Radviliškis District Municipality: Hillforts, Museen und Kulturerbe
Unterkünfte in Radviliškis District Municipality
Archäologische Orte, historische Gebäude und Museen geben Radviliškis District Municipality unterschiedliche kulturelle Akzente. Die Hillforts führen in weit auseinanderliegende Zeiträume: Der Kudinų Hillfort, auch Šiaulės Hill genannt, liegt im Dorf Kudinų und wird auf das 2. bis 1. Jahrtausend v. Chr. datiert. Für den Diauderių Hillfort sind ebenfalls die Namen Baisogala Hillfort und Šatrija gebräuchlich; seine Datierung reicht ebenfalls vom 2. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. Der Raginėnų Hillfort, auch Witches’ Hill genannt, liegt im Daugyvenė Culture-History Museum-Reserve bei Raginėnų und wird auf das 1. Jahrtausend bis zum Beginn des 2. Jahrtausends datiert.
Hillforts und Orientierung vor Ort
Für den Kudinų Hillfort führt die beschriebene Zufahrt über die Šiaulėnai–Lenartuva-Straße. Bei Viliošiai biegen Sie 100 Meter nach der Waldeinfahrt ab. Zunächst geht es über den Damm eines Teichs, anschließend noch 1,3 Kilometer auf einem Waldweg. Der Diauderių Hillfort liegt bei Diauderių an der linken Seite des Serbentynė-(Kiršinas-)Bachs beziehungsweise des heutigen Teichs. Von der Straße Baisogala–Grinkiškis biegen Sie in Biliūnai Richtung Augmėnai ab und fahren 750 Meter weiter. Hinter dem Serbentynė-Bach folgt eine weitere Abzweigung; der Weg führt über Felder noch 450 Meter bis zum Hang. Prüfen Sie die beschriebenen Zufahrten vor Ihrer Fahrt auf aktuelle lokale Bedingungen.
Museen und historische Ensembles
Im Tal der Daugyvenė bei Kleboniškių erstreckt sich das Kleboniškiai Village Household Museum über 18 Hektar. Zu seinem Gelände gehören umgesetzte Dorfgebäude, wie sie für das 19. und den Beginn des 20. Jahrhunderts typisch sind. Das Programm umfasst Ausstellungen und Bildungsangebote ebenso wie Abendveranstaltungen, Scheunentheater, Volksmusik, Handwerk und Užgavėnės-Feiern. Prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine vor Ihrem Besuch.
Das Šeduva Jewish History Museum „Lost Shtetl“ widmet sich der jüdischen Gemeinde von Šeduva im Zwischenkriegs-Litauen sowie ihrer Kultur, ihren Traditionen und ihrer Geschichte. Der finnische Architekt Rainer Mahlamäki entwarf den Museumskomplex. Einen anderen Einblick in den Alltag bietet das Šiaulėnai Regional Museum: Dort ist eine authentische Küche mit Brotbackofen erhalten; in ihrem Schornstein wurde früher Fleisch geräuchert.
Beim Baisogala Manor sind das zentrale Herrenhaus, Stallungen, Remise, Küche, Lagerhaus und Mühle erhalten. Zum Anwesen gehört außerdem ein Park mit zahlreichen exotischen Baumarten. In Baisogala steht auch eine Windmühle, deren Bauform einen eigenen architektonischen Akzent setzt: Sie ist dreigeschossig und achteckig, aus Mauerwerk errichtet und hat eine konische, pyramidenförmige Gestalt mit umlaufenden Galerien.
Auch zeitgenössisch geprägte Kulturorte gehören zum Bild. Im Radviliškis City Culture and Recreation Park stehen Skulpturen aus Holzschnitz-Symposien von 2002, 2010 und 2011; außerdem gibt es dort die „Heroes’ Alley“. Das V. Karmono Space Modelling Museum in der Vaižganto-Progymnasium zeigt Raketenmodelle von Schülerinnen und Schülern des Radviliškis Space Modelling Club sowie von Victor Karmonas.
Landschaft, Handwerk und saisonale Erlebnisse
Der Šiaulės observation tower ist 21 Meter hoch. Der Arimaičiai Lake ist seit 1967 ein ornithologisches Schutzgebiet. Im Valatkonių Forest befindet sich der Valatkonių Stone, auch Devil’s Stone genannt; er wurde am 14. Juli 1998 in das Lithuanian Cultural Heritage Register aufgenommen. Diese drei Orte setzen unterschiedliche Akzente zwischen Bauwerk, Schutzgebiet und registriertem Kulturerbe.
Das Šeduva Stud in Raudondvaris empfängt erfahrene Reiter ebenso wie Menschen, die erstmals in den Sattel steigen möchten. Auch Pferdeliebhaber und Besucher, die die Pferde einfach ansehen wollen, sind angesprochen. In Valdeikiai lädt die Sodyba „Molinė saulėgrąža“ dazu ein, sich auf dem Sonnenblumenfeld fotografieren zu lassen und das Museum für Keramikkrüge zu besuchen. Die beiden Orte bieten somit ganz unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Pferde auf der einen, Sonnenblumen und Keramik auf der anderen Seite.
Im Burbiškio Manor findet jedes Frühjahr das „Tulip Bloom Festival“ statt. Für die Reiseplanung empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Veranstaltungstermine. Wer sich für praktische Kultur interessiert, findet im Pakiršinis Crafts Centre im Pakiršinis Manor Bildungsaktivitäten zu Marmorieren, Backen, Volksmusik, Leinen-Schnitzarbeiten, hölzernen Tulpen, Töpfern und Kerzenherstellung. Prüfen Sie die aktuellen Termine dieser Angebote vorab.
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