Plungė entdecken: Park, Palais und Kulturerbe
Unterkünfte in Plungė
Plungė vereint Parklandschaft, markante Architektur und eine vielschichtige Kulturgeschichte. Wenn Sie ein Hotel in Plungė suchen, können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie vor allem die Geschichte des Guts, die Kirchenarchitektur oder die kulturellen Spuren der Stadt interessiert.
Park und Gutsgeschichte
Die Besucherroute durch den Park beginnt am Haupteingang nahe dem Tourismusinformationszentrum des Bezirks Plungė. Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf Kaskadenteiche, alte Bäume und Sträucher sowie auf das neorenaissance Palais, das zwischen den Bäumen zu sehen ist. So stehen auf der Route sowohl die Gestaltung des Parks als auch das Palais im Blick.
Auf Anordnung von Herzog M. Oginskis wurden im Park des Guts Plungė sieben Kaskadenteiche angelegt. Steinerne Brücken beziehungsweise Schleusen verbinden die Teiche; außerdem fließt der Babrungas durch den Park. Im zentralen Parkteil, nahe dem Oginskis-Palais, steht die Perkūnas-Eiche. Sie wurde 1960 zum Naturdenkmal erklärt. Das Denkmal für Mikalojus Konstantinas Čiurlionis befindet sich ebenfalls im Park, neben dem Palais. Es symbolisiert die Verbindung zwischen Čiurlionis und Mykolas Oginskis.
Uhrturm und Palais
Der Uhrturm von Plungė ist zwölf Meter hoch und gilt als ältestes rotes Backsteingebäude der Stadt. Seine Uhr hat nur einen Zeiger, die Glocke wird stündlich ausgelöst. In seiner Gestalt erinnert der Turm an eine kleine Version des Palazzo Vecchio in Florenz. Diese Details geben dem Bauwerk einen eigenen architektonischen Charakter, der sich von der neoromanischen Kirchenarchitektur Plungės unterscheidet.
Nach Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten im Jahr 2012 zog die Plungė Clock Tower Library in das Schloss ein. Das Žemaičiai-Kunstmuseum befindet sich im Palais von Mykolas Oginskis und bewahrt und pflegt die Traditionen des Guts. Für Gruppen werden dort Führungen für höchstens 25 Personen auf Englisch oder Russisch angeboten.
Kulturgeschichte und Kirchen
Die Verbindung zwischen dem Gut und der Kulturgeschichte der Stadt zeigt sich auch an M. K. Čiurlionis. Von 1889 bis 1892 studierte er an der Orchesterschule des Guts von M. M. Oginskis in Plungė; in diesem Umfeld spielte er außerdem Flöte im Orchester. M. K. Čiurlionis und Sof. Čiurlionienė-Kymantaitė lebten 1909 im alten Pfarrhaus von Plungė.
Die Gebäude der Kirche des heiligen Johannes des Täufers gelten als Hauptattraktion der Altstadt. Die Kirche ist neoromanisch, hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und zwei Türme. Die heutige steinerne Kirche entstand von 1902 bis 1933 nach einem Entwurf des Ingenieurs Steponas Stulginskis, der den ursprünglichen Entwurf von Karl Strandman überarbeitet hatte. Der Glockenturm ist ein integraler Bestandteil des Kirchenkomplexes; Graf P. Zubov ließ ihn 1850 errichten.
Auch kleinere religiöse Bauwerke gehören zur Geschichte Plungės. Die steinerne katholische Kapelle auf dem alten Friedhof ist als Allerheiligenkapelle oder Zubov-Kapelle bekannt. Sie wurde 1858 im Stil des romantischen Klassizismus errichtet. Die restaurierte Lourdes-Grotte mit einer Kopie der Marienstatue wurde am 20. Oktober 1990 feierlich geweiht.
Erinnerungsorte in Plungė
Das Freiheitsdenkmal erinnert an ein Jahrzehnt litauischer Unabhängigkeit: Es wurde 1928 errichtet, nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen und 1992 wiederaufgebaut. Anhand dieser wechselvollen Geschichte lässt sich ein weiterer Aspekt der Stadt kennenlernen, neben den älteren Spuren des Guts und den religiösen Bauwerken.
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