luxemburg umzubauen. Der Gestütszweck und der spätere Residenzplan markieren unterschiedliche Etappen der Schlossgeschichte. Prinz Heinrich zog nach Walferdange und lebte dort bis zu seinem Tod im Jahr 1879.
Die Kirche von Walferdange wurde zwischen 1845 und 1852 erbaut. Zu ihrer Ausstattung gehören Seitenaltäre sowie Statuen des heiligen Ignatius und des heiligen Franz Xaver, die aus der Kathedrale von Luxemburg stammen. Bauzeit und Herkunft der Statuen geben der Kirche einen eigenen historischen Bezug neben der Schlossgeschichte.
In Helmsange liegt die römische Villa, deren Erdgeschoss allein fast 50 Räume umfasst. Die Anlage war mehr als drei Jahrhunderte lang bewohnt. Raumzahl und Nutzungsdauer machen sie als archäologisches Thema in räumlicher und zeitlicher Hinsicht interessant. Auch der Gipsabbau gehört zu den römischen Spuren der Region: Wann er in Walferdange begann, ist nicht genau bestimmt. Sicher ist, dass die Römer bei ihrer Ansiedlung im Alzettetal Gips für den Bau ihrer Villen verwendeten.
Walfer Bicherdeeg als Reiseanlass
Die Walfer Bicherdeeg finden jedes Jahr am dritten Novemberwochenende statt. Zum Wochenende gehört ein Gebrauchtbuchmarkt mit zahlreichen Ständen verschiedener Art. Dazu kommt ein umfangreiches Leseprogramm für alle Altersgruppen, das über das gesamte Wochenende in der Maison Dufaing und im ersten Stock des Centre Prince Henri angeboten wird.
Für Leserinnen und Leser, die ihren Aufenthalt auf dieses Ereignis ausrichten möchten, sind sowohl der wiederkehrende Novembertermin als auch die Länge des Programms relevant: Die Buchmesse erstreckt sich über das ganze Wochenende, nicht nur über einen einzelnen Tag. Das konkrete Jahresprogramm kann variieren. Prüfen Sie vor der Reise die Veranstaltungstage und das jeweilige Programm.
Wanderwege nach Länge und Verlauf vergleichen
Der Auto-Pédestre-Weg Walferdange verläuft durch den Ort und folgt dabei dem nationalen Wanderweg Sentier de l’Alzette. Direkt am Startpunkt des Auto-Pédestre-Wegs befindet sich ein Parkplatz. Die CFL-Route 18 erreicht den Sentier de l’Alzette in den bewaldeten Höhen des Alzettetals. Die Routenbeschreibungen bieten damit zwei unterschiedliche Angaben zum Verlauf: einmal durch den Ort entlang des nationalen Wanderwegs, einmal in den bewaldeten Höhen des Tals.
Für einen Vergleich anhand der Streckenlänge sind zwei weitere Wege beziffert: Der Sentier des Romains – Réimerpad ist 3,2 km lang, der Sentier du gypse 5,2 km. Damit ist der Sentier des Romains – Réimerpad die kürzere der beiden Optionen. Die Längen geben Ihnen eine klare Planungsgröße, wenn Sie diese Touren miteinander vergleichen.
Garten und Naturlandschaft
Der Rosengarten Rousegäertchen liegt gegenüber dem Bahnhof Walferdange am ursprünglichen Standort des ersten Gartens. Das ökologische Renaturierungsgebiet ist ein anderer Landschaftsbezug: Es liegt im Zentrum Luxemburgs und umfasst 12 Hektar auf dem Gebiet der Gemeinden Walferdange und Steinsel. So stehen einem konkreten Gartenstandort ein Gebiet gegenüber, das sich über zwei Gemeinden erstreckt.
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